(openPR) München, 14.12.2018. Die weltweit erste Staatsverfassung mit einem Artikel zu Künstlicher Intelligenz (KI) wird am 18. Dezember im Münchner Kreativquartier präsentiert. Es ist die Verfassung der litauischen Künstlerrepublik Užupis, die Außenminister Thomas Chepaitis gemeinsam mit dem humanoiden Roboter ROBOY enthüllen wird. Die Verfassung soll eine Brücke zwischen den Künstlern und Technologie-Start-ups im Kreativquartier schlagen und einen Beitrag zur ethischen Debatte um KI leisten.
Die Digitalisierung durchdringt zunehmend unseren Alltag mit Technologien wie KI und Robotik. Dieser digitale Wandel ist unabdingbar für den Erhalt des Wirtschaftsstandorts Deutschlands, aber ist er wirklich gut für uns? Dient er wirklich allen Menschen? Die EU fordert bereits seit Jahren kreativere Innovationen, die den Menschen wieder in den Mittelpunkt stellen. Sie empfiehlt verstärkt Kunst in den Prozess der Technologieentwicklung zu integrieren; als zusätzliche Inspiration und zur intensiveren Reflexion der gesellschaftlichen Auswirkungen. „In unserem Kreativquartier entsteht genau diese Mischung von Kunst und Kreativwirtschaft – eine gute Symbiose für für menschliche Innovationen“, erklärt Anton Biebl, Stellvertreter des Münchner Kulturreferenten Dr. Hans-Georg Küppers.
Die Künstlerrepublik Užupis will Austausch von Künstlern und Start-ups fördern und hat dafür eine Münchner Version ihrer Verfassung erstellt. Diese soll im Kreativquartier als Grundstein wertebasierter Innovation dienen. Die bereits 1997 formulierte Verfassung von Užupis ist vermutlich die witzigste aber auch liebevollste Verfassung der Welt. Sie beinhaltet 41 Artikel wie z. B. "ein Hund hat das Recht ein Hund zu sein" oder "jeder hat das Recht zu lieben". Eigens für das Kreativquartier haben Außenminister Chepaitis und sein Münchener Botschafter Max Haarich nun einen Artikel zur Schlüsseltechnologie KI ergänzt: "Jede künstliche Intelligenz hat das Recht, an den guten Willen der Menschheit zu glauben."
Der neue Artikel soll Start-ups ansprechen und ist gleichzeitig ein gezieltes Statement zur aktuellen Ethikdebatte um KI: immer mehr Forscher, Experten und Politiker hoffen auf Prinzipien und Gesetze, um KI zu kontrollieren und möglichen Missbrauch zu verhindern. Der KI-Artikel von Užupis verweist hingegen auf die moralische Verantwortung jedes Einzelnen. „Solange wir die Entwicklung von KI gemeinsam und mit guten Absichten vorantreiben, werden wir auch alle davon profitieren“, erläutert die Konsulin der Münchener Botschaft Melanie Henke.
Um die grundsätzliche "Hilfsbereitschaft" von KI zu demonstrieren, wird der Forschungs- Humanoide ROBOY den Außenminister bei der Enthüllung der Verfassung unterstützen. Die Enthüllungs-Zeremonie findet am 18. Dezember um 19:30 Uhr Import Export statt und wird eröffnet durch Grußworte von Anton Biebl als Vertreter des städtischen Kulturreferats, des Künstlers Christian Schnurer, des KI-Experten Alex Waldmann und Ronit Wolf, Organisatorin des Münchener Science & Fiction Festivals. Nach dem offiziellen Teil folgt eine Party. Der Eintritt ist frei und es gibt gratis Rote-Bete-Suppe und Kirschwasser solange der Vorrat reicht.











