(openPR) • Rückläufige Baugenehmigungszahlen in München und Landkreisen, langfristig aber auf hohem Niveau
• Bevölkerungswachstum setzt Trend aus 2018 fort
• Leergefegter Büromarkt, starke Arbeitsmarktdaten
München, 1. Juli 2019. Der Immobilienmarkt München befindet sich Mr. Lodge zufolge weiterhin in einer gesunden Verfassung. Robuste Arbeitsmarktdaten und das zunehmende Bevölkerungswachstum stützen das bei Wohn- und Gewerbeimmobilien erreichte Preisniveau. Das geht aus dem aktuellen Marktbericht hervor, den das Münchner Immobilienunternehmen regelmäßig veröffentlicht. „Die Herausforderungen zeichnen sich bei den Baugenehmigungen sowie bei der Entwicklung am Büromarkt ab, wo kaum noch Fluktuation stattfindet“, erklärt Norbert Verbücheln, Geschäftsführer bei Mr. Lodge. Das Unternehmen ist Marktführer für möbliertes Wohnen auf Zeit und als Immobilienmakler tätig.
München wächst: Rund 12.500 Neumünchner für 2019 erwartet
Nach einem Jahr des Bevölkerungsrückgangs stieg 2018 die Gesamtbevölkerung in München um 16.155 auf 1.542.211 Einwohner. Ein ähnlich starkes Signal zeichnet sich für 2019 ab. Zwischen Januar und Mai wuchs München um 5.226 Personen auf 1.547.437. Auf das gesamte Jahr 2019 hochgerechnet, wächst die Stadt um weitere 12.500 Einwohner. „Das Bevölkerungswachstum sichert den Immobilienmarkt zusätzlich ab“, erklärt Verbücheln.
Robuster Münchner Arbeitsmarkt
Zugpferd der Entwicklung bleibt der Münchner Arbeitsmarkt, der sich weiterhin stabil präsentiert. Die Arbeitslosigkeit lag im Mai 2019 mit 3,4 Prozent (29.836) unter dem Vorjahresmonat (3,7 Prozent). Die Zahl der offenen Stellen (10.377 Gesamtbestand) liegt geringfügig unter dem Wert des Vorjahres. „Der Fachkräftemangel durchzieht alle Branchen. Firmen setzen deshalb immer mehr auch auf Expats und projektbezogene Fachkräfte, was die Nachfrage nach möblierten Wohnungen auf Zeit hochhält”, sagt Verbücheln.
Baugenehmigungen: Minus 29% in München
In den ersten vier Monaten 2019 wurden deutlich weniger Wohnungen in München und einigen Landkreisen genehmigt. Für die Stadt setzt sich mit 28,9 Prozent ein Negativtrend fort, der 2018 bereits mit einem Rückgang von 7,7 Prozent begann. In der Langfristbetrachtung ist die Genehmigungsquote dennoch weiterhin hoch. „Die Zahlen für München relativieren sich etwas, berücksichtigt man das überdurchschnittlich starke Jahr 2017, in dem München um 38 Prozent bei den Genehmigungszahlen zulegte. Die Stadt bewilligte 2018 knapp 11.000 Wohnungen, der Landkreis München rund 2.200 und Freising steigerte sich mit mehr als 1.400 Wohnungen um gut 50 Prozent gegenüber 2017”, sagt Verbücheln. Laut Marktbericht wurden damit 2018 in den betrachteten Landkreisen der Region München sowie der Stadt München insgesamt nur ein Prozent weniger Baugenehmigungen erteilt als 2017.
Zu wenig Neubau trotz hoher Bewilligungen
Der Abbau des Bauüberhangs kann den Wohnungsmarkt entspannen. Er lag in der Stadt München Ende 2017 bei 25.525 Einheiten. Das Problem liegt Verbücheln zufolge bei den vollen Auftragsbüchern der Handwerks- und Baubetriebe. „Es ist davon auszugehen, dass der enorme Bauüberhang in München und Umgebung im vergangenen Jahr noch einmal zugenommen hat. Das ist die Kehrseite des Baubooms. Es gibt schlichtweg zu wenige Handwerker, die den Bedarf an Bauleistungen stemmen können.”
Büromarkt München Q1 2019: schwächere Tendenz
Die geringe Leerstandsquote ist weiter gefallen und tendiert in der Innenstadt gegen Null. „Von einer Fluktuationsreserve ist München bereits weit entfernt. Die starke Konjunktur hält die Nachfrage nach Büroflächen aber weiterhin hoch”, erklärt Verbücheln. Nach den Worten des Experten haben es Unternehmen selbst in Umlandgemeinden schwer, größere Büroflächen zu bekommen. Im ersten Quartal 2019 wurden rund 17 Prozent weniger Fläche vermietet. „Generell ist der Prozentsatz der Vorvermietungen sehr hoch. Das heißt: Flächen werden teils bis zu drei bis vier Jahre vor Verfügbarkeit gemietet. Teils sind die vermieteten Büroflächen noch nicht im Bau.”
Weitere Informationen zum Marktbericht finden sich unter: http://bit.ly/Marktbericht_06-2019












