(openPR) Hösbacher Hilfsorganisation berücksichtigt kulturelle Faktoren im Umgang mit den Projektteilnehmern vor Ort.
Hösbach. Bei der Vergabe von gesponserten Mikrokrediten durch die Hösbacher Hilfsorganisation Global Micro Initiative e.V. (GMI) an Kleinstunternehmer in Südostasien spielen nicht nur finanz- und organisationstechnische Aspekte eine Rolle. Vor allem der feinfühlige und respektvolle Umgang mit den Teilnehmern durch einheimische Partnerorganisationen machen unsere Arbeit vor Ort überhaupt erst erfolgreich. Wie sieht das konkret aus?
Die Projektteilnehmerinnen Aryati und Reniati zum Beispiel verkaufen beide in Balis Hauptstadt Denpasar traditionelle hinduistische Opfergaben. Beide haben einen Mikrokredit erhalten und beide haben ihn erfolgreich zurückgezahlt. „Unsere Mitarbeiterin besuchte die Projektteilnehmerinnen wöchentlich, überprüfte den Stand der Rückzahlungen und unterstützte die Teilnehmerinnen beim Ausbau und Erhalt ihres jeweiligen Unternehmens“, berichtet Sanna, Projektleiter der WKP Stiftung, GMI’s Partnerorganisation auf Bali. Trotz der erfolgreichen Rückzahlungen hat nur Aryati einen weiteren Mikrokredit erhalten. „Reniati hatte keine Probleme bei der Tilgung und hätte gerne einen weiteren Kredit in Anspruch genommen“, erklärt Sanna. „Aber ihre Familie beschloss, dass Reniati für ihr kleines Unternehmen keine weiteren Mikrokredite brauche. Daraufhin musste Reniati die Zusammenarbeit mit WKP beenden. Auch solche Situationen müssen wir respektieren.“
Der kontinuierliche Austausch zwischen GMI und den jeweiligen örtlichen Partnerorganisationen ermöglicht es in solchen Fällen, die Gründe direkt nachzuvollziehen und feinfühlig und respektvoll mit den kulturellen Gegebenheiten der Projektteilnehmer umzugehen. Hierbei haben es sich die Mitarbeiter der Partnerorganisation zur Aufgabe gemacht, den Teilnehmern vor Ort behilflich zu sein und ihnen bei ihren Entscheidungen zur Seite zu stehen.
„Enge Zusammenarbeit und intensiver Austausch mit Partnerorganisationen, Schulung und begleitende Beratung sind auch in Zukunft die Basis für unsere Hilfe zur Selbsthilfe für Menschen in Südostasien. Nur so kann unsere Entwicklungszusammenarbeit effektiv sein und langfristigen Erfolg bringen“, ist sich Tobias Schüßler, Gründer und Vorstandsvorsitzender von GMI sicher.
Rebecca Ghawi











