(openPR) Pressemitteilung vom 14. 10. 2018
6. Nocturne auf Gut Schönau
Preisträger musizieren
• Erleben Sie international ausgezeichnete Klaviervirtuosen im Flair eines ‚Pariser Salons‘.
Kerzenschein & 4-Gänge-Menü | Gut Schönau | Schönauer Weg 22, 21465 Reinbek
9. November 2018 | Freitag | 18:30 Uhr
Für einen exklusiven Konzertabend verwandelt sich Gut Schönau in einen ‚Pariser Salon‘. Bei Kerzenschein und einem festlichen 4-Gänge-Menü genießen Sie Klaviermusik aus Romantik und Barock.
Die mit internationalen Preisen ausgezeichneten Pianist*Innen Till Hoffmann (u. a. Tonali-Preisträger, 22 Jahre), die in Krakau geborene Joanna Sielicka (19 Jahre), der aus den hohen Bergen Kanadas stammende Tonalist Adam Boeker (22 Jahre) und Yibiao Meng (Nachwuchstalent aus China, 16 Jahre) werden Sie mit ihren delikaten Interpretationen von J. S. Bach, Johannes Brahms, Frédéric Chopin u. a. in die romantische Epoche Chopins führen. Mit der Musik als Höhepunkt, bietet der Nocturne-Abend ein außergewöhnliches Erlebnis im exklusiven Ambiente.
Freuen Sie sich auf einen Abend der besonderen Art und Kunst, in der Fasson unserer jährlich stattfindenden Nocturne.
Karten für das 6. Nocturne erhalten Sie bis zum 6. November 2018 per
Fon/Fax 04104-5913
Formular www.chopin-hamburg.de
Bitte nutzen Sie unseren Vorverkauf. Ein Kartenerwerb an der Abendkasse ist leider nicht möglich.
Gäste 75.- € | Mitglieder 70.- € | Schüler und Studenten ermäßigt
Wir freuen uns darauf, Sie zum 6. Nocturne am 9. November 2018 um 18:30 Uhr auf Gut Schönau begrüßen zu dürfen.
Hamburg, d. 14. 10. 2018:
Wir freuen uns, Sie bereits zum sechsten Mal zu einem abendlichen Nocturne einladen zu können. Die herbstlichen Tage scheinen geradezu ideal, um in dem besonderen Ambiente von Gut Schönau einen Konzertabend bei Kerzenschein und einem festlichen Diner zu genießen.
Ursprünglich ist ein Nocturne ein Musikstück; am 9. November 2018 wird das Nocturne zu einem stimmungsvollen musikalischen Abend ausgeweitet. Dieser Nocturne-Abend ist von einer Soirée inspiriert, zu der Frédéric Chopin zum 13. Dezember 1836 in seine Pariser Wohnung geladen hatte. Sein prägendster Gast an diesem Abend war wohl die renommierte Schriftstellerin George Sand. Sie erschien in Begleitung von Franz Liszt und dessen Geliebter sowie guter Freundin Sands, Gräfin Marie d’Agoult.
Und die Klänge eines Nocturnes waren es schließlich, zu denen sich George Sand an diesem Abend eingestand, in Chopin verliebt zu sein. Chopin selbst hatte sich im selben Jahr mit der knapp neun Jahre jüngeren Maria Wodzinska in Marienbad heimlich verlobt. Die Bindung zu ihr brach allerdings zum Leide Chopins ab, denn Maria Wodzinskas Familie reiste 1837, ohne Chopin darüber in Kenntnis zu setzen, in ihre Heimat Polen zurück.
George Sands Liebe zu dem sechs Jahre jüngeren Chopin sollte bald erfüllt werden. (Doch beendete Sand neun Jahre später, nach zunehmendem Misstrauen und Querelen, die Beziehung zu Chopin.)
Chopin hatte einige seiner Kompositionen Maria Wodzinska und George Sand gewidmet. Vielleicht war es ironischerweise Chopins Nocturne in Es-Dur, das am besagten 13. Dezember erklang, zu dem sich George Sand in ihn verliebte. Der Beginn des Nocturnes war eine Widmung an Maria Wodzinska gewesen.
Die Charaktere von Chopins großen Lieben, Maria Wodzinska und George Sand, müssen grundverschieden gewesen sein. War Wodzinska eine elegante, distinguierte Frau, zog es George Sand vor, in Männerkleidung und mit zuweilen obszönem Vokabular zu provozieren.
Chopins Charakterzüge werden von seinem Freund und erstem Chopin-Biographen Franz Liszt wie folgt ausgedrückt: „Chopins Charakter war nicht leicht zu begreifen. Er setzt sich aus tausend Nuancen zusammen, die einander überkreuzten und verhüllten in einer Weise, die nicht auf den ersten Blick erkennbar wurde. Es war leicht, sich in den Gründen seiner Gedankenwelt misszuverstehen.“ Zudem bemerkte Liszt, „dass er Werke schrieb, […] in denen der leidenschaftliche Groll eines von bestimmten uneingestandenen Wunden zutiefst getroffenen Menschen fortdauert.“ Auch den geselligen, hitzigen Chopin erkannte Liszt: „Gerne verbrachte er ganze Abende mit jungen Menschen, spielte mit ihnen ‚Blindekuh‘ und erzählte ihnen Geschichten, die sie zum Lachen brachten.“
Nun, nicht nur in der romantischen Epoche Chopins rundeten Kerzenschein, Literatur, Speis und Trank Musikabende ab – diese Tradition behalten wir bei: Wir möchten Sie auf Gut Schönau am 9. November 2018 um 18:30 Uhr mit romantischer und barocker Musik erfreuen.
Genießen Sie auf Gut Schönau im Flair eines ‚Pariser Salons‘ Klavierwerke von Chopin, Brahms und Bach!
Nora Ebneth













