(openPR) Etappe 4
Costa Rica holt sich den ersten Sieg der Rundfahrt.
Ja, der Kommentator brüllt auch unter normalen Umständen ins übers Internet mitreisende Publikum. Sind die Bilder oft ein wenig verschwommen, die Stimme kommt ungehindert durch und rührt die Trommel für den costaricanischen Radsport. Doch auf den letzten 10 km der 4. Etappe war es angebracht, den Lautstärkepegel ein wenig zurück zu kurbeln, denn ein Fahrer aus Costa Rica führte das Rennen an. Nach seinem Angriff im letzten Anstieg vor der Ziel konnte sich Sebastian Moya von der U 23 National Mannschaft aus Costa Rica entscheidend absetzen. Er fuhr bis zu 2 Minuten Vorsprung heraus und wurde am Ziel in Esparza von der Bevölkerung entsprechend gefeiert.
Vorher fuhr lange Zeit eine 18 köpfige Gruppe an der Spitze des Peletons. Die Jungs hatten eine maximalen Vorsprung von 4 Minuten und reichlich Gegenverkehr. Das ganze ist für europäische Verhältnisse ein wenig gewöhnungsbedürftig. Aber in Costa Rica scheint man damit klar zu kommen. Gut, die meisten Fahrzeuge stehen auf der Gegenspur. Aber wen sich die Fahrzeuge und die Fahrer dann ihnen vorbeiquetschen müssen, wird es auch schon mal eng. 10 km vor dem Ende der 139 km langen Etappe kam ein 1 km langer Anstieg. Der hatte knapp 200 Höhenmeter. War also ziemlich heftig. Diesen nutzte Sebastian Moya zum entscheidenden Schlag. Der Russe Vladislav Kulikov wurde dann aus der Verfolgergruppe heraus zweiter. Der Mexikaner Efren Santos vom Team Canel`s musste seine Gesamtführung bei der Vuelta a Costa Rica abgeben. Er hatte zwar verzweifelt versucht die Spitzegruppe wieder einzuholen. Aber es gelang nicht. Am Ende viel er auf Rang 6 zurück. Sein Rückstand beträgt nun 1 Minute 20. Neuer Führender ist der Kolumbianer Diego Fernando Cano Malaver mit 40 Sekunden Vorsprung vor dem Zweiten.













