(openPR) Vermeintlicher Raser kracht am Bahnhof Gaggenau in Taxi
Taxi parkte am Taxistandplatz in Gaggenau und erlitt einen Totalschaden.
Gaggenau - Es war kurz vor Weihnachten, am Abend des 22. Dezember 2013, als ein langjähriger Mitarbeiter von Taxi-Holl am Bahnhof in Gaggenau stand und auf Kundschaft wartete. Er stand auf dem Bürgersteig neben dem Taxistandplatz seiner dort geparkten Taxe, und vertrat sich die Beine. Plötzlich, ohne Vorwarnung und mit voller Wucht wurde der wartende Taxifahrer auf dem Bürgersteig von einem Motorrad erfasst und auf die Treppenstufen vor dem Bahnhofsgebäude geschleudert.
Auslöser der Tragödie war, dass ein jugendlicher Motorradfahrer sich anscheinend im Internet für ein Motorradrennen in der August-Schneider-Straße in Gaggenau verabredet hatte und dabei über sein Motorrad die Kontrolle verlor und so auf den Bürgersteig kam und den Taxifahrer erfasste.
Erschwerend kam hinzu, dass das Kraftrad zum Unfallzeitpunkt nicht verkehrssicher war und der junge Motorradfahrer über keine entsprechende Fahrerlaubnis verfügte.
Heute leidet der betroffene Taxifahrer immer noch an den Spätfolgen seines Verkehrsunfalles und ist seit diesem schicksalhaften Tag im Dezember 2013 arbeitsunfähig und mittlerweile auf Hartz IV angewiesen.
Doch die Rennserie in der Gaggenau Innenstadt nahm nicht ab, nur die eingesetzten Fahrzeuge wurden immer leistungsstärker und lauter. Am 18. Oktober 2018 berichtete der SWR in der Landesschau Baden-Württemberg über die Auto Poser Scene in Gaggenau und auch hier stand wieder der Bahnhofsvorplatz mit seinem Taxistandplatz im Mittelpunkt der Geschehnisse.
Fünf Jahre nach dem tragischen Unfall bei Taxi-Holl war Sebastian Holl, Fachkraft für Arbeitssicherheit bei der Holl AG, geschockt, als er die Videos aus der Unfallkamera eines seiner Fahrzeuge auswertete.
Das Fahrzeug, aus dem das Video stammte, stand am Samstag morgen um 3:30 Uhr am Bahnhof in Gaggenau und wartete auf neue Aufträge von der Taxizentrale. Da es zu diesem Zeitpunkt sehr ruhig war, setzte sich der Fahrer zu seinem Kollegen in das Taxi, das hinter seiner Taxe geparkt war.
Um 3:46 Uhr sahen beide Taxifahrer Lichter aus der Richtung Theodor-Bergmann-Straße auf sich zukommen. Doch plötzlich verlor der heranfahrende PKW-Lenker - wahrscheinlich auf Grund nicht angepasster Geschwindigkeit - die Kontrolle über sein Fahrzeug und krachte vorne links auf das Taxi von Taxi-Holl und schob dieses über den Bürgersteig auf das Bahnhofsgebäude.
Ob die erlaubte Höchstgeschwindigkeit in Höhe von 20 km/h in diese Bereich von dem Unfallverursacher dabei eingehalten wurde ist fraglich.
An beiden Fahrzeuge entstand erheblicher Schaden und diese mussten abgeschleppt werden.
Dies weckt traurige Erinnerung bei Sebastian Holl. "Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn auch dieses Mal wieder der Taxifahrer neben seinem Auto auf dem Bürgersteig gestanden hätte!"
Auch Dirk Holl, Vorstand der Holl AG, kann nur den Kopf schütteln. "Ich war schon selbst oft im Stadtzentrum unterwegs und verstehe die Beschwerden der Anwohner im betroffenen Gebiet. Gerade an den Sommerabenden leiden diese unter den jugendlichen Rasern, die sich mit ihren leistungsstarken Fahrzeugen Beschleunigungsrennen liefern.
Das Unfallbeschädigte Taxi wurde in der Nacht noch auf den Betriebshof von Taxi-Holl geschleppt und wartet dort auf einen Gutachter. Es scheint aller Vorrausicht nach Totalschaden eingetreten zu sein und fällt bis zur Ersatzbeschaffung komplette aus.
Taxi-Holl möchte aufgrund des Vorfalls erneut den Dialog mit der Stadtverwaltung suchen. Vielleicht kann Taxi-Holl die verantwortlichen der Stadt Gaggenau jetzt davon überzeugen, sogenannte Temposchwellen auf der August-Schneider-Straße, im Kreuzungsbereich der Bahnhofsstraße, anzubringen, gleichermaßen in Höhe des Krazy Kanguruh. Als Synergieeffekt würde diese Maßnahme den Schulbusverkehr vor dem Bahnhof Gaggenau sicherer machen.
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Foto des verunfallten Taxis
Foto-Download: https://www.holl.ag?wpdmdl=176&ind=1552844000658
Video aus der Unfallkammer der verunfallten Taxe
Video-Download: https://www.holl.ag?wpdmdl=176&ind=1552821425707
Bericht des SWR in der Landesschau Baden-Württemberg: Wiederstand gegen die Autoposer von Gaggenau
SWR-Website: https://www.swr.de/landesschau-bw/wiederstand-gege-die-autoposer-von-gaggenau/-/id=122182/did=22673896/nid=122182/1l8usfl/index.html
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Unfallkameras in Taxen
Der Bundesgerichtshof hatte 2018 über die Zulässigkeit von Dashcams als Beweismittel entschieden. Demnach sind Dashcams sowie Unfallkameras als Beweismittel in einem Zivilverfahren zulässig.
Die Holl AG setzt in ihren Fahrzeugen ausschließlich datenschutzkonforme Umfallkameras der Firma EAS-Surveillance GmbH (www.unfallkamera.de) ein. So löschen diese speziellen Unfallkameras immer nach 30 Sekunden ihren Videoinhalt. Nur wenn es zu einem Ereignis kommt, der durch einen G-Sensor festgestellt wird, speichert die Unfallkammer eine Sequenz von maximal 15 Sekunden vor dem Ereignis und 15 Sekunden nach dem Ereignis auf einer SD-Karte. Die SD-Karte ist dabei verschlüsselt und es wird ein spezieller Schlüssel benötigt um diese entnehmen und auswerten zu können.











