(openPR) Die Bewohner können einziehen
Stockstadt, 27. September 2018 – Die Vitos begleitenden psychiatrischen Dienste Riedstadt (BPD) verhelfen Menschen zu einem möglichst selbstbestimmten Alltag. In Stockstadt sind dies Klienten mit chronischen Suchtfolgeerkrankungen. Um ihnen eine gemeindenahe Versorgung zu ermöglichen, investierte Vitos in ein zeitgemäßes Wohnheim mit 19 Plätzen. Heute wurde der Neubau mit einer Feierstunde eröffnet.
Über das Ergebnis freut sich Reinhard Belling, Geschäftsführer der Vitos GmbH: „Die räumlichen Verbesserungen bringen unseren Klienten größtmögliche Individualität und Selbstbestimmung. Hier können sie mit Unterstützung des BPD-Teams ihre Selbstständigkeit erproben und einen ganz normalen Alltag nach eigenen Vorstellungen leben“.
Hans-Peter Carstens, Fachbereichsleiter für Menschen mit seelischen Behinderungen und Abhängigkeitserkrankungen des Landeswohlfahrtsverbands Hessen, sagt über das Wohnheim: „Wichtig für die Klienten ist, dass sie durch die neuen Räumlichkeiten an diesem Standort besser an einem Leben in der Gemeinschaft teilnehmen können und das möglichst selbstständig.“
„Ich finde es toll, dass hier nicht nur Menschen geholfen wird, sondern zudem auch noch ein vernachlässigtes Grundstück einen neuen Nutzen gefunden hat“, sagt Thomas Raschel, Bürgermeister der Gemeinde Stockstadt zu den fertiggestellten Gebäuden. Das Grundstück war heruntergekommen, das Hauptgebäude an der Straße und der angrenzende Schuppen baufällig und einsturzgefährdet.
In den kommenden Jahren wird bei Vitos Riedstadt viel neu und umgebaut. Vitos Riedstadt-Geschäftsführer Losert berichtet, dass „mit diesem wohnortnahen Neubau ein weiterer Schritt in der Gesamtbauplanung getan ist. Ziel von Vitos Riedstadt ist es, die Versorgung der Patienten, Klienten und Bewohner insgesamt weiter zu verbessern“.
Gemeinsam mit der GFP Projektmanagement GmbH investiert Vitos rund 3,5 Millionen Euro. Peter-Christian Mann, Therapeutischer Leiter der Vitos begleitenden psychiatrischen Dienste Riedstadt freut sich über die reibungslose Zusammenarbeit und bedankt sich bei GFP: „Wir sind mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Die GFP hat alles so umgesetzt, wie wir es uns vorgestellt haben und dafür gesorgt, dass alles rechtzeitig fertig ist“, sagt Mann. Der Geschäftsführer der GFP Projektmanagement GmbH, Marc Hartmann, ist Vitos ein guter Partner. „Wir haben schon mehrere Projekte für Vitos geplant und gebaut und wissen genau was gewünscht ist“, so Marc Hartmann von GFP.
Hintergrundinformationen
Was sind Suchtfolgeerkrankungen?
„Bedingt durch den langjährigen Substanzmissbrauch haben die Betroffenen auch nach einem erfolgreichen Entzug häufig schwere körperliche und psychische Probleme“, erklärt Peter-Christian Mann. „Das führt dazu, dass sie nicht oder nur sehr begrenzt in der Lage sind, Bedürfnisse, Aktivitäten und Notwendigkeiten des täglichen Lebens selbstständig wahrzunehmen. Manchmal gefährdeten sie sich sogar selbst, aber auch nur sich selbst! Für die Bevölkerung sind sie keine Gefahr. Es ist mir wichtig, dies noch einmal ausdrücklich zu betonen“.
Multiprofessionelles Team und moderne Ausstattung
Um die Wiedereingliederung der Bewohner in ein möglichst normales Leben kümmert sich in allen Belangen ein 15-köpfiges, multiprofessionelles Therapieteam. Es besteht aus Sozialarbeitern, Heilerziehungspflegern, Erziehern und Hauswirtschaftshilfen. Diese Mitarbeiter betreuen die Klienten täglich 24 Stunden und 365 Tage im Jahr.
Das Wohnheim bietet 19 Plätze, die jeweils mit eigenem Bad ausgestattet sind. Elf davon sind offen, acht „geschützt“. Geschützt heißt, dass diese Bewohner besonders betreut werden. Die Zimmer sind auf fünf Einzelzimmer im Erdgeschoss des Vorderhauses, fünf Zimmer im ersten Obergeschoss und zwei weitere Zimmer im Dachgeschoss verteilt. Ein Zimmer wird als Notzimmer geführt. Die geschützte Wohneinheit mit acht Zimmern liegt im hinteren Gebäudekomplex, verteilt über zwei Etagen. Alle Bereiche haben eine Küche und einen Gruppenraum. „Alle Gebäudeteile sind miteinander verbunden und so gestaltet, dass sie die persönlichen Entwicklungsprozesse der Bewohner stützen und fördern. Deshalb können alle Räume mit privaten oder einrichtungseigenen Möbeln ausgestattet werden“, erklärt Mann.
Bundesteilhabegesetz verlangt gemeindenahe Unterbringung
Bislang befindet sich das Wohnheim für Menschen mit Suchtfolgeerkrankungen gemeinsam mit der Einrichtung für Menschen mit chronisch-psychischen Erkrankungen auf dem Kerngelände von Vitos in Riedstadt-Goddelau. Moderne therapeutische Erkenntnisse zeigen, dass Therapien erfolgreicher sind, wenn die Klienten wohnortnah behandelt und betreuen. Dies fand auch im Bundesteilhabegesetz seinen Niederschlag. Deshalb hat Vitos nach einem geeigneten Standort gesucht. Der ist mit dem Grundstück in der Kleingasse in Stockstadt gefunden. Peter-Cristian Mann betont: „Mit einer Größe von 1.200 Quadratmetern, der zentralen Lage und den schönen Grünflächen bietet der Neubau die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Widereingliederung“.













