(openPR) Wenn der Vater mit dem Sohne, könnte die Schlagzeile heißen. Der Sohn hat sich ja lange Zeit dagegen gewehrt, dass sich der Vater in seine Angelegenheiten einmischt. Jedenfalls gegenüber der Öffentlichkeit. Wenn der Sohn im gleichen Genre arbeitet wie der Pap, kann man sicher ein gewisse Vorbildfunktion nicht abstreiten.
Der Pap war zum Ende seiner Karriere ein wenig in den negativen Schlagzeilen. Es gab mehrere Doping Geständnisse. Eines unter Tränen. Soweit ich mich erinnere, warfen damals Zabels Kollegen ihm Heuchelei vor. 2013 kam dann das offizielle Aus im Radsport. Erik Zabel wurde für 5 Jahre aller Ämter in der Szene enthoben.
So musste er seine Stellung bei Katusha als Sportdirektor ruhen lassen. Zabel konnte natürlich in der Zwischenzeit nicht vom Radsport lassen und widmete sich der Sponsorenarbeit. Man sah ihn allen großen Rennen und Rundfahrten. Wenn er seine Kollegen bei den anderen Teams besuchte, war er ein gern gesehener Gast. Wenn man Mutter Zabel irgendwo mit den zwei Hündchen auf dem Arm sah, dann war meist Vater Zabel nicht fern. Gern in die Kamera geschaut hat er allerdings nie.
Rick Zabel ist 2017 von BMC nach Katusha gewechselt. Ich weiß nicht, ob da der Vater die Hände im Spiel hatte. Beide Teams kommen ja im Prinzip aus der Schweiz. Rick Zabel ist jetzt nicht durch die großen Leistungen wie der Vater aufgefallen. Im letzten Jahr hat er Alexander Kristoff den Sprint bei Eschborn Frankfurt angezogen. Man sagte damals, anstelle des Leadouts hätte er
das Rennen selber gewinnen können. Dieses Jahr war er bei diesem Rennen einer der Favoriten, aber am Ende stand hinter seinem Namen dnf.
Dafür belegte er bei der Tour of Britain einige gute Plätze.
Trotzdem darf man sagen, im Gegensatz zu seinem Vater ist er nicht durch Doping aufgefallen.
Der Vater Erik Zabel soll bei Katusha Alepcin auch dem anderen deutschen Sprint Star, Marcel Kittel , wieder auf die Beine helfen.
Seit seinem Abgang bei Quickstep Floors, bei der Tour de France 2017 hatte 5 Etappen gewonnen, hat er nicht mehr viel gerissen. Wenn man seine Maßstäbe anlegt und da zählt nur der Sieg und sonst gar nichts. Dieses Jahr gab es nur zwei Siege bei Tirreno Adriatico im Frühjahr zum Eintragen in die Palmares. Während der Deutschland Tour und der missglückten ersten Etappe mit Zielort Bonn, kam das vorzeitige Saisonende. Jetzt erreicht uns die Meldung. Marcel Kittel will nun leben wie Mönch. Wenn es hilft.
Erik Zabel war zu diesem Zeitpunkt schon wieder für Katusha Alpecin aktiv. Kittel hat sich immer wieder für eine Radsportszene ohne Doping eingesetzt. Ob er da Ratschläge von Zabel annehmen kann? Der ist für ihn sicherlich nicht das Vorbild. Andererseits hat sich Kittel in diesem Jahr ordentlich mit seinem russischen sportlichen Leiter bei Katusha Alpecin angelegt. Dimitri Borissowitsch Konischew wird sicherlich größere Erfolge von Kittel erwartet haben. Schließlich hatte der schon 14 Tour Siege vorzuweisen und dazu einige beim Giro d`Italia.Da soll Erik Zabel ausgleichen. Die Frage für Kittel ist, ob er nicht überhaupt das falsche Team gewählt hat. Sprint Siege finden im Kopf statt. Wenn es nicht läuft, kann schon mal ein Teamwechsel Wunder bewirken.












