(openPR) (MW) Der Rollsammler, zum Einsammeln von Fallobst, erlebt in den letzten Jahren ein Come-Back. Eigentlich schon im viktorianischen England erfunden und dort von Hofgärtnern eingesetzt, war er über lange Zeit kaum mehr bekannt. Dies änderte sich 2016 mit einem Fernseh-Werbespot der Firma Gardena, die zu dieser Zeit Ihren neuen Rollsammler aus Kunststoff auf den Markt brachte. Die Nachfrage nach diesem erstaunlichen Gerät stieg – und damit auch das Angebot an Rollsammlern zum auflesen von Fallobst. Zeit sich einen Überblick zu verschaffen!
Wenn auch fast vergessen - ganz verschwunden war der klassische Rollsammler selbstverständlich bis 2016 nie. In Italien wurden Rollsammler z.b. von Walnussbauern professionell zur Ernte der Baumfrüchte eingesetzt. Daraus entwickelten sich Modelle wie der „Roll-In“, der südlich der Alpen quasi zum Synonym für Rollsammler wurde. In Deutschland stellte die Firma Feucht ihren „Rollblitz“ her und in England, dem Mutterland aller Rollsammler wird ein Rollsammler unter dem Namen „Pickuptheapples“ nach altem Vorbild hergestellt. All diesen Rollsammlern gemein ist, dass sie aus langlebigem, meist verzinktem Metall hergestellt werden. Außerdem verwenden sie zur Schnell-Entleerung des vollen Sammelkorbes einen Spreizhaken. Die seit 2016 neu aufgelegten Modelle, wie der Gardena Fallobstsammler, werden hingegen zumeist aus Kunststoffe gefertigt. Dies ist seit hundert Jahren eine der wesentlichsten Neuerungen.
Obstsammler aus Plastik oder Metall?
Wesentlichstes Unterscheidungsmerkmal aller Modelle ist das Material der Rollsammler.
Der „Upp“ z.B. sowie der Gardena Rollsammler werden aus Kunststoff hergestellt. Die andren bekannteren Modelle verwenden überwiegend Metall-Teile. Eine Besonderheit des Gardena Rollsammlers ist außerdem, das er seitlich ein Entleerungsloch hat, wodurch der Rollsammler je nach Obstsorte i.d.R. manchmal nur zur Hälfte gefüllt werden kann. Der wohl neuere Upp (obwohl aus Kunststoff und auf den ersten Blick ähnlich aussehend wie der Gardena) verzichtet hierauf und verwendet wie alle anderen auch, den klassischen Spreizbügel zum Schnell-Entleeren der Früchte.
Die Modelle „Rollblitz“ und „Pickuptheapples“ sind aus Metall und orientieren sich damit am klassichen Vorbild. Ebenso der „YERD Roll-In“, wobei diesem Gerät im Laufe der Entwicklung eine Kunststoff-Radnabe hinzu kam, die per Klicksystem den Austausch von Speichen erlaubt. Während sich die Plastikspeichen neuerer Rollsammler kaum dauerhaft verbiegen lassen, stellte man beim harten Einsatz der Walnussbauern fest, dass dies bei Metallspeichen nach längerer Zeit und vor allem bei unsachgemäßer Behandlung oder Gewalteinwirkung ein Problem am Federdraht darstellen kann. Bei dem überwiegend für Profis entwickelten Roll-In sind somit alle Teile, wie Speichen Bügel oder die Radnabe selbst, austauschbar.
Eine Rollsammler-Größe für alle Obstsorten?
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal aller aktuellen Fallobstsammler ist die Speichenweite. Zum Verständnis: Der Rollsammler rollt über einen runden Gegenstand. Durch die Form dieses runden Objektes (in der Regel Fallobst) werden die Speichen leicht auseinander gedrückt und das runde Obst kommt leicht ins Innere des Korbes. Auf der nach außen gebogenen Innenseite des Sammel-Korbes werden die Speichen durch das Obst jedoch nicht wieder auseinander gedrückt . Einmal drin kommt der runde Gegenstand somit also nicht mehr heraus. Unrat wie Laub, Gras etc. sammelt ein Rollsammler übrigens nicht, da es nicht rund ist. Ebenso Steine, wenn sie nicht eine bestimmte Form und Größe haben.
Um nun eine Eichel, eine Haselnuss oder Walnuss auf diese Art einzusammeln, benötigt es idealerweise eine andere Öffnungsbreite der Speichen, als z.B. bei einem großen Apfel. Prinzipiell kann man das zwar mit einer mittleren Standard-Weite machen. Aber besser und schneller geht es, wenn die „Obstfalle“ zur Obstgröße passt. Deshalb bieten alle klassischen Hersteller mit Metallspeichen 3 verschiedene Korbgrößen an. Der Upp, aus Kunststoff, ist in 2 Größen verfügbar. Lediglich der Gardena Rollsammler verzichtet auf diese Unterschiede und bietet aktuell nur einen All-In-One Midsize-Korb an.
Welches Rollsammler-Konzept ist besser oder schlechter?
Eine tabellarische Übersicht der Eigenschaften, einiger der aktuell bekanntesten Rollsammler finden Sie unter folgender Adresse https://yerd.de/Rollsammler-Vergleich-Unterschiede-der-verbeitetsten-Rollsammler
Ob und in wie weit das eine oder andere Konzept Vor- oder Nachteile bringt kann man nur im Einzelfall entscheiden. Wer mehrere „Fallobst-Sorten“ im Garten stehen hat, der kann auf eine All-In One Größe zurückgreifen. Wer nur eine Sorte (z.B. Äpfel) oder ähnlich große Fruchtarten hat, sollte aber durchaus zu einer speziell für diese Obstart ausgelegte Größe greifen, den das Sammeln sehr großer und sehr kleiner Früchte läuft hier problemloser. Wer jedoch den Rollsammler im harten gewerblichen Einsatz nutzen möchte, für den ist möglicherweise ein Metallsammler die richtige Wahl. Hier kann es auch wichtig sein, den Rollsammler leicht und ohne technische Kenntnisse reparieren und warten zu können.
Es ist wie so oft im Leben: Was für den einen passt, passt für den anderen nicht. Lediglich bei einem Punkt sind aber alle Besitzer der derzeit meist verkauften Rollsammler laut Kunden-Bewertungen einig: Auf einen Rollsammler verzichten mag man beim Einsammeln von Fallobst nicht mehr! Und 100 Jahre in Vergessenheit gerät die geniale Idee nun bestimmt auch nicht wieder.

















