(openPR) Wenn Ramon Llull heute leben würde, wäre er der reichste Mann der Welt. Der unermüdliche Weltverbesserer, der für Frieden, Völkerverständigung und Kulturaustausch einstand, der von seinen Visionen nicht nur redete, sondern sie auch in die Tat umsetze, wäre heute genauso ein Idol wie Steve Jobs. Er legte bereits im 13. Jahrhundert den Grundstein für den Computer, schrieb mehr als 260 Bücher, sondern machte auch die Katalanische Sprache, die heute immerhin mehr als 13 Millionen Menschen sprechen, salonreif.
Ramon Llull ist so etwas wie ein Friedensguru, der in Europa für Moderne, Innovation und Kommunikation steht. Er hat viele Sprachen gesprochen und verstanden und konnte sich überall verständigen. Damit wären seine Ansichten nicht nur bei Staatoberhäuptern und dem Papst, sondern auch an vielen Universitäten gefragt.
So einen Mann brauchen wir in unserer heutigen Zeit. Wir brauchen eine neue Bewegung mit neuen Werten. Genau das hat sich die Künstlerin Beate Mack auf ihre Fahnen geschrieben. „Respekt, Mitgefühl und Dialog“ heißt das Kunstprojekt mit dem sie den alten Mallorquiner in die heutige Zeit importiert.
Heute ist, durch die Digitalisierung, unsere Welt gewissermaßen entzaubert.
Wir haben von mehr Demokratie geträumt und Facebook bekommen. Wir wollen uns
selbst verwirklichen und stellen fest, dass wir auf einen Datensatz reduziert werden.
Es reicht uns heute nicht mehr erfolgreich und produktiv zu sein, wir wollen ein
schönes, Sinn erfülltes, sinnliches Leben führen. Wir hoffen insgeheim, dass das, was
ist, nämlich künstliche Intelligenz und Automatisierung, nicht alles ein kann. Deshalb ist es
wieder Zeit für eine romantische Revolution.
Wo sonst, als auf Mallorca auf dem Berg Randa, kann diese Bewegung beginnen?
Jetzt gibt es aus aktuellem Anlass eine Limited Edition (25 €) und Postkarten, die nach dem Motto „Kunst für Alle“ in der MArt Galeria in Felanitx und bald im Museumsshop auf dem heiligen Berg bei Randa sowie in einigen Shops rund um die Kathedrale zu haben sind.
Über Ramon Llull
Ramon Llulls Leben spielte sich zwischen Mallorca, dem spanischen Festland, Barcelona, den westlichen und dem östlichen Mittelmeer ab und somit auch entlang der Schnittstellen der christlichen, muslemischen und jüdischen Kultur. Er zählt zu den grossen Gründungsvätern der europäischen Kultur. Dass Europa für Moderne und Innovation steht, basiert auch wesentlich auf dem Werk Ramon Llulls. Er erfand drehbare Papierscheiben mit denen man Begriffsbeziehungen formalisieren konnte. Man könnte sie als einen Art Papiercomputer bezeichnen. Die sogenannte „Ars Combinatoria“, die Ramon Llull begründete hat Gottfried Wilhelm Leibniz und später Konrad Zuse dazu angeregt, ein binäres Zahlensystem zu entwickeln, dass auf Nullen und Einsen beruht. Heute verwenden wir diese binären Zahlensysteme ständig. Sie sind die Grundlage eines jeden Computers. Lull inspirierte nicht nur den technischen Fortschritt. Auch zahlreiche Künstler wurden über Jahrhunderte von ihm beeinflusst: Antoni Tàpies, Arnold Schoenberg und Anselm Kiefer oder Philipp Goldbach und David Link.
Universal Mallorquiner
Mit 31 erlebte Ramon Llull eine Vision, die sein Leben veränderte. Er gab alles auf: Familie, Amt und Vermögen, blieb Laie und zog sich zum Privatstudium zurück. Seit seiner Bekehrung 1263 rang er darum, die Herausforderung der Religionsvielfalt intellektuell anzunehmen. Er wollte «das beste Buch der Welt gegen die Irrtümer der Ungläubigen» schreiben.
Muslime kannte er aus nächster Nähe, er stellte fest, dass sie länger lebten, er erlernte sogar arabisch und stellte fest, dass sie länger lebten als Christen, weil sie weniger Süßigkeiten assen und keinen Alkohol trinken. Ein intellektueller Austausch zwischen Muslimen, Juden und Christen respektvoll, verständnisvoll und ganz ohne Gewalt ist seine Vision. Er geht auf Missionsreisen nach Tunis; er diskutiert mit Gelehrten. Er grübelte, er studierte, aber die zeitgenössische Wissenschaft bot ihm wenig Hilfe. „Das Wissen, das wir brauchen, ist noch nicht vorhanden!“ Das war der Ausgangspunkt seiner intellektuellen Revolution. Llull bezeichnet diese Entdeckung als eine Art religiöse Offenbarung, die ihn auf dem Berg Randa bei Llucmajor, auf Mallorca ereilte. Es ging um ein neues rationales Verfahren, um eine neue Wissenschaft, eine neue Logik, eine neue Philosophie, eben um die «Llullsche Kunst».
Er dachte die Realität insgesamt als Einheit. Für die Verständigung der Religionen bedeutete das: Jede Eigenschaft Gottes sei vereinbar mit dem Islam und dem Judentum. „Wir dürfen Gott nicht denken, als herrsche er über der Welt. Um die höchstmögliche Einheit zu erreicht, musste Gott sich mit dem Menschen vereinigen.“
Llull schrieb etwa 280 Bücher in arabischer, in katalanischer und in lateinischer Sprache, wovon etwa 240 Bücher erhalten sind. Das ist ein enormes Pensum auch heute noch. Er soll als 84-Jähriger in Nordafrika gesteinigt worden und auf einem Schiff gestorben sein. Auch heute noch spürt man sein Wirken auf Mallorca ganz besonders. Hier ist Multikulti mit über 150 Nationen seit vielen Jahrhunderten gelebte Realität.
Beate Mack hat aktuell zwei laufende Ausstellungen auf Mallorca und zwar in der renommierten HMH Galeria in Port‘d Andratx mit ihren „Gottesteilchen“ und mit „Déjà Vu“ bei Ramrath & Partner, Llucmajor. Hier werden neben Brigitte Bardot, Rafa Nadal, dem Dalai Lama und Ramon Llull auch das derzeit teuerste Bild von Mallorca präsentiert.
Infos: beatemack.de










