(openPR) Siegen/Olpe. Einmal in der Woche bekommt Familie Markner aus dem Kreis Olpe Besuch von Rita und Jutta, ehrenamtliche Mitarbeiterinnen beim Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Siegen (AKHD). Familie Markner, das sind Mutter Katharina, Hanna, lebensverkürzend erkrankt, ihr Zwillingsbruder Elias und Lotta. Rita und Jutta bringen Zeit mit, um mit den Kindern zu spielen, raus zu gehen, eben einfach etwas zu machen, an dem die Kinder Spaß haben. Auch haben sie ein offenes Ohr für Katharina.
„Katharina, war das schwierig, fremde Menschen ins Haus zu lassen und ihnen die Kinder anzuvertrauen?“ Katharina erzählt, dass bereits der erste Besuch der Koordinatorin in ihrem Zuhause Vertrauen geweckt hat und die Zuversicht, dass die Begleitung eine gute Zeit für alle bedeutet sehr groß war. Wenn Menschen aus dem nahen Umfeld von einer Familie Abstand nehmen, weil die lebensverkürzende Erkrankung eines Kindes sie überfordert, dann ist es besonders wichtig, dass „Fremde“ Unterstützung bieten können. Katharina: “Der AKHD hat mich zu einer Zeit erreicht, als ich als Alleinerziehende mit drei kleinen Kindern oft am Limit war. Er hat mir wieder neue Hoffnung gegeben.“
Rita hat vor Beginn der Begleitung Sorge gehabt ein erkranktes Kind leiden zu sehen. „Beim ersten Besuch sah ich Hanna, die im Rolli am Tisch saß und sehr fröhlich war, die Angst war wie weggeblasen.“ Jutta, eine Begleiterin mit viel Erfahrung im Umgang mit erkrankten Kindern hat sich gefragt, ob sie mit Kindern nonverbal gut kommunizieren kann, „je länger man die Kinder kennt und je genauer man hinsieht, desto besser kann man die Situation einschätzen. Offene Gespräche mit Katharina sind natürlich auch immer wieder hilfreich, so komme ich mit Hanna gut in Kontakt.“
Was bedeutet die Arbeit in der Familie für die Begleiter persönlich? Rita:“ Die Begleitung bereichert mein eigenes Leben! Ich genieße es einige Stunden mit den Kindern zu verbringen und weiß es zu schätzen, dass ich nach Hause fahre und die Sorgen und Nöte der Familie nicht mitnehmen muss.“ Jutta findet die Begleitung erfüllend und fühlt sich immer wieder geerdet. „Das Vertrauen der Familie zu spüren, das Lächeln und Lachen der Kinder ist ein großer Lohn. Unbezahlbar!“
Katharina Markner würde sich wünschen, dass auch andere Familien in den Genuss einer Begleitung kommen: “Ich bin glücklich, weil meine Kinder Zeit bekommen und sich darauf jedes Mal sehr freuen. Ich kann in der Zeit etwas durchatmen und habe, wenn ich es brauche einen guten Gesprächspartner.“
Rita und Jutta sind 2 von 40 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Team des AKHD Siegen. Nach einem ausführlichen Befähigungskurs als Grundlage werden alle Fragen der Begleitung in Praxistreffen aufgegriffen, die Koordinatorinnen stehen immer als Ansprechpartner zur Verfügung und regelmäßige Supervision ist für jeden verpflichtend.
Im Januar beginnt wieder ein neuer Befähigungskurs, in dem es noch Restplätze gibt, für die eine verbindliche Anmeldung erforderlich ist. Bei Interesse an weiteren Infos freut sich der AKHD Siegen über eine Kontaktaufnahme mit der Koordinatorin Frau Adams-Kitz unter mobil 0160 8058262, oder unter Tel. 0271 233 07 57.











