(openPR) Feierabendrocker gibt es viele, doch Manuel Mijalkovski alias THE BOYSCOUT ist durch langjährige Schwerstarbeit mit allen Wassern und literweise Herzblut gewaschen, weshalb noch nie Provinzmief aufgekommen ist, wenn er zu Gitarre und Mikrofon gegriffen hat.
Drum muss sich der Balinger zwar nicht mit Namen wie Paul Shortino, Jeff Scott Soto, Robin Beck oder Amanda Somerville schmücken, doch diese hätten sich gar nicht erst auf ihn eingelassen – so geschehen 2015 im Rahmen des Mammutwerks “My Route 66” –, wenn er kein Potenzial besäße. Der Austausch mit renommierten Künstlern hat bei Manuel genauso Tradition wie Wurzeltreue, die sich in hymnischen Kompositionen für seine Heimatstadt oder deren Handball-Bundesligamannschaft widerspiegelt.
Warum auch in die Ferne schweifen, wenn das unmittelbare Umfeld so viel hergibt? Im Idealfall ist Musik immerhin auch und gerade Lebensreflexion, und dazu wurde THE BOYSCOUT bei den Vorbereitungen zu seinem aktuellen Album regelrecht genötigt. 2016 ereilte ihn die Hiobsbotschaft: Darmkrebs.
Dem Schock folgte ein Aufbegehren, von dem die besagten Feierabendrocker nur schwadronieren würden, wohingegen Manuel Nägel mit Köpfen machte: Er nahm sich vor, zu überleben, um das bestmögliche Album seiner Karriere abzuliefern und seine Musik endgültig in aller Herren Länder zu tragen.
Das Ergebnis: “We Were Kings”, einmal mehr von Michael Voss (Mad Max, Michael Schenker) produziert und für die Ewigkeit bestimmt – zwei Handvoll Stücke voller Einfühlsamkeit und Kraft mit Texten bar jeglicher Phrasen und Hooks von Weltformat. Neben überragendem Handwerk zeigt THE BOYSCOUT hiermit ebenfalls noch einmal, dass Musik eine entschieden heilende Wirkung haben kann.
Seine Songs künden heuer ausdrücklicher denn je vom Aufstehen trotz Niedergeschlagenheit, vom Herunterschlucken selbst des dicksten Kloses im Hals und vom Recken der Faust aller Unbill zum Trotz. Wenn man sich eine Verschmelzung aus emotionsgeladenem Heartland Rock Marke Springsteen mit alten Stadiontugenden vom Schlage Bon Jovis vorstellen kann, wird man in diesem Sommer – und weit darüber hinaus – nicht an “We Were Kings” vorbeikommen.
Aber was heißt hier eigentlich “Könige gewesen”? Mit diesem Werk krönt sich THE BOYSCOUT selbst zum Rockmonarchen, der dem Schicksal eine lange Nase dreht.
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