(openPR) Jetzt, wo die Tage kühler und feuchter werden, ist bei den meisten schon eine Erkältung vorprogrammiert. In besonders schlimmen Fällen hat man sich mit dem Grippevirus infiziert. Dagegen könnte man sich theoretisch impfen lassen. Doch immer wieder stellt sich die Frage: Was nützt eine Grippe-Impfung?
Befürworter einer Impfung gegen Grippe sehen die Notwendigkeit dafür vor allem bei folgenden Personengruppen: Menschen, die älter sind als 60 Jahre sowie Menschen, deren Immunsystem geschwächt oder noch gar nicht ausgereift ist, wie etwa bei kleinen Kindern. Denn aufgrund ihrer geringen Abwehrfähigkeit scheiden sie das Influenzavirus für lange Zeit in hoher Konzentration aus und sind damit die Hauptinfektionsquelle schlechthin. Deswegen empfiehlt Dr. Günter Gerhardt, Kinder gegen Influenza, also Grippe, zu impfen. Nähere und weitere Informationen zum Thema Impfungen im Kindesalter sollten sie einfach mit Ihrem Kinderarzt besprechen. Eine Grippeimpfung trainiert das Immunsystem. Die Erkrankung soll ganz verhindert oder zumindest abgeschwächt werden. Doch der Immunschutz hält nur begrenzte Zeit vor. Da die Influenza-Viren sich ständig verändern muss eine Schutzimpfung jährlich jeweils an die aktuelle Virenvariante angepasst werden.
Dr. Günter Gerhardt hält generell eine Impfung zunächst einmal für etwas ganz Natürliches. Dem Körper werden abgeschwächte oder abgetötete oder auch nur Bestandteile von Viren und Bakterien zugeführt. Diese haben ihre krank machende Wirkung verloren, sind aber trotzdem in der Lage, den Körper zur Bildung entsprechender Antikörper zu veranlassen. Der Körper reagiert darauf mit denselben Immunmechanismen wie auf einen Kontakt mit natürlicherweise in der Umwelt vorkommenden Bakterien oder Viren.
Nach Meinung von Impfgegnern könne eine Grippeimpfung keine Influenza- Epidemie abwenden, da sie nach amerikanischen Studien im Alter von über 65 Jahren nur zu 30 bis 40 Prozent wirksam sei. Vor allem warnen Impfgegner vor gefährlichen Nebenwirkungen. Schutzimpfungen würden den Organismus schwächen, der Körper würde überempfindlich und reagiere mit Allergien und Krankheiten.
www.RatgeberGesundheit.de ist eine freie Enzyklopädie, die nicht von einer festen, bezahlten Redaktion, sondern von freiwilligen Autoren verfasst wird. Jeder kann mit seinem Wissen beitragen. Gute Autorinnen und Autoren sind stets willkommen. Dr. med. Gerhardt ist Angehöriger der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz und Facharzt für Allgemeinmedizin / Psychotherapie.










