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Noch schlechter als die Schülerzusatzversicherung

(openPR) Bund der Versicherten e. V. bittet um Vorschläge für das schlechteste Versicherungsprodukt

Bereits zum fünften Mal wird der Bund der Versicherten e. V. (BdV) im kommenden Jahr das schlechteste Versicherungsprodukt als „Versicherungskäse des Jahres“ auszeichnen. Daher sind alle aufgerufen, preiswürdige Produkte vorzuschlagen – auch die Versicherungswirtschaft. „Die Resonanz auf den Preis war auch in diesem Jahr sehr hoch. Schon kurz nach der Preisverleihung haben wir die ersten Vorschläge für den „Versicherungskäse 2019“ erhalten“, berichtet BdV-Vorstandssprecher Axel Kleinlein.



Schlechte Versicherungsprodukte gibt es viele: Häufig sorgen sie durch unverständliche Bedingungsklauseln, zu hohe Beiträge, lückenhafte und nicht nachvollziehbare Leistungen, zweifelhaften Nutzen, fehlende Transparenz sowie undurchsichtige Vermittlungsmethoden für Ärger bei Verbraucher*innen. Der BdV hat daher den Negativpreis „Versicherungskäse des Jahres“ ins Leben gerufen, um auf diese Missstände aufmerksam zu machen. In den vergangenen Jahren ist die Auszeichnung zu einer festen Größe geworden und wird von Branchenmitgliedern, Presse und Öffentlichkeit mit Aufmerksamkeit verfolgt. „Wir erhalten über das ganze Jahr hinweg Vorschläge von Mitgliedern, Medien und Verbraucherschützern. Auch die Resonanz der Versicherer auf Nominierungen und Auszeichnung zeigt, wie sehr sich der Preis etabliert hat“, sagt Kleinlein.

Als schlechtestes Versicherungsprodukt des Jahres wurde 2018 die Schülerzusatzversicherung der Württembergische Gemeinde-Versicherung a.G. und der BGV Badische Versicherung AG mit dem „Versicherungskäse“ ausgezeichnet. Das Produkt „überzeugte“ die Jury nicht nur durch ungenügende Leistungen, sondern auch durch eine zweifelhafte Vertriebsmethode. Lehrkräfte verteilen in den Klassenräumen an baden-württembergischen Schulen die Anträge und kassieren die Beträge ein. Beraten können und dürfen sie indes nicht. Wegen dieser mangelhaften Vertriebssituation erfahren Eltern in der Regel nicht, dass die Versicherung nur für einen ganz kleinen Teil möglicher Schäden aufkommt, die Versicherungssummen oft viel zu gering sind und es für die möglichen Schäden anderweitig einen viel umfassenderen, bedarfsgerechten Versicherungsschutz gibt. Gleichzeitig erweckt der von Kultusministerium und Schule gestützte Vertrieb den Eindruck, ein qualitativ hochwertiges Produkt abzuschließen. „Die Jury sprach in ihrer Laudatio zu Recht von einem Skandal. Zum Start des neuen Schuljahres in Baden-Württemberg haben wir daher unsere Kritik am Produkt noch einmal erneuert – diesmal mit Unterstützung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg“, so Verbraucherschützer Kleinlein.

Welche drei Produkte es im kommenden Jahr in die Endauswahl schaffen werden und wer den Negativpreis letztendlich erhält, wird von einer unabhängigen und renommierten Jury entschieden. Ihr gehören Kerstin Becker-Eiselen (Verbraucherzentrale Hamburg e. V.), Edda Castelló (Versicherungs-Expertin), Lars Gatschke (Verbraucherzentrale Bundesverband e. V.), Peter Schütt (Versicherungsberater) und Barbara Sternberger-Frey (freie Journalistin) an.
Der „Versicherungskäse des Jahres“ wird am 12. April 2019 auf der Wissenschaftstagung des BdV in Berlin verliehen. Kandidaten können per Mail an E-Mail vorgeschlagen werden.

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