openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Bundesgesundheitsministerium ignoriert erneut Reha-Sektor

15.01.201912:48 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Als die Bundesregierung kurz vor Jahreswechsel das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) beschloss, hatten 38.000 Reha-Pflegekräfte das Nachsehen: Sie wurden von den Vergünstigungen des PpSG ausgeschlossen. Jetzt hat Spahn ein neues Gesetzespaket vorgelegt. Profitieren sollen insbesondere die Heilberufe des deutschen Gesundheitssystems wie Physiotherapeuten/innen, Ergotherapeuten/innen und Logopäden. Erneut nicht berücksichtigt: die Angestellten der Rehakliniken im Land.



Köln, 15.01.2019: Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen reagiert die Reha-Branche alarmiert auf ein Gesetz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Dieser hatte am 05.12.2018 ein Gesetzespaket vorgelegt, wie die Patientenversorgung mit Heilmitteln zu stärken und die Arbeitsbedingungen in den Heilberufen zu verbessern sei.

Gesetzesentwurf bedroht Reha-Branche
„Wir begrüßen die Verbesserung von Arbeitsentgelt und Arbeitsbedingungen für die Therapeuten in den ambulanten Praxen ausdrücklich. Aber warum tut Herr Spahn schon wieder nichts für das qualifizierte Personal in deutschen Reha-Kliniken? Hier arbeitet doch ein Großteil der Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden! Deren Gehalt bleibt wieder durch die Grundlohnsumme gedeckelt“, ärgert sich Dr. Ursula Becker, geschäftsführende Gesellschafterin der Dr. Becker Klinikgruppe. Für sie und andere Rehaklinik-Betreiber sei dies ein echtes Problem. „Wenn Therapeutengehälter in ambulanten Praxen politisch gewollt massiv steigen, müssen wir befürchten, gehaltlich nicht mehr attraktiv für unsere Mitarbeiter zu sein. Da es insbesondere in der Physiotherapie schon seit einigen Jahren zu Fachkräfteengpässen kommt, bedroht jetzt auch dieser Gesetzesentwurf – wie schon das PpSG – die Reha-Branche massiv“, so Becker.

Weg in die Reha für Patienten/innen vereinfachen
Gemeinsam mit anderen Rehaklinik-Betreibern fordert Ursula Becker deshalb ausdrücklich den Wegfall der Grundlohnsummenbindung als maximale Obergrenze für Verhandlungen mit den Krankenkassen ab dem 01.01.2019. Eine weitere Forderung der Branchenexperten/innen bezieht sich auf die Umsetzung des Wunsch- und Wahlrechts der Patienten/innen. Es sei dringend überfällig, ihnen den Weg in die Reha zu vereinfachen. Wie bei Heilmitteln auch, müsse künftig eine ärztliche Verordnung ausreichen, um eine Reha bewilligt zu bekommen. Der Bewilligungsvorbehalt solle ersatzlos entfallen.

„Spahns Aktivitäten werden zu einer Gefahr für Rehabilitationskliniken“
„Der Volkswirtschaft bleiben durch die medizinische Rehabilitation jährlich über 150.000 Arbeitskräfte erhalten, die ohne die Maßnahmen aus dem Arbeitsleben frühzeitig ausscheiden würden. Es kann doch in niemandes Interesse liegen, diesen Effekt durch bürokratische Hürden zu verhindern“, argumentiert Becker. Mit ihrem Auftrag, die Menschen wieder am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen, spare die Reha-Branche den deutschen Pflege- und Sozialkassen schätzungsweise 1 Mrd. Euro pro Jahr. Angesichts dieser Zahlen ist es für Dr. Ursula Becker vollkommen unverständlich, wieso der Reha-Sektor in den aktuellen Gesetzesreformen nun schon zum zweiten Mal ignoriert wird. „Die Aktivitäten des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn werden mehr denn je zu einer Gefahr für die Existenz der Rehabilitationskliniken – und damit des gesamten deutschen Gesundheitssystems. Da muss dringend eine Kurskorrektur erfolgen!“
Die Reha-Branche gilt neben der Akutversorgung und der Altenpflege als dritte große Säule des deutschen Gesundheitssystems. Über 1.000.000 Patienten/innen werden pro Jahr in 1.150 Rehakliniken nach Operationen, Schlaganfall oder aufgrund chronischer oder psychosomatischer Erkrankungen versorgt.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1033411
 620

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Bundesgesundheitsministerium ignoriert erneut Reha-Sektor“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Dr. Becker Klinikgruppe

In die Zukunft geschleust
In die Zukunft geschleust
Um Mitarbeiter/innen und Patienten/innen in Corona-Zeiten noch besser zu schützen, hat die Dr. Becker Klinik Norddeich ein Pilotprojekt mit dem Hygieneexperten CWS und der Sicherheitstechnik-Firma Emdion gestartet. Seit dieser Woche misst ein „Hygiene-Checkpoint“ am Eingang der Klinik alle Besucher/innen auf erhöhte Temperatur, um Symptome auszuschließen und so einer Wiederverbreitung des Corona-Virus vorzubeugen. Norddeich, 01.09.2020. Wer in diesen Tagen die Dr. Becker Klinik Norddeich betreten möchte, fühlt sich der Zukunft einen Schritt …
Ausgezeichnete Expertise: Chefarzt des Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen ist jetzt Professor
Ausgezeichnete Expertise: Chefarzt des Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen ist jetzt Professor
Die Universität Duisburg-Essen hat PD Dr. Tobias Leniger, Chefarzt des Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen, zum Professor ernannt. Grund dafür sind wissenschaftliche Untersuchungen zu einem selbstentwickelten neurologischen Rehabilitationskonzept mit dem Nachweis einer Nachhaltigkeit für die Rehabilitanden/innen. Bad Essen, 25.08.2020: Nachdem das Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen (NZN) im letzten Jahr sein 10-jähriges Bestehen feierte, folgen nun die nächsten Meilensteine in der Geschichte der jungen Rehaklinik. So soll im September d…

Das könnte Sie auch interessieren:

direct/ Insolvenzen auf dem Reha-Markt / 10. Deutscher IIR-Reha-Kongress, 13. bis 14. März 2008, München
direct/ Insolvenzen auf dem Reha-Markt / 10. Deutscher IIR-Reha-Kongress, 13. bis 14. März 2008, München
München/Sulzbach(Ts.), 13. Dezember 2007 - Der Reha-Sektor steht vor einer Marktbereinigung: Wie der "Reha Rating Report 2007" ermittelte, sind 26 Prozent der Reha-Kliniken in den kommenden Jahren von Insolvenz bedroht und 24 Prozent schon heute verschuldet. Die Lage sei damit deutlich schlechter als im Krankenhaus- und Pflegebereich. "Unter den gegenwärtigen …
Bild: Viele ältere Krankenhaus-Patienten kommen zu früh in die RehaBild: Viele ältere Krankenhaus-Patienten kommen zu früh in die Reha
Viele ältere Krankenhaus-Patienten kommen zu früh in die Reha
DRG-basierte Abrechnung Grund für vorzeitige Überweisungen „Viele ältere Patienten kommen frisch nach einer Operation in die Reha. In einem Zustand, in dem die Rehabilitationsfähigkeit noch nicht gegeben ist. Das ist ein Problem, mit dem wir sehr zu kämpfen haben“, sagte Dr. Michael Rückert, Ltd. Direktor der Stiftung Bürgerspital zum Hl. Geist, im Gespräch mit TM sozial. Die Ursache dafür sei die veränderte Kostenstruktur im Krankenhauswesen. Seit 2004 werden Krankenhausleistungen nach dem so genannten DRG-System (Diagnosis Related Groups…
Phantomdebatte um „Überschüsse“ der Krankenkassen
Phantomdebatte um „Überschüsse“ der Krankenkassen
… Rehabilitationsmaßnahmen wird deutlich, dass hier finanzielle ´Überschüsse´ auf Kosten des realen Leistungsbedarfs ´angespart´ werden“, so der Geschäftsführer. Anfang des Monats hatte das Bundesgesundheitsministerium mitgeteilt, dass die Reserven der gesetzlichen Krankenkassen im ersten Halbjahr 2012 um 2,7 Milliarden Euro gewachsen sind und sich inzwischen …
Bild: Begrenzter Immunschutz nach Impfung: RKI und Bundesgesundheitsminister waren seit Dezember 2020 informiertBild: Begrenzter Immunschutz nach Impfung: RKI und Bundesgesundheitsminister waren seit Dezember 2020 informiert
Begrenzter Immunschutz nach Impfung: RKI und Bundesgesundheitsminister waren seit Dezember 2020 informiert
Das Bundesgesundheitsministerium und das Robert-Koch-Institut wussten bereits im Dezember vergangenen Jahres von einer lediglich begrenzten Wirkdauer des Impfschutzes, haben diese Tatsache aber offenbar nicht oder nicht ausreichend kommuniziert. Das geht aus Recherchen des Websenders Radio Farbenspiel hervor.Bei einer virtuellen Fragerunde mit Ärztinnen …
Reha rentiert sich – für den Einzelnen und die Sozialkassen
Reha rentiert sich – für den Einzelnen und die Sozialkassen
… qualitätsgesicherter Rehabilitation Über Ausgabendeckelung wird seit Jahren versucht, die steigenden Kosten unseres hochentwickelten Gesundheitssystems zu dämpfen. Im Reha-Sektor, wo unsere alternde Gesellschaft zunehmend Versorgungsleistungen benötigt, erscheinen die Sparbemühungen besonders ausgeprägt. Während die Gesundheitsausgaben zwischen 1995 …
Bild: Der Bayerische Tag der Telemedizin geht in die 2. RundeBild: Der Bayerische Tag der Telemedizin geht in die 2. Runde
Der Bayerische Tag der Telemedizin geht in die 2. Runde
… Dr. med. Wolfgang Krombholz (Kassenärztliche Vereinigung Bayern), Siegfried Hasenbein (Bayerische Krankenhausgesellschaft e. V.), Nino Mangiapane (Bundesgesundheitsministerium), Susanne Mauersberg (Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.) die konkreten Chancen hinsichtlich eines transparenten und patientenorientierten Gesundheitswesens diskutieren. Den …
Bild: Hochschule Weserbergland lädt zur Antrittsvorlesung von Prof. Razik über den Wandel im GesundheitswesenBild: Hochschule Weserbergland lädt zur Antrittsvorlesung von Prof. Razik über den Wandel im Gesundheitswesen
Hochschule Weserbergland lädt zur Antrittsvorlesung von Prof. Razik über den Wandel im Gesundheitswesen
Am Donnerstag, 10. November findet um 17:30 Uhr in der Hochschule Weserbergland (HSW) die öffentliche Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Stefan Razik statt. Die etwa einstündige Vorlesung des Professors für Gesundheitsmanagement und Controlling beschäftigt sich mit dem deutschen Gesundheitswesen. Alle Interessierten sind herzlich zu diesem Vortrag mit dem Titel „Der Wandel im deutschen Gesundheitswesen: Erfolgsfaktoren für den stationären Sektor aus betriebswirtschaftlicher Sicht“ eingeladen und werden gebeten, sich zuvor telefonisch unter 05151…
Rehabilitation: Stärkung der Gesundheit im 21.Jahrhundert
Rehabilitation: Stärkung der Gesundheit im 21.Jahrhundert
Die medizinische Rehabilitation wird an Bedeutung gewinnen. Davon sind die Reha-Experten auf dem 28.Reha-Kolloquium im Frühjahr in Berlin überzeugt. Mit neuen Projekten soll ausgelotet werden, wie die Rehabilitanden in Zukunft passgenauer unterstützt und dazu Leistungen aus unterschiedlichen Sektoren stärker vernetzt werden können. BERLIN. „Die medizinische Rehabilitation ist die zentrale Gesundheitsstrategie für das 21.Jahrhundert,“ sagt Professor Dr. Christoph Gutenbrunner. Der Chefarzt von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sieh…
Reha-Kliniken im Land gefährdet
Reha-Kliniken im Land gefährdet
… politischen Austausch in das Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen gekommen – und unterstützen die Klinikleitung in ihren Forderungen an das Bundesgesundheitsministerium. Bad Essen, 19.12.2018. Am Freitag empfing Philipp Herzog, Verwaltungsdirektor des Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen fünf Abgeordnete der CDU-Landtagsfraktion in der neurologischen …
Bessere ärztliche Versorgungsstrukturen in Sicht - Gesetzentwurf vom Bundeskabinett beschlossen
Bessere ärztliche Versorgungsstrukturen in Sicht - Gesetzentwurf vom Bundeskabinett beschlossen
… den Kassenärztlichen Vereinigungen in überversorgten Regionen unter bestimmten Voraussetzungen ein Vorkaufsrecht für vakante Arztpraxen eingeräumt werden. Als unrechtmäßig schätzt das Bundesgesundheitsministerium die Ablehnung von Kunden ein, die ein höheres Gesundheitsrisiko aufweisen. Das GKV-Gesetz soll dafür sorgen, dass die Aufsichtsbehörden in …
Sie lesen gerade: Bundesgesundheitsministerium ignoriert erneut Reha-Sektor