(openPR) Ansätze zu Veränderungen hatte es in den letzten Jahren einige gegeben. Nur konnte man diese bestenfalls mit dem Prädikat bemüht auszeichnen. Meistens waren es launige Ankündigungen um eine Abstimmung zu beeinflussen. David Lappartient will jetzt im zweiten Jahr seiner Präsidentschaft endlich das Problem angehen.
Bislang gibt es 46 Frauenteams die bei der UCI registriert sind. Obwohl alle in der gleichen Liga spielen, haben die besten 15 einen besonderen Rang. Diesen werden automatisch zu allen World Tour Rennen der Frauen eingeladen. Sie sind aber nicht zur Teilnahme verpflichtet.
Finanziell gesehen ist die Situation der Profiradsportlerinnen katastrophal. Über 60 Prozent der Radsportlerinnen erhalten weniger als 10000 Euro im Monat. 17 Prozent bekommen überhaupt kein Gehalt. Das heißt, die Mehrzahl der Radsportlerinnen liegt unter Hartz 4 Niveau, würden sie in Deutschland leben.
Money for nothing and the Chicks for free. Ein weiteres Problem ist die sexuelle Belästigung der Frauen im Sport und nicht nur im Radsport. Die englischen Radsportlerinnen haben vor einiger Zeit aufgedeckt, welche Verhältnisse im britischen Frauen Radsport herrschen. Das Problem dürfte nicht auf die Insel beschränkt sein.
Die UCI unter ihren neuen Präsidenten hat für 2019 einen Verhaltenkodex geschafffen, den alle Beteiligten unterschreiben müssen. Bei Verstößen soll es Sanktionen geben.
Die Strukturen bei den Frauen sollen erst 2020 geändert werden. Dann wird es zwei Kategorien von Rennen geben, die World Tour Teams und die Procontinental Teams. Wie bei den Männern.
Man hat z.B. die Absicht, die Frauen Rennen parallel zu den Männer Rennen auszutragen.
Doch nur bei den World Tour Teams soll es Mindestlöhne geben.
Das sind schon heute die Teams, die ihre Fahrerinnen einigermaßen anständig bezahlen. Für den großen Rest der Frauen wird die Situation ähnlich schlecht bleiben wie bei den Männern in der Continental Klasse.
Abschaffung der Sklaverei im Radsport? Ich fürchte, es ist mal wieder nur ein großes Wort.










