(openPR) ULM – Grund zum Feiern für die insgesamt 54 jungen Menschen mit besonderem Teilhabebedarf, die im Regionalen Ausbildungszentrum (RAZ) und in der Max-Gutknecht-Schule (MGS) – beides Einrichtungen der Stiftung Liebenau – einen großen Schritt auf dem Weg ins Arbeitsleben gemacht haben. Sie sind nun reif für eine Lehre oder können als frisch gebackene Fachkräfte gleich in ihrem erlernten Beruf durchstarten. Persönliche Glückwünsche für den erfolgreichen Abschluss von Berufsvorbereitung oder -ausbildung gab es unter anderem von Vertretern der Stadt, der Agentur für Arbeit und der IHK.
Sonnige Perspektiven
Der strahlende Sonnenschein draußen passte ebenso zur Stimmung der diesjährigen Absolventenfeier wie die Musik drinnen in der Aula der „Schillerstraße 15“, Ulms Haus für Bildung, Rehabilitation und Teilhabe. Die Band „Nic Diamond and the mellow tunes“ trug Liedzeilen vor à la „Ich helf‘ Dir schwimmen“. Und auch die Festredner wie Lothar Scherhaufer, von der Agentur für Arbeit Ulm, zogen Vergleiche: Heute lache die Sonne, doch hätten die jungen Menschen bestimmt auch einige graue Tage und „stürmische Zeiten“ durchlebt bis zu ihrem Abschluss – dabei aber immer die nötige Unterstützung erfahren. Nun gelte es, selbstständig zu schwimmen, im Ozean namens Arbeitsmarkt. Dort sei die Lage aber so gut, „dass sie bestens unterkommen können“, versicherte Scherhaufer.
Vorbereitet auf den Berufsstart
Dass gut ausgebildetes Personal händeringend gesucht wird, bestätigte Patrizia Grün: „Die Unternehmen der Region brauchen Sie“, richtete sich die Abteilungsleiterin Ausbildung bei der IHK Ulm an die jungen Fachkräfte. Optimal auf den Berufsstart vorbereitet seien sie jetzt. Nun gelte es aber erst einmal, das Erreichte zu genießen: „Heute stehen Sie im Mittelpunkt – und alle möchten gerne mit Ihnen feiern.“
Bürgermeisterin Mann gratuliert persönlich
Bürgermeisterin Iris Mann gehörte ebenfalls zu den Gratulanten. Sie überbrachte Grüße der Stadt Ulm und lobte die jungen Frauen und Männer: „Ihr habt durchgehalten, und das ist gar nicht so selbstverständlich.“ Und ihre Berufe, ob als Bäckerfachwerker, Verkaufshelfer im Bäckerhandwerk oder Fachpraktiker Küche, werde man „auf jeden Fall noch lange brauchen“.
Ausbildung als wichtige Grundlage
Wie wichtig eine abgeschlossene Ausbildung ist, betonte auch Herbert Lüdtke, Geschäftsführer des Liebenau Berufsbildungswerks, zu dem RAZ und MGS gehören. Er zitierte in seinem Grußwort einen Spruch von Archimedes: „Gebt mir einen Hebel, der lang genug, und einen Angelpunkt, der stark genug ist, dann kann ich die Welt mit einer Hand bewegen.“ Und mit einer Ausbildung, so Lüdtke, habe man einen solchen Hebel an der Hand und eine sehr gute Grundlage fürs weitere Leben im Beruf und in der Gesellschaft geschaffen.
Abschied mit einem weinenden Auge
„Ihr habt nun den Abschluss – ihr seid nun Gesellen“, gaben mehrere Jugendliche ihren scheidenden Mitschülerinnen und-schülern in Anlehnung an Queens „We will rock you“ trommelnd und singend mit auf den Weg, während sich die beiden Absolventinnen Yvonne Osswald und Katrin Wiest mit einem lachenden, aber auch einem weinenden Auge in einer emotionalen Rede aus der „Schillerstraße 15“ verabschiedeten. Nach abschließenden Segensworten, durch MGS-Konrektorin Sibylle Porske, ging die Entlassfeier dann auf Einladung von RAZ-Einrichtungsleiterin Birgit Simon und Schulleiter Roland Groner zum gemeinsamen Imbiss im hauseigenen Restaurant weiter.
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Weitere Infos zu den Angeboten der Stiftung Liebenau im Aufgabenbereich Bildung finden Sie unter www.stiftung-liebenau.de/bildung.
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