(openPR) Oma wurde vor kurzem 65 und eine liebe Enkelin wie ich möchte sich für all die Liebe und Aufmerksamkeit nicht nur mit kleinen Hilfen im Haushalt sondern auch mal mit einem echten Geschenk bedanken. Bei meinem Nebenschulverdienst in einer nicht genannt werden wollenden Fast-food-Kette spielt der Preis des Geschenks eine untergeordnete Rolle und so wagte ich mich in das bekannteste Buchgeschäft Neubrandenburgs. Ich wusste auch schon was ich wollte, denn Oma (hoffentlich wird sie das nie lesen) hat eine Märchenbuchtick. Solange ich denken kann habe ich zu jedem Geburtstag und zu Weihnachten ein Märchenbuch erhalten. Dabei hat sie das entsprechende Buch immer zweimal gekauft. Eins für mich und eins für sich. Ich habe jetzt 28 Märchenbücher aus 9 Ländern und sie wird wohl noch einige mehr besitzen. Wenn ich da nur an „Die Kinder – und Hausmärchen der Brüder Grimm“ denke, die sie wohl in acht verschiedenen Ausgaben besitzt. Aus einem hat sie mir immer vorgelesen ohne das ich es vor meinem 16. Geburtstag einmal selber in die Hand nehmen durfte. Und das lag, das habe ich jetzt erst begriffen an dem Erscheinungsjahr vor 1960 und der Illustration von Professor Lea Grundig.
Ich fand im Buchladen sehr schnell einige schön gestaltete Bücher und hab wohl sehr lange davor gestanden und überlegt welches ich denn wohl nehmen würde. Und als ich mich gerade für Schottische Volksmärchen entscheiden wollte bot mir ein freundlicher Verkäufer seine Hilfe an. Auf seine Fragen FÜR WEN und WARUM gab ich bereitwillig Antwort und er führte mich in eine andere Ecke des Geschäfts. Märchen von Hans Christian Andersen in Scherenbildern von Käthe Reine hielt er mir vor die Nase. Auf den ersten Blick war ich nicht begeistert. Als er mir aber erklärte wer Käthe Reine war und das es sich bei dem Buch um ein Reprint mit Copyright 1926 by Volksvereins-Verlag GmbH, M.Gladbach handele griff ich sofort zu ohne schon irgendwelche Folgen zu übersehen. Der Preis von knapp 18 Euro ging in Ordnung und Oma war nach der Übergabe sofort aus dem Häuschen. Sie drückte mich öfter als sonst und als ihre Geburtstagsparty vor dem Abendessen stand ergriff sie extra wegen mir das Wort und bedankte sich vor allen Leuten für diese Geschenk bei mir. Ich kam mir irgendwie ein wenig doof vor, denn schließlich hatte ja jeder etwas geschenkt. Der Gipfel ihres Dankes ereilte mich dann am nächsten Tag. Nachdem sie eine Nacht mit dem Buch auf dem Nachtschrank geschlafen hatte beschloss sie als Gegenleistung meinen Führerschein zu finanzieren. Ihr braucht jetzt nicht meiner Oma das Buch noch mal schenken , denn die unterstützt nur mich. Aber denk doch mal an euren Lieben, denn Weihnachten steht ja vor der Tür. Eure Else Eselsohr empfiehlt euch:
Märchen v. H.-Ch. Andersen in Scherenbildern v. K. Reine, Reprint
[ISBN 3-937669-34-5]
Dieser hochwertige Reprint erschien zum Andersen-Gedenkjahr 2005. Aufwendig reproduziert ist das 1925/26 erstmals erschienen Werk ein Muss für Andersen-Liebhaber wie für Scherenschnittfans. Originale der im Buch verwendeten Scherenschnitte von Käthe Reine befinden sich in Privatbesitz. Mit diesen Arbeiten stellte sich die Künstlerin in die erste Reihe der erfolgreichsten Märchenillustratoren auf dem Gebiet des Scherenschnittes.
Cover: Hardcover
Format: B 23,5 cm x H 16,5 cm
Gewicht: 0,36 kg
Auflage: 1. Auflage
erschienen: Juni 05
www.verlag-steffen.de
Steffen GmbH Verlag und Druck Mühlenstraße 72 17098 Friedland













