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Software aus dem Baukasten

29.04.200411:37 UhrIndustrie, Bau & Immobilien

(openPR) Auch Software ist eine Ressource, die sich recyceln lässt. Theoretisch können einmal entwickelte Steuerungsprogramme zumindest in Teilen wiederverwertet werden. Praktisch scheiterte das Recycling bisher an der Komplexität der Programme. Die Lösung liefert ein Software-Entwicklungsbaukasten.



Ein Legoroboter präsentiert die neue Methode komponentenbasierter Softwareentwicklung: Auf der CeBIT in Hannover vom 12. bis 19. März zieht er auf dem Stand der Fraunhofer-Gesellschaft in Halle 11, A 24 seine Kreise und sammelt leise brummend Kugeln ein. Hinter der Präsentation verbirgt sich ein innovatives Konzept, das die Softwareentwicklung in Zukunft einfacher und schneller machen kann.

»Wir zeigen hier, dass Programm-Komponenten, die in sich abgeschlossen sind, immer wieder neu zusammengesetzt werden können«, erklärt Dr. Christian Bunse vom Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE. Der Forscher verschiebt auf dem Bildschirm ein Ikon, das einen Softwarebaustein symbolisiert, und schon folgt der Legoroboter einem neuen Verhaltensmuster: Anstatt weiter stupide und brav im Kreis herumzufahren und einzusammeln, was im Wege liegt, orientiert er sich nun selbstständig,

registriert die Positionen der Kugeln, steuert sie an und sammelt sie auf. »Durch Verschieben eines Bausteins ändert sich das Steuersystem und damit das Verhalten des Roboters«, so Bunse. »Die komponentenbasierte Programmierung erlaubt es, Teilsysteme, die einmal entwickelt wurden, aus dem Kontext herauszulösen und in neue Anwendungen zu integrieren. Gerätehersteller, die ein neues Produkt auf den Markt bringen wollen, können mit dieser Methode bereits vorhandene Steuerungssoftware-Bausteine übernehmen.«

Bisher ließen sich bewährte und funktionstüchtige Komponenten nur mit großem Aufwand aus den fertigen Programmen herausdestillieren. Die Entwickler von Fabrikanlagen, Automotoren, Spülmaschinen oder Robotern mussten daher die Steuerungssoftware jedes Mal neu schreiben. Mit der neuen KobrA-Methode zur Softwareentwicklung - die Abkürzung steht für komponentenbasierte Anwendungsentwicklung -, die die Fraunhofer-Forscher am IESE im Auftrag des Bundesforschungsministeriums erarbeitet haben, können bestehende Komponenten problemlos recycelt werden. »Das eigentlich Neue an der KobrA-Methode ist ein sehr detailliertes Modell, das der Programmierung zugrund liegt, und das künftige Schnittstellen von vorneherein festlegt«, sagt Bunse.

Interessant ist die Baukasten-Software vor allem für Anwender, die Produkte entwickeln, die schnell an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kunden angepasst werden müssen: Abrechnungssysteme beispielsweise, die in verschiedenen europäischen Ländern die jeweils gängigen Kredit- und Bankkarten akzeptieren müssen. Oder Automotoren, die sich nur in wenigen Details vom Vorgängermodell unterscheiden.

Die ersten praktischen Erfahrungen mit der neuen Softwarearchitektur sind ermutigend, berichtet der Fraunhofer-Forscher: Die Umstellung kann schrittweise erfolgen: »Man kann damit anfangen, für die vorhandene Software ein UML-Modell - die Abkürzung steht für Unified Modelling Language - zu entwickeln und dann im Laufe der Zeit immer neue Anwendungstechnologien hinzufügen, bis schließlich eine vollständige komponentenbasierte Produktlinie erreicht ist.«

 

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