(openPR) Jedes Unternehmen ist in einem Geflecht von Abhängigkeiten und Einflussfaktoren eingebettet. Im folgenden Artikel werde ich beschreiben, wie diese Beziehungen ein Unternehmen zerstören können und welches Potenzial aus dieser Erkenntnis entstehen kann.
Generell kann man sagen, dass der Erfolg eines Unternehmens von der Persönlichkeit des Unternehmers abhängt und alleine dessen Verantwortung ist. Die Verantwortung beschränkt sich dabei nicht nur auf die juristische Betrachtungsweise – sie kommt erst zweitrangig zum Tragen – die Verantwortung liegt vielmehr erstrangig in der klaren und fokussierten Ausrichtung auf die Unternehmensziele und deren Umsetzung bzw. Integration in das tägliche Leben des Unternehmers.
Klingt alles einfach – wie in einem Schulbuch. Wenn dem aber so wäre, müssten alle Unternehmen erfolgreich sein. Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass jeder Unternehmer weiß, was er will. Er weiß, wo seine Stärken liegen und ist auch bereit, dafür zu kämpfen. Sonst hätte er nicht das Risiko der Selbstständigkeit für seinen beruflichen Lebensweg gewählt. Gerne bringt man dann die äußeren Einflussfaktoren wie z. B. die Forderungsausfälle durch Insolvenzen oder Umstände, die in der allgemeinen wirtschaftlichen Lage zu suchen sind, als Entschuldigung für den Misserfolg. Ich weiß, wovon ich hier spreche, auch ich hatte diese Ausreden für mein Unternehmen benutzt. Es muss also mehr hinter dieser Art des Denkens und des Arbeitens liegen, als man auf den ersten Blick wahrnimmt.
Jeder Unternehmer kommt früher oder später in die Situation, unangenehme Maßnahmen treffen zu müssen. Entscheidungen, die einem „im Magen liegen“, weil er annimmt, dass die Ergebnisse dieser Entscheidungen im gesellschaftlichen und sozialen Umfeld mit Missgunst aufgenommen werden. Diese Missgunst nährt sich aus einer Erwartungshaltung der Betroffenen, die sich im Laufe er Zeit aufgebaut hat. Der Ursprung dieser Erwartungshaltung Dritter ist im mangelnden Glauben und Vertrauen des Unternehmers an sich selbst zu finden. Er glaubte damals, als er den Grundstock für den jetzigen Zustand legte, die Situation nicht alleine schaffen zu können, er erhoffte sich Unterstützung, um schneller ans Ziel zu kommen oder aber das Ziel erst gar nicht verfolgen zu müssen, weil sich aufgrund von Entschuldigungen die Prioritäten des Unternehmers verschoben haben. Die Folgen dieser eigenen Beschneidung der Freiheit durch kurzfristige Abhilfen sind emotionale Verflechtungen und Verstrickungen die auf lange Sicht einen Sumpf entstehen lassen, wo am Ende keiner mehr weiß, warum und wann dieses Geflecht entstanden ist.
Genau das ist das Tückische an der ganzen Sache: Man ist sich der Tragweite einer einzelnen Entscheidung, eines einzelnen Gedankens, oft gar nicht bewusst, weil man die Kosequenzen, die daraus entstehen, nicht im geringsten abschätzen kann. Es ist ein schleichender Prozess, der da in Gang kommt und sich mit immer mehr Eigendynamik zu einem eigenständigen System der Verstrickungen der Beziehungen untereinander entwickelt. Auch diese Erfahrungen habe ich gelebt. Tief im Innersten spürte ich, dass etwas nicht stimmt – nur der Ursache kam ich, wegen der eigenen Einbindung in dieses Geflecht, nicht auf die Spur. Ich brauchte sehr viel Abstand zu der gesamten Angelegenheit, bis es mir gelang, diese Zusammenhänge bis hin zu deren Entstehung zu analysieren.
Kommen wir zur zweiten Seite der Medaille, zu Hochmut. Auf den ersten Blick scheint Hochmut in keiner Weise etwas mit mangelndem Vertrauen zu tun zu haben. Auf den nächsten Blick jedoch erkennt man, dass nur Personen, die es nötig haben dieses Vertrauen ganz gezielt nach außen zu demonstrieren eben dieses nicht haben. Wieder getreu dem Motto: Es reicht ja, wenn ich weiß, dass ich kein Vertrauen in mich habe – es müssen ja die anderen nicht bemerken oder zumindest nicht auf den ersten Blick. Die Auswirkungen sind die Gleichen wie bei fehlendem Vertrauen: Eine hochmütige Person ist nicht bereit, sich Fehler einzugestehen und somit auch nicht bereit, notwendige Veränderungen zu vollziehen. Gemäß einer Meldung auf der Seite von manager-magazin.de vom 27.09.2006 in deren Bereich: „Unternehmen und Politik“, ist der größte Teil der Insolvenzen auf ein fehlendes Controlling zurückzuführen. Vereinfacht dargestellt ist die Aufgabe des Controllings die Unterstützung des Unternehmers bei der Entscheidungsfindung durch die ermittelten Kennzahlen des Unternehmens. In anderen Worten: Fehlt das Controlling, weiß man nicht, mit welchem Produkt Geld verdient wird und mit welchem nicht, man weiß nicht, welche Abteilung profitabel arbeitet und welche nicht. Genau das ist der Punkt, den ich vorher beschrieben habe: Es entsteht ein Sumpf im Unternehmen, wo das Wasser (das Geld) nicht mehr im Hauptsrom fließt. Es versickert in unzähligen Kanälen. Die Kanäle stellen die Verflechtungen der Beziehungen dar, die aufgrund von Erwartungshaltungen entstanden sind. Sie führen letzten Endes dazu, dass der Hauptstrom immer weiter austrocknet, bis schließlich das Geld für die Fortführung des Unternehmens fehlt.
Das fehlende Controlling ist also nicht die eigentliche Ursache sondern eine Folgeerscheinung, eine logische Konsequenz aus der fehlenden Übernahme der eigenen Verantwortung Es ist die im Außen sichtbare Darstellung des entstandenen Sumpfes, ein im außen sichtbarer Spiegel für die innere Struktur im Unternehmen. Dies erklärt auch, warum es unzählige Unternehmen gibt, die trotz eines fehlenden Controllings äußerst erfolgreich sind. Sie werden von Unternehmern geführt, die wissen, dass sie alleine dafür verantwortlich sind, was in ihrer Firma läuft oder auch nicht läuft. Unternehmer, die die Verantwortung ihrer Handlungen alleine tragen. Sie haben es nicht nötig, Kontroll- und Anreizsysteme zur Motivation ihrer Mitarbeiter aufzubauen, da sie durch ihre Art der Führung niemals mit Mitarbeitern konfrontiert werden, die diese Anreizsysteme brauchen, um für das Unternehmen die geforderte Leistung zu bringen. Gleiches zieht Gleiches an. Letzten Endes fördern diese Anreizsysteme nur den Missbrauch und sind auch nur ein Zeichen dafür, dass tiefer greifende Umstrukturierungen nicht gemacht wurden. Als einfaches und für jeden nachvollziehbares Beispiel sind hier die Subventionen des Staates anzuführen. Hintergrund ist eigentlich auch nur die Förderung bestimmter Regionen oder Produkte. Die Ergebnisse dieser Förderung kann jeder selbst sehen: Wieder versickert das Geld in Kanälen…. Das soll jedoch nicht heißen, dass die Beteiligung der Mitarbeiter am Erfolg des Unternehmens generell unsinnig und nutzlos ist – es ist lediglich der Zweck und die Absicht, die hinter dieser Erfolgsbeteiligung steckt, zu prüfen. Sie kann nicht funktionieren, wenn damit versucht wird, tiefer liegende Faktoren manipulativ zu verdecken.
Anhand dieses Beispieles sehen sie bereits den Ansatz für eine positive Nutzung dieser Kraft des einzelnen Gedankens. Genauso wie die Folgen eines Gedankens Existenzen und Unternehmen zerstören kann, genauso groß ist das Potenzial dieser entstehenden Eigendynamik, um die eigenen Ziele zu verwirklichen. Die beschriebene Potenzierung der Kraft eines Gedanken funktioniert nämlich in beide Richtungen. Beispiele hierfür gibt es genügend: Bill Gates, Steven Jobs, Gottlieb Daimler, Albert Einstein, Mozart, Bach, die Brüder Grimm, Steven Spielberg, Buddha, Mohamed, Jesus Christus… um nur die Populärsten zu nennen – jeder auf dem Stand seiner Intelligenz und jeder in dem Maße, wie wer über sich selbst denkt. Auch ich durfte diesen Antrieb in vielen meiner Beratungen in Form von rational nicht begründbaren Unterstützungen der Klienten von allen Seiten wahrnehmen. Es ist erstaunlich, welche ungeahnten Potenziale sich daraus ergeben.
Es sind die charismatischen Denker und Lenker, die das Potenzial zur Führungspersönlichkeit haben. Eigenschaften, die man sich mit den ganz individuellen Erfahrungen des täglichen Lebens verdienen muss, die aus dem Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung entstehen. Die einzige Voraussetzung dafür ist, dass die jeweilige Person diese Zusammenhänge bewusst lebt und wahrnimmt. Die daraus wachsende emotionale Intelligenz und die notwendige Disziplin bei der Umsetzung und Integration der gelebten Erfahrungen in das tägliche Leben bringt dann letztlich die innere Stärke, die den charismatischen Führer ausmacht: Ein Mensch, der auch dann „Nein“ sagen kann, ohne sich zu verbiegen, wenn ein „Ja“ erwartet wird, weil er um die weitreichenden Konsequenzen dieses Ja’s weiß – und dies permanent lebt. Diese, im täglichen Leben gelebte Disziplin ist es auch, die das „Nein“ unangreifbar macht. Es wird zum Gesetz für alle Betroffenen.
Ich habe in diesem Artikel meist vom „Unternehmer“ gesprochen. Unternehmer ist für mich der, der in seinem Leben etwas unternimmt. Die emotionale Intelligenz ist für alle Menschen verfügbar – unabhängig von deren Geschlecht, Religion oder Hautfarbe und vor allem: Unabhängig vom intellektuellen Bildungsstand. Dieses System arbeitet permanent für alle und jeden nur haben sie jetzt keine Ausrede mehr, dass sie darüber nicht Bescheid gewusst hätten.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit
Markus Konrad
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Maerkhe bietet Beratungen und Coachings, unter Berücksichtigung der indirekten Einflussfaktoren, die auf Personen und damit auch auf Unternehmen einwirken,an.
Veranschaulichen lässt sich meine Arbeit mithilfe der physikalischen Eigenschaften eines Eisberges: Der nicht unmittelbar sichtbare Teil, der unter Wasser ist, gibt dem Eisberg seine Stabilität und macht seine wahre Größe aus. Bezogen auf die Person oder das Unternehmen bedeutet dies: Das, was unter der Oberfläche liegt, ist verantwortlich für den Erfolg oder den Misserfolg. Sämtliche Maßnamen bzw. Veränderungen, die nur an dem sichtbaren Teil bewusst herbeigeführt werden, sind nur von kurzer Dauer und geringer Auswirkung. Sie werden durch äußere Einflüsse schnell wieder hinfällig und verpuffen wie ein Strohfeuer. In dem Beispiel mit dem Eisberg sind diese äußeren Einflüsse z. B. die Umweltbedingungen, im Unternehmen die Marktsituationen oder das soziale Umfeld.









