(openPR) Gesucht und gefunden - Mitfahrzentrale MiFaZ hat Open Street Map als Alternative zu Google Maps für sich entdeckt
Bei der Online-Mitfahrzentrale MiFaZ wird in Zukunft nicht mehr gegoogelt - zumindest nicht nach Orten und Strecken. Denn die Geodaten für das Hauptportal und die über 700 Partner-Portale, die MiFaZ im Auftrag von Gemeinden, Städten, Landkreisen und Unternehmen bereitstellt, kommen ab sofort nicht mehr vom großen Suchmaschinenbetreiber, sondern von Open Street Map.
Wer bei der Online-Mitfahrzentrale MiFaZ Fahrten anbieten oder suchen möchte, kann dafür eine Karte nutzen. Auf ihr können Start- und Zielort gesucht und auch gleich ausgewählt werden, die kürzeste Route zwischen diesen beiden Punkten wird darauf angezeigt, und bei Bedarf kann der Streckenverlauf mittels Zwischenstopps angepasst werden.
Jedes Portal hat seinen eigene Kartenausschnitt voreingestellt, so dass die Nutzerinnen und Nutzer beim Aufrufen ihrer regionalen MiFaZ bereits ihren Heimatort oder ihre Arbeitsstelle in der Mitte der Karte finden.
Neue Kunden bekommen ihre Portale direkt mit einer OSM Karte. Hier z.B. das Portal der Gemeinde Raubling. Die älteren Portale werden im Laufe der Zeit auch umgestellt.
Bisher nutzte MiFaZ dafür Google Maps, jetzt haben die Betreiber den Sprung gewagt und auf Open Street Map umgestellt. Die viele Arbeit, die eine solche Umstellung mit sich bringt, lohnt sich, denn Open Street Map hat viele Vorteile und wird deshalb sowohl im privaten als auch im professionellen Bereich immer beliebter.
2004 in London als freies Projekt gegründet mit dem Ziel, Geodaten zu erfassen, zu strukturieren und für jedermann kostenlos nutzbar zu machen, hat Open Street Map sich inzwischen zu einer festen Größe unter den Geoinformationssystemen entwickelt. Gelingen konnte das dank der vielen fleißigen Mitglieder, die die Geodaten sammeln und in das System einpflegen. Denn das ist der Kern des Projektes: ähnlich wie bei Wikipedia handelt es sich um ein crowdsource Projekt, an dem die gesamte Nutzerschaft gemeinsam arbeitet.
Manch einer mag das jetzt für unzuverlässig und unberechenbar halten, aber die Praxis beweist das Gegenteil: die starke Community hat eine präzise und gut funktionierende Kontrollfunktion, außerdem ermöglicht das offene Prinzip eine sehr schnelle Aktualisierung der Daten. Im alltäglichen Gebrauch macht sich das beim Neubau von Straßen oder Änderungen in der Verkehrsführung bemerkbar. Aber auch in Ausnahmesituationen leistet OSM einen wertvollen Beitrag. Im Katastrophenfall können binnen kürzester Zeit Karten zur Verfügung gestellt werden, die z.B. zerstörte oder versperrte Wege berücksichtigen und Einsatzkräfte schneller zum Ort des Geschehens leiten.
Ein weiterer Vorteil im Gegensatz zu anderen GIS ist die viel höhere Flexibilität, bezogen auf die Auswahl der angezeigten Daten beim erstellen von Karten. So können die Daten für unterschiedlichste Zwecke genutzt werden: Navigation, Freizeitführer, topographische Darstellungen, Radwanderkarten, Mitfahrzentralen…
Auch einige große und namhafte Unternehmen wie z.B. Apple und Pinterest greifen bereits auf OSM zurück. Außerdem gibt es seit 2010 eine Kooperation mit Wikipedia.
Was es bei OSM nicht gibt, ist Tracking zu Werbezwecken... Daten über das Nutzerverhalten kommen nicht innerhalb weniger Sekunden in Form von angepassten Werbeangeboten zu den Suchenden zurück. Ergebnisse einer Suchanfrage werden auf der Karte nach geografischer Relevanz angezeigt. Man muss sich keine Sorgen machen, dass einem auf der Suche nach einem Restaurant der Imbiss um die Ecke nicht angezeigt wird, weil man zwei Tage zuvor über eine teure Modemarke recherchiert hat und jetzt nur noch 5-Sterne-Lokale vorgeschlagen bekommt...













