(openPR) Auf einen Sprung ins Reisebüro nebenan, nach neuen Katalogen oder Angeboten fragen und dabei gleich die Post abgeben und ein paar neue Briefmarken mitnehmen. Klingt ungewohnt? Die Leipziger könnten sich schon bald daran gewöhnt haben, denn seit Anfang Juli gilt: die Post im Reisebüro
In Leipzig läuft ein bundesweit einzigartiges Pilotprojekt, mit dem der touristische Branchendienstleister Infox und der private Briefdienstleister PIN AG in ausgewählten Reisebüros einen neues Angebot möglich machen: Kunden können dort seit neuestem ihre täglichen Postgeschäfte abwickeln - mit erheblicher Kostenersparnis.
Seit das Postmonopol schrittweise aufgelöst wird, lohnt sich die Suche nach Alternativen bei der Briefzustellung nicht mehr nur für Geschäftskunden. Viele Angebote zielen inzwischen gerade auf Privatkunden und kleine und mittlere Unternehmen ab. „Das ist eine Klientel, die auch für Reisebüros sehr interessant ist“ sagt Michael Hoffmann, Geschäftsführer der Infox GmbH, die seit Jahrzehnten als Logistiker und Dienstleister für die deutsche Touristikbranche aktiv ist. Zusammen mit den Reisebüros möchte Infox künftig bundesweit einen weiteren Kundenservice anbieten: Neben dem täglichen Geschäft, dem Verkauf von Reisen und anderen touristischen Produkten, soll die Infrastruktur der Büros genutzt werden, um Briefe anzunehmen und Briefmarken zu verkaufen. Mittelfristig ist dabei für die Kunden eine Portoeinsparung von bis zu 30 Prozent möglich. „Wir glauben, dass angesichts der Schließung zahlreicher Postfilialen und des Abbaus von ´gelben` Briefkästen der Zeitpunkt für ein solches Angebot absolut ideal ist“, zeigt sich Michael Hoffmann optimistisch.
Leipzig wurde von Infox für das Pilotprojekt ausgewählt, weil die PIN AG als Briefdienstleister hier bereits seit 2002 etabliert ist. Die grün-blau gekleideten Zusteller gehören schon heute zum täglichen Erscheinungsbild auf Leipziger Straßen. Gut 100 Reisebüros in Leipzig wurden im Vorfeld des Pilotprojekts von Infox kontaktiert und für Ende Juni zu einem Informationsabend zum Pilotprojekt PostInfox eingeladen. Die ersten unterschrieben den Vertrag noch am selben Abend, aktuell sind bereits 31 Reisebüros als Partner von Infox Teilnehmer am Pilotprojekt und es werden mit jeder Woche mehr.
Einer der ersten war Claus-Detlev Döge: Er hat als Mitinhaber zweier Reisebüros, im Einkaufszentrum Gohlispark und in der Löbauer Straße, schon vor geraumer Zeit auf zusätzliche Angebote an seine Kundschaft gesetzt. Seit Ende 2005 können die Kunden in seinen Büros Briefmarken der PIN AG kaufen und Briefe aufgeben. Berührungsängste bei seinen Kunden konnte er nicht feststellen: „Überall im Handel hat sich die Uhr doch längst weitergedreht. Wir haben uns doch alle daran gewöhnt, dass im Discounter direkt neben Lebensmitteln Büroartikel verkauft werden.“ Dass er jetzt auch bei PostInfox dabei ist, ist für Döge nur logisch: „Reisebüros brauchen neue Impulse. Außerdem verfügen wir über hochqualifiziertes und motiviertes Personal, Ladengeschäfte in guter Lage – das ist doch eine große Chance.“
Claus-Detlev Döge verweist darauf, dass es ihm bereits gelungen sei, eine Reihe von Unternehmen in der Umgebung seiner Büros als Kunden für diesen neuen Service zu gewinnen. Mit vielfältigen Aktionen im Umfeld der am Pilotprojekt teilnehmenden Reisebüros will Infox dafür sorgen, dass Privatleute und vor allem kleine und mittlere Unternehmen, die ihre tägliche Post eigenständig abwickeln, neugierig werden und den Service testen. Anfang Juli wurden die Briefkästen in den PostInfox-Reisebüros aufgestellt und werden nun einmal täglich geleert. Optimistisch ist auch Stephan Schiller von der Ferienbörse am Augustusplatz. Zwei Gründe haben ihn überzeugt, sein Reisebüro als Postannahmestelle mit zu nutzen: „Natürlich reizt uns die Portoersparnis für unsere eigene Post. Aber ich sehe vor allem eine gute Möglichkeit, mehr Kunden anzulocken, die sich dann beim Briefmarkenkauf auch gleich für ein Reiseangebot interessieren oder einen Prospekt mitnehmen.“
Nach Abschluss der Testphase im Herbst 2006 soll nach den Plänen von Infox das Projekt PostInfox dann schrittweise auf das gesamte Bundesgebiet ausgedehnt werden. Und wer weiß, vielleicht heißt es dann schon bald überall in Deutschland „Zehn Briefmarken und einen Kurztrip nach Florenz, bitte!“
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