(openPR) Berlin | 14.August 2018: Die Hochschule Darmstadt und die Berliner Werbeagentur Tinkerbelle untersuchten das Konsumverhalten deutscher Verbraucher. Die gewonnenen Erkenntnisse zeigen eine erstaunlich geringe Bereitschaft, plastikarme Alternativen zu verwenden.
Der Kaffee-Riese Starbucks plant die Verbannung von Einweg-Strohhalmen in seinen Filialen, Supermärkte in Australien verbieten Plastiktuten … die Liste ist lang und Recycling ist in aller Munde. Aber wie weit geht der Otto Normalverbraucher, um Plastik zu vermeiden und Ressourcen und Klima zu schutzen? Genau dieser Frage ging eine Gruppe Studierender der Hochschule Darmstadt h_da fur die Kommunikationsagentur Tinkerbelle nach. Die Studie wurde durch die Ergebnisse der 2017 Bundesumweltministeriums inspiriert. In dieser Studie wurde geschlussfolgert, dass die Befragten Plastikmull in den Meeren mehrheitlich (78 %) als „sehr großes Problem“ wahrnehmen.
Was tun Burgerinnen und Burger in Deutschland aktiv dafur, dem Problem entgegen zu wirken? Die Studie der Hochschule Darmstadt untersuchte die Nutzung und den Umgang mit Plastikverpackungen im privaten Nahrungsmittelkonsum: Hierfur wurden 24 Testpersonen aus unterschiedlichen sozialen Umfeldern im Alltag begleitet, ihr Konsumverhalten auf Schritt und Tritt beim typischen Einkauf genauso beobachtet wie uber mehrere Stunden zu Hause, mit Blick in Kuche, Kuhlschrank und Gelbe Tonne. Ethnographische Interviews wurden gefuhrt, alle Schritte fotodokumentiert und ausgewertet.
Das Ergebnis ist vor dem Hintergrund der Naturbewusstseinsstudie verbluffend: Die große Mehrheit der Testpersonen griff nicht zu umweltfreundlicheren Alternativen, sondern wählte im Supermarkt die in Plastik verpackten Varianten. Ein Großteil gab bei den begleitenden ethnografischen Interviews allerdings an, dass sie Alternativen zu herkömmlichen Plastikverpackungen nutzen wurden, sofern ihnen dadurch nur geringe Nachteile und Umständlichkeiten entstunden. Um folglich den, als „sehr großes Problem“ wahrgenommenen Plastikmull in den Meeren aktiv zu reduzieren, muss sich das Verhalten der Verbraucher deutlich bessern.
Die Berliner Full Service Agentur Tinkerbelle ist Unternehmenspate des Studienprojektes der Hochschule Darmstadt von Professor Dr. Ingo Hamm und Professor Dr. Daniel Hanss. Oliver Oest, Geschäftsfuhrer und Projektleiter von Tinkerbelle, fasst das fur ihn uberraschendste Ergebnis der Studie zusammen: „Es zeigt sich, dass sich viele Testpersonen ihrer eigenen Convenience gegenuber geradezu machtlos ausgeliefert sehen: Statt bewusstem Verzicht oder Verhaltensänderung werden strengere Regelungen durch Gesetzgeber und Selbstregulierung der Industrie als wunschenswert zuruckgespiegelt. Nach dem Motto: Ich kann mich nicht einschränken, jemand anderes muss es fur mich tun.“ Die Plastikstudie ist bereits das zweite Studienprojekt zu Themen nachhaltiger Entwicklung, das in enger Zusammenarbeit der beiden Akteure entstand.












