(openPR) .
• Deutliches Wachstum im Zukunftssegment Industrie 4.0
• Digitalisierung erfordert leistungsfähige Netzinfrastruktur
• Werkvertragsrecht und Energiewende bremsen Erfolg zusätzlich
• Über 150 Kunden und Dienstleister liefern breite Datenbasis
Düsseldorf, 28.05.2018 – „Der digitale Ausbau in Deutschland muss deutlich beschleunigt werden, soll die deutsche Industrie nicht ins Hintertreffen geraten.“ Das fordert Dr. Reinhard Maaß, Geschäftsführer des WVIS Wirtschaftsverband für Industrieservice mit Blick auf die Ergebnisse des aktuellen WVIS Branchenmonitors 2018, der in wenigen Tagen vorgestellt wird. Die Studie liefert zentrale Zahlen zu Entwicklung und Ausrichtung des Industrieservices.
„Der Industrieservice ist nachweislich ein Beschleuniger des industriellen Umbaus“, betont Maaß. Insbesondere der Bereich Smarte Dienstleistungen wächst durch die intensive Nutzung von Industrie 4.0 in den Betrieben. „Gerade die Hauptleistungsträger der deutschen Wirtschaft, die klein- und mittelständischen Betriebe, sind auf die digitale Kompetenz der Industrieservice-Dienstleister angewiesen, da sie selber die entsprechende Expertise in der Kürze der Zeit nicht aufbauen können“, so Maaß.
Allerdings erfordert die zügige Digitalisierung der deutschen Wirtschaft auch entsprechend leistungsfähige Netzinfrastrukturen. „Ein leistungsfähiges digitales Hochgeschwindigkeits-Netz fehlt aber nach wie vor und trotz aller Beteuerungen der Politik“, beklagt Maaß. „Hier muss die Bundesregierung endlich gegen steuern, um nicht das Potenzial der deutschen Industrie vollständig und langfristig auszubremsen.“
Zu den Ergebnissen des WVIS Branchenmonitors 2018 trugen 156 Unternehmen bei, wobei der Branchenmonitor als einzige Erhebung im Markt sowohl Anbieter als auch Kunden befragt. Beide gaben Auskunft zu zahlreichen Fragen rund um das weiterhin wachsende Marktsegment des Industrieservices:
• 4,7 Prozent betrug das durchschnittliche Wachstum der Industrieservice-Dienstleister im Jahr 2017
• 5,1 Prozent beträgt das erwartete Wachstum der Anbieter für das laufende Jahr
• 3,3 Prozent betrug das Wachstum der Top-10 im Jahr 2017
• 3,0 Prozent Wachstum erwarten die Top-10 für 2018
• Wachstumstreiber ist für viele Industrieservice-Anbieter das Auslandsgeschäft
• Das Wachstum wird von den kleinen und mittleren Anbietern getrieben
• Große Anbieter wachsen langsamer oder haben sich ganz aus kriselnden Bereichen, wie der Energiewirtschaft zurückgezogen
• Die 60% der Kunden sehen einen wachsenden Bedarf für Personaldienstleistungen.
• Für die Instandhaltung sehen 50% einen wachsenden Bedarf.
• Technische Reinigung (35% der Unternehmen), Instandhaltung (33% der Unternehmen) sind Dienstleistungen die von den meisten Unternehmen fremdvergeben werden
• Die fachliche Kompetenz der Mitarbeiter entscheidet bei 53% der Kunden über die Auftragsvergabe
Der mangelhafte Ausbau des schnellen Datennetzes ist der inzwischen dritte Bremsschuh, den die Politik der deutschen Wirtschaft vor die Füße wirft. Bereits die Mehrkosten der Energiewende und die administrativen Auswirkungen des Werksvertragsrechts haben in jüngster Zeit Kosten steigen lassen und die Produktivität behindert.
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