openPR Recherche & Suche
Presseinformation

DMEA 2019 - Künstliche Intelligenz als medizinische Entscheidungshilfe

28.02.201910:31 UhrGesundheit & Medizin
Bild: DMEA 2019 - Künstliche Intelligenz als medizinische Entscheidungshilfe
Mit KI-basierten Anwendungen Gesundheitsdaten besser verstehen und nutzen. (Bildquelle: © Fraunhofer IGD)
Mit KI-basierten Anwendungen Gesundheitsdaten besser verstehen und nutzen. (Bildquelle: © Fraunhofer IGD)

(openPR) Gesundheitsdaten vernetzen, analysieren und für Vorhersagen nutzen
------------------------------

Intelligente Algorithmen unterstützen Ärzte im Hintergrund - zeitsparend, objektiv und ohne zusätzlichen Bedienaufwand. Automatisierte Anomalieerkennung, intelligente Kohortenanlyse und virtuelle Biopsie - das Fraunhofer IGD präsentiert seine KI-basierten Lösungen für die Gesundheitsbranche auf der Medizinmesse DMEA im April.



Die Stärke der künstlichen Intelligenz (KI) liegt darin, Muster in komplexen, schwer überschaubaren Datenmengen zu entdecken und gesundheitsbezogene Vorhersagen zu treffen. In der Industrie bereits als Predictive Maintenance etabliert, hält die Anomalieerkennung nun auch in der Medizin Einzug. Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD stellt auf der Gesundheitsmesse DMEA Anfang April in Berlin Data@Hand, ein cloudbasiertes Analysetool vor, das in Gesundheits- und Prozessdaten mittels KI Abweichungen vom Idealzustand untersucht.

Anomalieerkennung dank selbstlernender Algorithmen
Machine-Learning-Modelle werden darauf trainiert, den gesunden Zustand eines Menschen zu erfassen. Patientendaten werden dabei in Echtzeit verarbeitet. Am Beispiel der Vitaldatenaufzeichnung einer Smartwatch analysiert Data@Hand die Datenströme und leitet diese mitsamt den erkannten Anomalien an die visuelle Assistenzanwendung weiter. Ärztinnen und Ärzte werden damit auf die besonders auffälligen Werte hingewiesen und können ihre medizinische Diagnose auf einer leicht zugänglichen Datenbasis treffen. Die Wissenschaftler des Fraunhofer IGD zeigen, wie aus einer reinen Datensammlung durch die intelligente Analyse mit Data@Hand und der Visualisierung kritischer Zustände ein echter Mehrwert generiert wird. Erkenntnisse aus dem Predictive-Analytics-Ansatz finden direkte Anwendung auf Behandlungspläne und Prognosen für Behandlungserfolge. Data@Hand arbeitet dabei in der Cloud komplett im Hintergrund und erfordert von den Anwendern keine Bedienkompetenz oder das Einarbeiten in ein neues System. Als Referenzimplementierung arbeitet es vorgelagert zu vorhandenen Schnittstellen oder visuellen Systemen wie dem Fraunhofer IGD-eigenen Health@Hand.

Medizinische Erkenntnisse durch Kohortenanalysen
Die datenbasierte Medizin bezieht eine wachsende Menge an Informationen über Krankheitsverläufe und Patienten in die Entscheidungsfindung mit ein. Je mehr Vergleichsdaten unterschiedlicher Patienten und Krankheitsfälle zur Verfügung stehen, umso genauer kann die Analyse eines einzelnen Falls stattfinden - auf dieser Grundannahme basiert die visuelle Kohortenanalyse, eine weitere Technologie des Fraunhofer IGD, die auf der DMEA präsentiert wird. Das Softwaretool fasst Daten von Menschen mit ähnlichen Krankheitsbildern, -verläufen oder Eigenschaften wie Alter oder Geschlecht zu speziellen Kohorten zusammen. Diese untersucht es auf signifikante Zusammenhänge und identifiziert klinisch relevante Hypothesen unter Einbindung von KI - im Hintergrund ablaufend und in Sekundenschnelle.

KI ermöglicht virtuelle Biopsien
Auch bei der Auswertung medizinischer Bilddaten kann künstliche Intelligenz unterstützen. Dreidimensionale Bilddaten wie MRT oder CT geben Auskunft über Gestalt und Lage von Körperstrukturen und Tumoren. Die manuelle Auswertung der Bilder ist extrem aufwendig und zeitintensiv. Eine spezielle Software aus dem Fraunhofer IGD unterstützt Mediziner bei der Analyse und erstellt darüber hinaus automatisiert eine virtuelle Biopsie. Dafür lokalisiert und markiert das Softwaretool den Tumor, stellt ihn dreidimensional dar und analysiert die Daten. Die Bilder liefern damit Informationen, die man sonst nur über eine Biopsie gewinnen könnte.

Digitales Patientenmodell
Damit die Vorteile von KI und ihrer Auswertungen voll genutzt werden, ist die Bündelung aller vorliegenden Informationen eines Patienten unabdingbar. Ende 2018 startete ein Fraunhofer-Leitprojekt unter der Koordination des Fraunhofer IGD mit dem Ziel, ein ganzheitliches digitales Patientenmodell zu schaffen. Dieses fokussiert sowohl auf die Verbesserung für die Behandlung von Einzelpersonen als auch auf einen intelligenteren Einsatz von Gesundheitsausgaben. Vision der Forschenden ist, medizinische Daten entlang der gesamten Behandlungskette von der Vorsorge über Diagnose und Therapie bis hin zur Nachsorge mit einem Klick zur Verfügung zu stellen. Wichtiger Forschungsaspekt bei dem Leitprojekt, bei dem sieben Forschungsinstitute ihre wissenschaftliche Exzellenz und interdisziplinäre Kompetenz einbringen, ist die Entwicklung neuer Methoden des Maschinellen Lernens.

Fraunhofer IGD auf der DMEA (ehemals conhIT)
- Berlin, 9.-11. April 2019
- Halle 2.2, Stand E 109

Weiterführende Informationen:

- www.igd.fraunhofer.de/veranstaltungen/dmea-2019-ehemals-conhit (https://www.igd.fraunhofer.de/veranstaltungen/dmea-2019-ehemals-conhit)
- www.igd.fraunhofer.de/institut/mission-vision/vision/individuelle-gesundheit (https://www.igd.fraunhofer.de/institut/mission-vision/vision/individuelle-gesundheit)
- www.igd.fraunhofer.de/projekte/med2icin (http://www.igd.fraunhofer.de/projekte/med2icin)




------------------------------

Pressekontakt:

Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Frau Daniela Welling
Fraunhoferstraße 5
64283 Darmstadt

fon ..: +49 6151 155-146
web ..: https://www.igd.fraunhofer.de
email : E-Mail

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1039778
 761

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „DMEA 2019 - Künstliche Intelligenz als medizinische Entscheidungshilfe“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD

Bild: Jugend forscht: Nachwuchstalente überzeugen mit innovativen Projekten in DarmstadtBild: Jugend forscht: Nachwuchstalente überzeugen mit innovativen Projekten in Darmstadt
Jugend forscht: Nachwuchstalente überzeugen mit innovativen Projekten in Darmstadt
MINT-Förderung am Fraunhofer IGD Von nachhaltigen Materialien bis zur Galaxienforschung: Beim Jugend-forscht-Regionalwettbewerb Hessen Süd zeigten 57 Teilnehmende eindrucksvoll ihren Ideenreichtum. Große Begeisterung, kreative Ideen und beeindruckende Forschungsleistungen prägten den diesjährigen Jugend-forscht-Regionalwettbewerb Hessen Süd, der gemeinsam von den Fraunhofer-Instituten in Darmstadt ausgerichtet wurde. Insgesamt präsentierten 57 junge Forscherinnen und Forscher ihre 29 Projekte der Öffentlichkeit und einer Fachjury. Die Teil…
Bild: Fraunhofer IGD präsentiert auf der Formnext neueste Entwicklungen für realistischen und effizienten 3D-DruckBild: Fraunhofer IGD präsentiert auf der Formnext neueste Entwicklungen für realistischen und effizienten 3D-Druck
Fraunhofer IGD präsentiert auf der Formnext neueste Entwicklungen für realistischen und effizienten 3D-Druck
Virtuell prüfen, real perfektionieren: Fraunhofer IGD zeigt Cuttlefish®::Proof und biomimetisches 3D-Denture Auf der Formnext 2025 präsentiert das Fraunhofer IGD zwei technologische Neuheiten für den industriellen 3D-Druck: die weiterentwickelte Software Cuttlefish® mit dem neuen Modul Cuttlefish®::Proof, das erstmals eine physikalisch akkurate Vorschau des Druckergebnisses ermöglicht, sowie ein im Multimaterial-3D-Druck hergestelltes monolithisches Zahnmodell, welches die natürliche Schichtstruktur von Zähnen nachbildet. Auf der internatio…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Soziale Arbeit in der digitalen WeltBild: Soziale Arbeit in der digitalen Welt
Soziale Arbeit in der digitalen Welt
… über das Thema „iFrames für Daseinsvorsorge: Wie Kommunen und Start-ups gemeinsam Licht in den Pflege-Dschungel bringen können“. Und unter dem Titel „KI mit Herz – Wie Künstliche Intelligenz in der Pflege helfen kann“ sprechen Nina Zuber vom Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation und Cornelia Röper am 18. Juni, von 10.30 bis 11 Uhr …
Bild: DMEA 2024 - Fraunhofer IGD: Persönlicher Gesundheitsassistent am ArbeitsplatzBild: DMEA 2024 - Fraunhofer IGD: Persönlicher Gesundheitsassistent am Arbeitsplatz
DMEA 2024 - Fraunhofer IGD: Persönlicher Gesundheitsassistent am Arbeitsplatz
… Folge. Um dem entgegenzuwirken, entwickelten die Forschenden des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD die CareCam - eine Software, die mit Hilfe von Bilddaten und Künstlicher Intelligenz (KI) Nutzende warnt, wenn der Stresslevel steigt. Auf der DMEA in Berlin präsentiert das Fraunhofer IGD jetzt zusammen mit dem Industriepartner Deep …
Bild: Fraunhofer-Software CareCam - Gesundheitstipps vom eigenen ComputerBild: Fraunhofer-Software CareCam - Gesundheitstipps vom eigenen Computer
Fraunhofer-Software CareCam - Gesundheitstipps vom eigenen Computer
… extra angeschafft werden. Dimitri Krafts Lösung dagegen basiert auf dem Gerät, vor dem viele Menschen mit einer Bürotätigkeit ohnehin während des Arbeitens sitzen. Durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz lernt die Software ihre Nutzerin oder ihren Nutzer kennen und stimmt ihre Vorschläge für Bewegungspausen oder andere Maßnahmen auf sie oder ihn ab. In …
Bild: Lymphknoten per Ultraschall charakterisieren und bösartige Veränderungen zuverlässig diagnostizierenBild: Lymphknoten per Ultraschall charakterisieren und bösartige Veränderungen zuverlässig diagnostizieren
Lymphknoten per Ultraschall charakterisieren und bösartige Veränderungen zuverlässig diagnostizieren
… und Mediziner an der Uniklinik Düsseldorf. Hier werden jährlich mehr als 3750 Ultraschalluntersuchungen von Hals-Lymphknoten durchgeführt. "Mit ECHOMICS wird eine zusätzliche Entscheidungshilfe bei der Diagnostik von Lymphknoten geschaffen, die eine erhöhte diagnostische Sicherheit für Ärztinnen und Ärzte sowie Patientinnen und Patienten schafft", sagt …
Bild: Fraunhofer IGD - Thrombosen früher erkennen und Pflegekräfte entlastenBild: Fraunhofer IGD - Thrombosen früher erkennen und Pflegekräfte entlasten
Fraunhofer IGD - Thrombosen früher erkennen und Pflegekräfte entlasten
… Soft- und Hardwaresysteme, entwickeln Prototypen und realisieren und implementieren visuell-interaktive Systeme. Schwerpunkte sind Mensch-Maschine-Interaktion, Virtual und Augmented Reality, künstliche Intelligenz, interaktive Simulation, Modellbildung sowie 3D-Druck und 3D-Scanning. Das Fraunhofer IGD betreibt seit 1987 Spitzenforschung und begleitet …
Bild: Anwendungsbeispiele: Wie künstliche Intelligenz Ihre Geschäftsprozesse optimiertBild: Anwendungsbeispiele: Wie künstliche Intelligenz Ihre Geschäftsprozesse optimiert
Anwendungsbeispiele: Wie künstliche Intelligenz Ihre Geschäftsprozesse optimiert
Was anfangs, wie Science-Fiction klingt, wird immer mehr zur Realität. Unser alltägliches Leben ist von einfacher künstlicher Intelligenz umgeben, teilweise kaum auffällig. ------------------------------ Sie können einer einfachen Form der künstlichen Intelligenz begegnen, wenn Sie sich beim Verfassen einer Textnachricht vertippen. Damit ist die Autokorrektur …
Bild: Fraunhofer auf der DMEA - Fraunhofer zeigt digitale Gesundheitsversorgung von morgenBild: Fraunhofer auf der DMEA - Fraunhofer zeigt digitale Gesundheitsversorgung von morgen
Fraunhofer auf der DMEA - Fraunhofer zeigt digitale Gesundheitsversorgung von morgen
… Zugriffskontrollen bei Cloud-Lösungen sinnvoll gestaltet werden. Zielgerichtete Visualisierungen von Datenschutzinformationen unterstützen ebenso wie ein digitales Patientenmodell als datengestützte Entscheidungshilfe. Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT hat eine lange Tradition in der Unterstützung des Gesundheitswesens durch IT. Im …
Bild: Cybersicherheit in der Medizin - Patientendaten sicher nutzenBild: Cybersicherheit in der Medizin - Patientendaten sicher nutzen
Cybersicherheit in der Medizin - Patientendaten sicher nutzen
… digitales Patientenmodell, das dem medizinischen Fachpersonal nicht nur alle wichtigen Daten auf einen Blick verfügbar macht, sondern gleichzeitig eine umfangreiche, datengestützte Entscheidungshilfe gibt. "Die strenge Beachtung von Sicherheitsaspekten ist bei Projekten wie MeDiTwin unabdingbar", sagt Prof. Kohlhammer. Dem kommt ATHENE im Bereich der …
Bild: Fraunhofer auf der DMEA: Mit KI das Gesundheitssystem zukunftsfähig gestaltenBild: Fraunhofer auf der DMEA: Mit KI das Gesundheitssystem zukunftsfähig gestalten
Fraunhofer auf der DMEA: Mit KI das Gesundheitssystem zukunftsfähig gestalten
… optimal vernetzen - all das ermöglicht die zunehmende Digitalisierung des Gesundheitswesens. Expertinnen und Experten der Fraunhofer-Gesellschaft entwickeln dazu auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Systeme, die effektiv und datenschutzkonform eingesetzt werden können. Ihre Forschungsergebnisse präsentieren neun Fraunhofer-Einheiten vom 9. bis …
Bild: DMEA 2024 - Fraunhofer IGD zeigt Lösungen zur medizinischen EntscheidungsunterstützungBild: DMEA 2024 - Fraunhofer IGD zeigt Lösungen zur medizinischen Entscheidungsunterstützung
DMEA 2024 - Fraunhofer IGD zeigt Lösungen zur medizinischen Entscheidungsunterstützung
… Soft- und Hardwaresysteme, entwickeln Prototypen und realisieren und implementieren visuell-interaktive Systeme. Schwerpunkte sind Mensch-Maschine-Interaktion, Virtual und Augmented Reality, künstliche Intelligenz, interaktive Simulation, Modellbildung sowie 3D-Druck und 3D-Scanning. Das Fraunhofer IGD betreibt seit 1987 Spitzenforschung und begleitet …
Sie lesen gerade: DMEA 2019 - Künstliche Intelligenz als medizinische Entscheidungshilfe