(openPR) Berlin, 27. November 2018 – Die Deutschen haben von Januar bis September 2018 rund 3,3 Milliarden Euro gespendet. Das ist das zweitbeste Ergebnis seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Spendenniveau um erfreuliche 6% gewachsen. Die Prognose für das Gesamtjahr sieht sehr gut aus. Das sind Ergebnisse der GfK-Studie „Trends und Prognosen“, die jährlich im Auftrag des Deutschen Spendenrats durchgeführt wird.
Rund 16,5 Millionen Menschen haben im Zeitraum Januar bis September 2018 Geld an gemeinnützige Organisationen oder Kirchen gespendet. Im Vergleich zum Vorjahr waren das etwa 500.000 Menschen weniger. Dies ist der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebung. Daniela Geue, Geschäftsführerin des Deutschen Spendenrats e.V.: „Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort: Immer weniger Menschen spenden. Aber Diejenigen die spenden, spenden immer mehr!“
Spendenvolumen im Aufwind
Der Betrag der durchschnittlichen Spende pro Spendenakt ist von 32 Euro auf 35 Euro gestiegen. Damit liegt dieser Wert wieder auf dem Rekordniveau des Ausnahmejahres 2015. Dadurch ist das Spendenvolumen im Vorjahresvergleich jeweils bis September von 3,1 Mrd. Euro auf 3,3 Mrd. Euro gestiegen.
Hauptanteil der Spenden stellt mit 75% weiterhin die humanitäre Hilfe. Mehr gespendet haben die Deutschen vor allem für den Umwelt-/Naturschutz (+29%) und den Tierschutz (+18%). Trotz der Dürre in Afrika und den Flutkatastrophen auf den Philippinen und in Indien sank der Anteil der Not- und Katastrophenhilfe am Gesamtspendenvolumen deutlich von 14,5% auf rund 9%. Nationale Projekte werden stärker unterstützt. Ihr Anteil stieg von 26% auf 33%. Ein weiterer Trend setzt sich fort: die Spenden an katholische und evangelische Organisationen nehmen jeweils um rund 2,5% zugunsten nichtkonfessioneller Organisationen weiter ab.
Spenden nach Altersgruppen
Nach wie vor spendet die Generation 70plus am meisten. Ihr Anteil ging aber deutlich von über 40% auf rund 35% zurück. Dafür nahm der Anteil der Spender in den Altersgruppen 30-59 Jahren etwas zu. Der höchste Anstieg zeigt sich in der Altersgruppe 40-49 Jahre. Hier stieg das durchschnittliche Spendenvolumen pro Spendergruppe von 216 Euro auf 271 Euro.
Daniela Geue, Geschäftsführerin des Deutschen Spendenrat e.V., freut sich: „Das Spendenvolumen dieser mittleren Altersgruppe hat um kräftige 22% zugenommen. Das ist ein großer Er-folg. Gerade diese Altersgruppe war in der Vergangenheit für gemeinnützige Organisationen nur schwer zu erreichen.“ - 2 -
Prognose: 2018 wird ein sehr gutes Spendenjahr
Es ist zu erwarten, dass das Spendenvolumen in diesem Jahr bei deutlich über 5 Mrd. Euro und damit höher als in den letzten beiden Jahren liegen wird.
Zur Studie
Die Studie "Spendenjahr: Trends und Prognose" im Auftrag des Deutschen Spendenrats e.V. ist ein Teilergebnis der Studie GfK CharityScope, die auf kontinuierlichen schriftlichen Erhebungen bei einer repräsentativen Stichprobe von 10.000 Panelteilnehmern basiert. GfK CharityScope ermittelt fortlaufend Daten zum Spendenverhalten von privaten Verbrauchern in Deutschland. Unter anderem werden Spendenvolumen, Spendenhöhe und bevorzugte Tätigkeitsbereiche abgefragt. Als Spende zählen die von deutschen Privatpersonen freiwillig getätigten Geldspenden an gemeinnützige Organisationen, Hilfs- sowie Wohltätigkeitsorganisationen und Kirchen. Nicht enthalten sind Erbschaften und Unternehmensspenden, Spenden an politische Parteien und Organisationen und gerichtlich veranlasste Geldzuwendungen, Stiftungsneugründungen und Großspenden über 2.500 Euro.

