(openPR) Tausende Beschäftigte folgten Aufruf der Hessischen Krankenhausgesellschaft – Starkes Signal an die Bundesregierung
Tausende Mitarbeiter in hessischen Krankenhäusern legten am Dienstag, 9. September 2008, 11.45 Uhr, eine zehnminütige „Denkpause“ ein. Sie diskutierten in dieser Zeit untereinander und mit Patienten und Politikern die angespannte finanzielle Lage der Kliniken. „Unsere Mitgliedskrankenhäuser haben sich bei dieser Aktion gemeinsam für eine bessere finanzielle Ausstattung der Krankenhäuser durch die Bundesregierung eingesetzt“, erklärte Holger Strehlau, Präsident der Hessischen Krankenhausgesellschaft.
Die „Denkpause für gute Kliniken in Hessen“ ist einer der Höhepunkte einer am Montag begonnenen Aktionswoche der hessischen Krankenhäuser und Teil einer bundesweiten Kampagne, die am 25. September 2008 in einer zentralen Großdemonstration in Berlin gipfeln wird. Auch wenn Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt am vergangenen Freitag angeboten habe, die Krankenhäuser finanziell besser zu stellen, so sei in dieser Angelegenheit das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Deshalb müsse der Druck aufrechterhalten werden, um erheblich gestiegene Personal- und Sachkosten ausgleichen zu können, erklärte Strehlau. In Hessen bestehe 2008/2009 nach wie vor eine Finanzierungslücke von 450 Millionen Euro. Werde diese nicht gefüllt, seien Qualitätseinbußen, Stellenabbau und längere Wartezeiten für Patienten unvermeidlich.
Die Hessische Krankenhausgesellschaft und ihre Bündnispartner machen vom 8. bis 12. September hessenweit mit vielfältigen Aktionen auf die finanzielle Lage der Krankenhäuser aufmerksam. Dazu zählten neben der „Denkpause“ eine „Betten-Stafette“ durch Hessen sowie regionale Diskussionsveranstaltungen, Einladungen an Landtags- und Bundestagsabgeordnete zu „Praktika“ im Krankenhaus, Infostände in Fußgängerzonen und Unterschriftensammlungen. Während der „Denkpause“ war eine Versorgung von Notfällen gewährleistet.







