(openPR) ZENIT
eine Recherche mit Texten, Musik und akrobatischen Sprachübungen
Ein Abend über Erfolge, Niederlagen und Neuanfänge in Zeiten von maximaler Wettbewerbsfähigkeit. Ein Spiel um perfekte Selbstoptimierung und ultimative Selbstausbeutung im kollektiven Trainingscamp.
mit: Iduna Hegen und Melissa Anna Schmidt
Regie: Johanna Hasse
Ausstattung: Martina Schulle
Licht: Thomas Schick
Premiere: 30. August 2018, 20 Uhr
Theater unterm Dach, Berlin
weitere Vorstellungen:
31. August, 2., 22. & 23. September, 20 Uhr
Tickets: 030.902 953 817
ZENIT
1. Gedachter höchster Punkt des Himmelsgewölbes senkrecht über dem Standort des Beobachters
2. [Zeit]punkt der höchsten Entfaltung, Wirkung; Höhepunkt (Begriffserklärung: Duden)
Zwei Frauen aus Berlin.
Zwei Schauspielerinnen.
Zwei Generationen, zwei Lebenserfahrungen.
Ihr Rollenalter: so um die 30 und um Mitte 50.
Sie sind Single, liiert, verheiratet, geschieden, Tochter und Mutter, auch Schwester und Großmutter.
Sie werden definiert und definieren sich selbst.
Sie treffen sich auf der Bühne, um am eigenen Leib weibliche Selbstbestimmung im Theater zu hinterfragen und offenzulegen. Sie spielen Rollen und versuchen, bei sich zu bleiben.
Was sie verbindet ist ihr Geschlecht und ihr Beruf. Und um beides geht es, um die Frage nach dem Frau-Sein beim Theatermachen in einer überbesetzten und unterbezahlten Branche. Es geht um die Frage nach der Selbst- und Fremdwahrnehmung, nach Rollenbildern und Klischees, nach Zuschreibungen und Selbstbestimmung.
Als „Expertinnen des Alltags“ sprechen die beiden Schauspielerinnen über ihr Leben, ihre Wünsche und Hoffnungen. Und sie sprechen von der Realität, der Schere zwischen dem, was sie wollen und dem, was ihnen der Alltag ermöglicht und verwehrt. Sie berichten von Erfolgen, Niederlagen und Neuanfängen.
ZENIT interessiert sich für die Arbeiten, Sichtweisen und Vorgehensweisen im Theater aus der weiblichen Perspektive, die mit den biographischen Erfahrungen der beiden Schauspielerinnen beispielhaft für viele Frauen in unserer Gesellschaft stehen. Aber auch für Männer. Denn in Zeiten von radikaler Selbstoptimierung und Selbstdarstellung wird mit der Figur des selbstbestimmt arbeitenden Künstlers, gleich welchen Geschlechts, gern die erwünschte Arbeitsweise innerhalb der Marktwirtschaft beschrieben.
Wie weit sind wir bereit zu gehen für Arbeit und Erfolg?
Fördert unser aller Traum von Individualität und Selbstverwirklichung nicht zuletzt die Selbstausbeutung für die freie Marktwirtschaft? Stabilisieren wir mit unserem Arbeitsethos und mit Kunst unser Wirtschaftssystem?












