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80 Jahre erfolgreiche Kooperation mit den ALB FILS KLINIKEN

09.08.201912:29 UhrGesundheit & Medizin
Bild: 80 Jahre erfolgreiche Kooperation mit den ALB FILS KLINIKEN
Examenskurs der Zentralkliniken Göppingen im Herbst 1949
Examenskurs der Zentralkliniken Göppingen im Herbst 1949

(openPR) Bereits seit 100 Jahren prägen Rotkreuzschwestern in Württemberg das Gesundheitswesen aktiv und voller Begeisterung mit. So auch im Landkreis Göppingen. Die jahrzehntelange Kooperation mit den ALB FILS KLINIKEN weist ein bemerkenswertes Jubiläum auf: 80 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit.



Rotkreuzschwestern waren seit den 1930er Jahren im Landkreis Göppingen als Gemeindeschwestern unterwegs und unterstützten die Bevölkerung im ländlichen Bereich in allen Fragen der Gesundheitsfürsorge und bei Krankheitsfällen.

Die gemeinsame Geschichte der heutigen ALB FILS KLINIKEN mit der Klinik am Eichert und der Helfenstein Klinik und der Württembergischen Schwesternschaft vom Roten Kreuz begann in den Kriegswirren des Zweiten Weltkriegs.

Während des Zweiten Weltkriegs gehörten dem Mutterhaus der Württembergischen Schwesternschaft vom Roten Kreuz in Stuttgart rund 1.500 examinierte Rotkreuzschwestern an. Rund die Hälfte, 800 Schwestern, waren an der Front, vor allem im Osten, eingesetzt. Die restlichen 700 Rotkreuzschwestern verblieben in der württembergischen Heimat und kümmerten sich um die notleidende Bevölkerung.

Laut Zeitzeugenberichten waren Rotkreuzschwestern bereits ab 1939 im Göppinger Krankenhaus, das zu diesem Zeitpunkt sich noch in der Stadtmitte befand, unterstützend tätig.

So beschrieb unter anderem die Rotkreuzschwester Erika Summ in ihrem Buch „Schäfers Tochter“ die Situation für Schülerinnen, die in Göppingen lernten, wie folgt:

„Im Haus der Schwesternschaft herrschte reges Treiben, denn an diesem Tag kamen 20 junge Mädchen an, die alle den Herbstkurs 1940 für die Ausbildung belegt hatten. […] Noch am selben Tag wurden wir eingekleidet und auf die verschiedenen Krankenhäuser verteilt. Jede von uns bekam drei Kleider, sechs Schürzen und vier Hauben – ohne Band, da wir vorläufig nur Schülerinnen waren. […] Diejenigen, die in den Krankenhäusern in Esslingen und Göppingen beginnen sollten, wurden zuerst eingekleidet, denn sie mussten noch ein Stück mit der Bahn fahren.“

Während des Krieges intensivierte sich die Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung der Kreiskrankenhäuser und den Rotkreuzschwestern. In der 1935 errichteten Flakkaserne auf dem Holzheimer „Rigi“ bei Göppingen waren Rotkreuzschwestern im Einsatz. Nachdem die Kaserne nach Kriegsende von den Amerikanern übernommen und zu einem Kriegsgefangenenlazarett für deutsche Soldaten und zugleich zu einem Entlassungslazarett umfunktioniert wurde, halfen Rotkreuzschwestern Insassen, die von Kriegsverletzungen und Infektionskrankheiten wie Tuberkulose gezeichnet waren.

Das eigene Mutterhaus in Stuttgart fiel dem Bombenhagel der letzten Kriegsmonate gleich zweimal zum Opfer - erst im März 1944 in der Silberburgstraße, dann im September 1944 in der neubezogenen Relenbergstraße. Die Schwestern suchten in den ländlichen Gebieten Arbeit und Unterkunft.

Nach Kriegsende wurde die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Göppingen vertraglich fixiert – zunächst für das Bezirkskrankenhaus in Geislingen, die heutige Helfenstein Klinik der ALB FILS KLINIKEN. Die Württembergische Schwesternschaft stellte für den gesamten Pflegebetrieb die erforderlichen Schwestern. Konkret sicherte der Gestellungsvertrag von Juli 1945 dem Krankenhaus Geislingen eine Oberschwester, 38 Schwestern sowie zwei Fachschwestern zu. Diese waren für eine Durchschnittsbelegung von 230 Betten zuständig.

In der auf Tuberkulose spezialisierten Heilanstalt in Kuchberg verantworteten Rotkreuzschwestern ab 1948 den gesamten Pflegedienst. Ab 1950 unterstützen die Schwestern vertraglich festgehalten den Bau 3 des alten Kreiskrankenhauses Göppingen und waren in der Geburtshilfe und Frauenklinik tätig. Ab 1955 unterlag der gesamte Pflegebetrieb des Kreiskrankenhauses Göppingen, der heutigen Klinik am Eichert, den Rotkreuzschwestern. Diese lösten die bis dahin leitenden Diakonissen ab.

In einem Briefwechsel des Landratsamts Göppingen und der damals amtierenden Oberin Regine Köhler im Oktober 1955 heißt es:

„Herr Direktor Rau hat mir aber über den würdigen Verlauf der Abschiedsfeier für die Diakonissen und der Begrüßung der DRK-Schwestern berichtet. Die Übernahme des Dienstes ist ordnungsgemäß und völlig reibungslos verlaufen und wir dürfen heute schon feststellen, dass die von Ihnen zugewiesenen Kräfte ihrer Aufgabe voll gewachsen sind und sie zweifelslos zur vollen Zufriedenheit der Verwaltung, der Ärzte und der Patienten ausüben werden.“

Weiterhin wird das gute Verhältnis des Landratsamts Göppingen mit den Rotkreuzschwestern betont: „Ich darf der Hoffnung Ausdruck geben, dass sich unsere künftigen Beziehungen gleich angenehm und vertrauensvoll gestalten, wie das schon bisher in allen 3 Häusern (Göppingen, Geislingen und Kuchberg) gewesen ist.“

1955 stellte die Württembergische Schwesternschaft dem Kreiskrankenhaus Göppingen insgesamt 161 Schwestern bzw. Auszubildende: eine Oberin, zwei Oberschwestern, 11 Fachschwestern, 132 Pflegeschwestern sowie 15 Lernschwestern.

Dass die heutigen ALB FILS KLINIKEN schon immer eng mit den Stuttgarter Rotkreuzschwestern verbunden waren, sieht man auch an der Geschichte der Oberinnen. Von insgesamt zehn Vorsitzenden der Rotkreuzschwesternschaft wirkten zwei während ihrer aktiven Schwesternzeit im Landkreis Göppingen. So arbeitete Kläre Finkbeiner ab 1950 als Oberschwester im Kreiskrankenhaus Geislingen. Sie leitete die Geschicke der Schwesternschaft von 1968 bis 1978. Und auch die amtierende Oberin Susanne Scheck begann Ihre Laufbahn in den ALB FILS KLINIKEN.

Heute sind rund 480 Rotkreuzschwestern und Auszubildende an beiden Standorten der ALB FILS KLINIKEN tätig. Somit stellt die Württembergische Schwesternschaft vom Roten Kreuz auch nach 80 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit noch rund zwei Drittel des Pflegedienstes beider Häuser.

„80 Jahre ununterbrochene Zusammenarbeit – eine solche Kontinuität entsteht nur durch großes Vertrauen und gegenseitigen Respekt. Das gelingt mit der Württembergischen Schwesternschaft des Roten Kreuzes in Göppingen und Geislingen ganz hervorragend und dafür haben wir gemeinsam gesorgt“, sagt Wolfgang Schmid, Kaufmännischer Geschäftsführer der ALB FILS KLINIKEN.

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