(openPR) Der aus Kamerun stammende Autor und Coach Dantse Dantse beschäftigt sich in seinen über 120 Büchern, die er alle auf Deutsch geschrieben hat, unter anderem mit dem Thema Migration aus Afrika und den Ursachen dafür. Insbesondere in zwei Büchern beschreiben er und ein von ihm verlegter, ebenfalls afrikanischer Autor sehr deutlich, was es mit diesem komplexen Thema auf sich hat:
"Reggae Love: wenn die Liebe weint - Drei weiße Frauen, ein schwarzer Mann", von Dantse Dantse
Und:
"Tschinku im Gastland: Meine Heimat - deine Heimat", von Constant Kpao Saré
In dem Buch Reggae Love wird die Geschichte eines afrikanischen Mannes erzählt, der unbedingt nach Europa, ins angebliche Paradies, möchte. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit. Johnny Walker, wie der Mann, die Hauptfigur genannt wird, ist ein studierter und gebildeter Mann Anfang 30. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Douala in Kamerun. Schon seit vielen Jahren träumt er davon, nach Europa auszuwandern und dort große Projekte zu realisieren, erfolgreich zu sein. Seine dutzenden Versuche, ein Visum zu erlangen, sind gescheitert. Aber sein Traum von einem Leben in Europa ist größer als die Niederlagen, die er mit dem Erlangen des Visums hatte. Also entwickelt er einen genauen, perfiden Plan, um sein Ziel zu erreichen: er will eine weiße Frau, Mrs. Visa, finden und mit ihrer Hilfe nach Europa gelangen. Sie soll ihm die nötigen Papiere bringen. Er zieht alleine aus Douala, wo er wohnt, weg und lässt seine Frau und Kinder zurück. In der kleinen Hafenstadt Kribi im Süden Kameruns fängt er an, in einem Hotel zu arbeiten uny versucht ohne jegliche, moralische Grenze und skrupellos seinen Plan umzusetzen. So fängt er eine sehr intensive, kurze Affäre mit einer jungen Deutschen an, in der beide ihre geheimsten, sexuellen Fantasien ausleben. Im Laufe der Zeit tauchen jedoch zwei weitere Frauen auf, was das Ganze noch komplizierter für Johnny macht. Alle drei Frauen lieben ihn und am Ende muss er sich für eine der drei Frauen entscheiden...
Dieser Roman zeigt, was Menschen in Afrika und anderen Teilen der Welt bereit sind zu tun, um nach Europa zu gelangen. Je mehr Europa die Tür verschließt, je höher wir die Mauer bauen, desto erfinderischer und schlauer werden die Ideen der Menschen, um hierhin zu gelangen. Jeder kennt mittlerweile die Fälle, in denen ein afrikanischer Mann einer europäischen Frau Liebe vorgespielt hat, nur um sein Ziel "Europa" zu erreichen. Aber dieser Fall ist anders und übertriftt alles, was der normale Mensch sich vorstellen kann!
Der Autor schreibt dabei so authentisch und anschaulich, dass man zwischendurch das Gefühl hat, sich selbst in Kamerun zu befinden. Man taucht regelrecht ein in eine besondere, andere Kultur und lernt ihre zahlreichen, hilfreichen Lebensweisheiten und ihre Leichtigkeit des Lebens kennen. So kann man Afrika entdecken ohne tatsächlich dorthin reisen zu müssen.
Der aus dem Benin stammende Autor Constant Kpao Saré erzählt in seinem kürzlich erschienenen Buch "Tschinku im Gastland" die Geschichte von zwei Afrikanern - Barka und die seit der Schule befreundet sind und nach der Schule zusammen nach Deutschland gehen, um zu studieren. Nach dem Studium geht Barka zurück nach Afrika und gründet dort eine Familie, Tschinku bleibt in Deutschland und gründet ebenfalls eine Familie. Barka arbeitet sich in Afrika bis zum Minister hoch und ist einige Jahre später auf Geschäftsreise in Deutschland. Auf dieser Reise trifft er seinen alten Schul- und Studienfreund Tschinku wieder und die beiden beginnen eine lebhafte Unterhaltung über ihre jeweilige Heimat. Denn Barka kann nur Afrika seine Heimat nennen, für Tschinku ist Deutschland seine neue Heimat. Die beiden beginnen einen sehr intensiven Briefwechsel, in dem sie sich über ihre jeweilige Heimat austauschen. Themen wie Ausländerfeindlichkeit, Solidarität oder Individualismus in der Gesellschaft, Armut, Gewalt, Terror, Perspektivlosigkeit uvm. werden zwischen den beiden sehr genau besprochen und jeder versucht, die soziale Lage in der Heimat des Anderen zu analysieren und zu beurteilen. Der Autor selbst sagt über sein Werk:
"Ich glaube, dass die Leser (nicht nur Menschen mit Migrationshintergrund) auch verstehen wollen, warum die Welt immer bunter wird. Bis zum Ende der Erzählung versucht der Leser, in der Argumentation der Hauptfigur Tschinku herauszufinden, ob und warum er sich für seine neue Heimat entscheidet. Gleichzeitig erfährt er einiges über die afrikanischen Realitäten."
Das Buch plädiert dafür, das Wort "Heimat" neu zu definieren. Denn die Heimat ist dort, wo man sich wohl fühlt. Warum entscheidet sich Tschinku für Deutschland..?











