(openPR) "Arbeiten in Neukölln? Nein danke!", heißt es häufig von Lehrer*innen. Doch am 15. August unterschrieben zehn Lehramtsstudent*innen ihre Verträge für das Projekt "Schüler Coaching" an der Kepler-Schule, einer Neuköllner Sekundarschule mit einer Vielzahl an sozial benachteiligten Schüler*innen. In dem neuen Kooperationsprojekt der Bürgerstiftung Neukölln mit der Kepler-Schule werden die Student*innen als Coaches ein Jahr lang erste Praxiserfahrungen sammeln.
Das Konzept ist in Berlin bisher einmalig. Die Coaches werden im Unterricht als vertrauensvolle Ansprechpartner*innen für die Schüler*innen in den 7.-9. Klassen eingesetzt. Ziel des Projekts ist es, die Lernatmosphäre im Unterricht verbessern zu helfen und damit die Lernerfolge der Schüler*innen zu erhöhen.
Im ersten Testjahr, im Schuljahr 2018/19, zeigte sich das Projekt so erfolgreich, dass es Leuchtturmcharakter für weitere Schulen mit ähnlichen Problemen erlangen könnte. Die teilnehmenden Klassen und Lehrer*innen jedenfalls wollen "ihre" Coaches für ein weiteres Schuljahr unbedingt behalten. Für sie hat das Projekt spürbare Verbesserungen und Entlastung gebracht.
Auch viele Lehramtsstudent*innen der ersten Runde waren begeistert und sind wieder unter denjenigen, die einen Coaching-Vertrag für 2019/20 unterschreiben.
Ihre unabhängige Position vom Lehrkörper ermöglicht ihnen wertvolle Einblicke in Klassendynamiken und Bedürfnisse von Schüler*innen für ihr späteres Berufsleben.
Dank des rundum positiven Feedbacks in der Evaluation zur ersten Runde, übernimmt der Berliner Senat im aktuellen Schuljahr wieder die Finanzierung der zehn Coaches und die Kepler-Schule die Projektorganisation durch die Bürgerstiftung Neukölln. Ein erfolgreiches Konzept, das sich recht schnell eingespielt hat und ausschließlich Gewinner hervorbringt.
Wir stellen gern weitere Informationen und Bildmaterial zum Projekt zur Verfügung, auch Interviews mit Projektbeteiligten sind möglich.












