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Der Druck auf Krankenhäuser nimmt zu

25.09.200619:55 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Dabei erlebt Deutschland gerade einen zaghaften wirtschaftlichen Aufschwung, dessen Ursachen die verschiedenen Spezialisten unterschiedlich deuten. Viele Menschen interessieren die Ursachen nicht - Hauptsache es geht spürbar wieder aufwärts. Der offensichtlichste Gradmesser ist die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen. Seit vielen Jahren versprechen Politiker eine wesentliche Hürde zu verringern, um die Bereitwilligkeit von Arbeitgebern zu steigern, neue Mitarbeiter einzustellen: die Senkung der Lohnnebenkosten.



Mit Beitragssätzen von mehr als 15 Prozent des Bruttogehaltes allein für die gesetzliche Krankenversicherung ist die Reform des Gesundheitswesens im Interesse aller. Dennoch verweisen seit den ersten Reformschritten alle am Gesundheitsmarkt Beteiligten lautstark auf ihre Einbußen.

Die aktuellen Reformmaßnahmen betreffen auch Krankenhäuser. Deren Verbandsvertreter versuchen nun in Form von so genannten Informationskampagnen, der Bevölkerung Angst zu machen. Unter anderem stellen sie weniger Fürsorge oder eine Überalterung der medizintechnischen Ausstattung in Aussicht.

Es ist richtig, dass ein Krankenhaus im kommenden Jahr für die gleiche Leistung im Vergleich zu diesem Jahr 1,5 Prozent weniger Geld bekommt, gleichzeitig die Kosten steigen und zudem durch die erhöhte Mehrwertsteuer belastet wird. Durchschnittlich wird ein Krankenhaus im kommenden Jahr 4,5 Prozent weniger Geld zur Verfügung haben.

Unerwähnt bleibt, dass sich viele Krankenhäuser immer noch Abläufe und Prozesse leisten, die in gewinnorientierten Unternehmen heute undenkbar sind.

Welcher Sachbearbeiter in einem Unternehmen notiert handschriftlich laufend in einer Akte Kundendaten, überträgt danach mehr als 50 Prozent seiner Aufzeichnungen am Computer in eine Softwareanwendung und aktualisiert anschließend mit Buntstiften in der Papierakte ein Diagramm, um einen Teil der Notizen zu visualisieren?

Ärzte und Pflegekräfte im Krankenhaus machen das jeden Tag.

In welchem produzierenden Unternehmen werden jeden Tag gedruckte Karten verteilt, auf denen Mitarbeiter ankreuzen, was morgen produziert wird, um dann die ausgefüllten Karten einzusammeln und im Anschluss zum Produktionsleiter zu bringen?

In Krankenhäusern werden häufig so die Essen-Bestellungen der Patienten erfasst und organisiert.

Die technischen Voraussetzungen in Krankenhäusern sind vorhanden, um mit zeitgemäßen Arbeitsmitteln Routineaufgaben zu erledigen - wie es in anderen Dienstleistungsunternehmen üblich ist. Die fortwährende Optimierung des Organisationsgrades ist eine alltägliche unternehmerische Aufgabe, um die Kosten zu beherrschen und im Wettbewerb zu bestehen.

In Krankenhäusern dagegen bleibt es allzu oft dabei, zu beklagen, dass der Anteil der administrativen Aufgaben an der Arbeitszeit bei Ärzten und Pflegekräften mehr als 20 Prozent beträgt.

Die Potenziale zur Reduktion von Lohn- und Materialkosten im Krankenhausalltag sind in den meisten Kliniken so hoch, dass die im kommenden Jahr fehlenden 4,5 Prozent aus den verfügbaren Mitteln leicht ausgleichbar sind und außerdem angemessen für mehr Fürsorge und Patientenzufriedenheit investiert werden kann.

Die Gesundheitsreform soll bewirken, dass die Lohnnebenkosten sinken - dabei werden auch Krankenhäuser zu Unternehmen, die im Wettbewerb stehen. Patienten haben nicht nur die freie Arzt- sondern auch die freie Krankenhauswahl. Bislang fehlt allerdings in der Gesundheitsreform noch, den Wettbewerbsgedanken unter den Krankenhäusern zu bekräftigen. Wenn sich immer weniger Patienten für eine Klinik entscheiden, bekommt sie trotzdem so viel Geld, wie sie zum Weiterbestehen braucht. Wird ein Krankenhaus stärker frequentiert, als in der (staatlichen) Krankenhausplanung beschlossen wurde, bekommt es nur die zusätzlichen Materialaufwendungen ersetzt. Dieses Ungleichgewicht wird aus den Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung finanziert.

Beim nächsten Besuch in einem Krankenhaus lohnt es also, sich nicht nur von drohenden Plakaten zur Gefährdung der medizinischen Versorgung beeindrucken zu lassen, sondern vielmehr darauf zu achten, wie mit den Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung gewirtschaftet wird.

Gesundes Wirtschaften steht der Kunst des Heilens nicht entgegen. Ein durchdachtes Management bei Nutzung aller technischen Möglichkeiten erhöht vielmehr das Potenzial, dass Ärzte und Pflegekräfte sich vermehrt ihrem Berufsbild entsprechend den Patienten widmen können.

Verfasser:
Stefan A. Kosche, Geschäftsführer der TBZ Trainer- und Berater-Zentrale GmbH, Berlin

Die TBZ Spezialisten begleiten seit vielen Jahren Unternehmen aus ehemals regulierten Märkten (Telekommunikation, Energiewirtschaft, Gesundheitswesen) bei Prozessen zur Optimierung der Kundenzufriedenheit, Ablaufoptimierung, Marketing und Unternehmensentwicklung.

Ansprechpartner:
Stefan A. Kosche
TBZ Trainer- und Berater-Zentrale GmbH
Charlottenstr. 81
D-10969 Berlin
Telefon 030-21 23 68 30, Fax 030-21 23 68 39

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