(openPR) Der Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense) gehört zu den Schachtelhalmgewächsen und kommt in ganz Europa, Asien und Nordamerika vor. Vor etwa 400 Millionen Jahren bildeten baumgroße Schachtelhalme ganze Wälder. Der gängigen Theorie nach sind zu großen Teilen aus ihnen unsere Steinkohlevorkommen entstanden.
Equisetum arvense ist die lateinische Bezeichnung für den Ackerschachtelhalm. Im Lateinischen bedeutet Equisetum „Pferdeschwanz“. Das Beiwort arvense beschreibt den Standort: auf dem Acker.
Ackerschachtelhalm – Geschichte und Mythologie
Schon in der Antike war der Schachtelhalm in Griechenland als Heilpflanze bekannt. Die Griechen nannten ihn „hippuris“ (Pferdeschwanz) und Dioskurides empfahl die Pflanze als Blutstiller. Plinius der Ältere behauptete sogar, einen Stengel bloß in der Hand zu halten, lasse Blutungen aufhören.
In der griechischen Mythologie war es Prometheus, der den Menschen mit Hilfe eines Schachtelhalms das Feuer brachte. Gottvater Zeus wollte den Menschen das Licht und die Wärme vorenthalten. Doch Prometheus nahm einen langen Schachtelhalm und entzündete ihn an Helios Sonnenwagen. So konnte er mit Hilfe eines Schachtelhalms, das Licht und die Wärme zu den Menschen bringen.
In der Alchemie und Volksglauben war die Pflanze dem Saturn zugeordnet. Ließ man die Pflanze kopfüber über dem Bett trocknen, so schenkte sie dem Mann Fruchtbarkeit. Der Sud des Schachtelhalms dagegen half gegen Haarausfall und sollte den Männern helfen, die Gunst einer Frau zu erlangen.
In der Signaturlehre erinnerten die Nodi (Knoten) an den Aufbau der Wirbelsäule. Sie steckt voller Kieselsäure, so dass sie unter dem Mikroskop eher einem Kristall ähnelt. Daneben enthält die Pflanze aber auch große Mengen an Calcium, Magnesium und Eisen.
Verräuchert sollte nach altem Volksglauben der Schachtelhalm Schlangen anziehen, die für die Wahrsagerei genutzt werden konnten. Er öffnet sozusagen die Weisheit (Wahrsagekunst) und Geistigkeit der Erde, denn die Schlange gilt als das Symboltier Gaias.
Die Indianer Nordamerikas sollen ebenfalls mit aus Schachtelhalmen hergestellten Pfeifen Schlangen angelockt haben.
Eine Schachtelhalm Räucherung ordnet alte Strukturen und löst dadurch alte Verhaltensmuster auf. Sie bringt Licht in unser Bewusstsein. Neue Entscheidungen können getroffen und neue Gedanken zum Leben erweckt werden.
Ein im Volksmund häufig gebrauchter Name des Ackerschachtelhalms ist Zinnkraut. Beides ist also das gleiche. Man nutzte die stark kieselsäurehaltigen Stengel der Pflanz früher zum Reinigen des Zinngeschirrs.
Weitere Informationen rund den Ackerschachtelhalm finden Sie unter
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