(openPR) Weltmarkt für Telekom-Operator Software
Frankfurt am Main, 04. Februar 2003
Trotz der derzeitigen Krise in der Telekommunikationsindustrie bietet die Branche immer noch Potenzial für die Anbieter von spezieller Software für Netzbetreiber, so die Unternehmensberatung Frost & Sullivan in einer neuen Analyse. Für Softwarelizenzen, Outsourcing und Dienstleistungen zahlten die Telekommunikationsunternehmen im letzten Jahr weltweit mehr als 18 Milliarden US-Dollar an Softwareunternehmen. Rechnet man die In-house entwickelten Lösungen, die Betriebskosten und die Systemintegration hinzu, so beliefen sich die Gesamtaufwendungen sogar auf ungefähr 100 Milliarden US-Dollar.
Die ökonomischen Rückschläge der letzten Zeit haben selbstverständlich auch vor den Softwareanbietern nicht halt gemacht. Budgets wurden auf Seiten der Netzbetreiber (Operator) immer wieder gekürzt und Aufträge verschoben. Das Gebot der Stunde scheint zu sein, aus wenig mehr zu machen. Die Softwarefirmen müssen für die Operator das Wunder vollbringen, mittels verbesserten Lösungen höhere Profitabilität bei sinkenden Budgets zu erreichen. Am besten dienen hierfür neue oder verbesserte Dienste, wie Voicemail, Rufnummernerkennung oder Video-on-Demand, dank derer die Operator höhere Umsätze mit ihren Kunden machen können.
Wachstum ab 2004
Die Umsatzaussichten für das laufende Jahr werden mit einem Rückgang von ungefähr drei Prozent gegenüber dem Vorjahr prognostiziert. Mehr als die Hälfte dieser Umsätze werden in Nordamerika erwirtschaftet, knapp ein Drittel in Europa und ungefähr 15 Prozent im asiatisch-pazifischen Raum. An dieser Verteilung soll sich laut Frost & Sullivan Prognose auch in den nächsten Jahren - außer leichten Verschiebungen von Nordamerika nach Asien - wenig verändern. Ab 2004 ist wieder mit Wachstum zu rechnen, das ab 2006 zweistellig wird. Für das Ende des Prognosezeitraums im Jahr 2007 erwarten die Analysten einen weltweiten Umsatz von immerhin knapp 25 Milliarden US-Dollar.
Billing-Software bringt größten Umsatz
Wichtigstes Teilsegment ist die Billing-Software, mit einem Umsatzanteil von 32 Prozent im letzten Jahr. Gerade in diesem Bereich ist die Outsourcingrate besonders hoch und die Verträge haben üblicherweise eine lange Laufzeit. Mit knapp 29 Prozent liegt das Segment ‚Service Fulfillment‘ an zweiter Stelle. Dies ist verständlich, da diese Softwarelösungen dazu dienen, die Telekommunikationsdienstleistungen mittels der eingesetzten Hardware überhaupt an den Endkunden bringen zu können. Ohne derartige Lösungen haben die Operator keine Produkte und damit auch keine Einnahmen. Drittstärkster Bereich sind sogenannte ‚Service Assurance‘ Lösungen (17 Prozent), die eingesetzt werden , um die Qualität der angebotenen Telekommunikationsdienste zu garantieren und zu verbessern. Der restliche Umsatz verteilt sich auf die Segmente Customer Relationship Management (CRM-) Software (13 Prozent), Network Meditation Lösungen (fünf Prozent) - die der Interaktion von Einzelkomponenten und der Automatisierung von Abläufen dienen - und Sicherheitslösungen (vier Prozent).
Als Strategieempfehlung in Zeiten knapper Budgets rät Frost & Sullivan den Softwareunternehmen, verstärkt Outsourcing Lösungen anzubieten. Dies entlastet die Operator, da keine größeren Einmalzahlungen anfallen. Die Softwareunternehmen können hierdurch ihren Kundenstamm erweitern und sich langfristige Einnahmequellen erschließen.n
Titel der Analyse:
Global Demand Analysis for Carrier Software Solutions (Report 6737)
Preis der Analyse: Euro 4.500,--
Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan beobachtet ständig eine Reihe wichtiger Hightech-Branchen und befragt diese auf neue Markttrends, Kennzahlen und Unternehmensstrategien.
Frost & Sullivan wurde 1961 in New York gegründet und ist heute als internationale Unternehmensberatung auf den Geschäftsfeldern Marktforschung und Marketingberatung aktiv.
Mit rund 750 Mitarbeitern liefert Frost & Sullivan seinen Kunden in allen Hochtechnologiebranchen wichtige Daten für strategische Entscheidungen. Seminare, Konferenzen und Managementtrainings ergänzen das Angebot.
Frost & Sullivan verfügt über europäische Büros in London, Paris und Frankfurt sowie über eigene Forschungszentren in Kalifornien, London und Singapur.
Weitere Informationen:
Stefan Gerhardt
Public Relations Manager
Frost & Sullivan
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Weltmarkt für Telekom-Operator Software
Umsatzprognose bis 2007
Angaben in Milliarden US-Dollar
Quelle: Frost & Sullivan Report 6737 (02/03)
Jahr
Umsätze
(in Milliarden
US-Dollar)
Umsatzwachstumsrate
(in Prozent)
2002
18,02
--
2003
17,47
-3,1
2004
17,73
1,5
2005
19,10
7,7
2006
21,57
12,9
2007







