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Yellow Press Definition

Neue und alte Yellow Press Medien. (© Sebra - Fotolia.com)
Neue und alte Yellow Press Medien. (© Sebra - Fotolia.com)

Yellow Press ist ein Begriff, der sich auf minderwertigen Journalismus bezieht, der schlecht recherchiert ist und oft mit reißerischen Überschriften arbeitet. Der Begriff bezieht sich weitgehend auf ältere Printmedien, kann aber heute auf moderne Formen wie Clickbaits angewendet werden.

Yellow Press

Der Begriff " yellow journalism " oder " yellow press " ist ein abwertender Begriff für Journalismus, der

  • keine Recherche betrieben hat,
  • wenig oder keine wertvolle Inhalte oder Einsichten bietet und
  • oft Schlagzeilen verwendet,  die Aufmerksamkeit erregen und somit zu mehr verkauften Exemplaren führt.

Diese Art von "Journalismus" kann in der Tat völlig unfundiert sein oder irreführende Titel verwenden, welche den wahren Informationsgehalt der Nachricht verschleiern.

In so einem Fall rückt die journalistische Korrektheit zugunsten einer guten Geschichte in den Hintergrund, weil dadurch mehr Leser oder Klicks generiert werden können.

Während sich der Begriff Yellow Press auf die älteren Printmedien bezieht, gibt es auch in den modernen Medien heutzutage ähnliche Praktiken.

Zum Beispiel…

Clickbait

In den modernen Medien steht der Begriff Clickbait dem Begriff Yellow Press relative nah. Hierbei handlet es sich um Inhalte, die dazu geschaffen wurden, möglichst viele Klicks zu generieren. Dies wird erreicht mit verrückt klingenden Überschriften, welche mehr versprechen als der eigentliche Inhalt tatsächlich liefern kann.

OpenPR-Tipp: Clickbaits verwenden in der Regel geheimnisvolle Überschriften, welcher beim Leser Neugierde wecken, um ihn zum Durchklicken und Lesen zu bewegen. Der jeweilige Inhalt beantwortet jedoch oft nicht die reißerische Überschrift!

Zum Beispiel:

“Eine Frau ging mit einem Baby in einen Zug, was als nächstes passiert, wird dich schockieren!"

oder

"Fünf Zeichen, dass du bist weit intelligenter als du denkst - Nummer 3 wird dein Leben verändern"

Clickbaits wecken die Neugier des Lesers, aber oft beantwortet der darauffolgende Inhalt die Frage nicht in befriedigendem Maße.

 

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Tabloid Press

Auch die Boulevardpresse ist ein Beispiel für Yellow Press. Die Boulevardzeitungen sind die Zeitungen, die dafür bekannt sind,  Klatsch- und Tratschgeschichten aus dem wahren Leben zu erzählen, die für das Leben des Lesers keine Rolle spielen.

Sie nutzen

  • Schock,
  • Scham und
  • Skandale,

um Leser anzulocken.

Dies beinhaltet oftmals das Eindringen in die Privatsphäre anderer Personen in Verbindung mit schlecht geschriebenen Inhalten. Dazu gehören beispielsweise Geschichten, die die Kleidung eines Prominenten, oder die Gewichtszu oder -abnahme eines Prominenten, detailliert beschreiben.

Diese Tratschgeschichten arbeiten auf einer emotionalen Ebene – Tratsch und Gerüchte verbreiten ist eng mit unserem Gehin verbunden und ist etwas, das beim Leser eine emotionale Reaktion hervorruft. Wir möchten sicherstellen, dass wir alle neuesten Sensationsmeldungen kennen und nicht vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sind. Die Neugier veranlasst uns dazu, Texte zu lesen, von denen wir schon vorher wissen, dass sie schlecht geschrieben sind und keinen wirklichen "Mehrwert" bieten.

Warum Yellow Press nicht funktioniert

Viele Boulevardblätter haben sich lange mit dieser Art von Inhalten beschäftigt und werden dies wahrscheinlich auch weiterhin tun.

Yellow Press ist jedoch keine praktikable Marketingstrategie für einen Internet-Werbetreibenden.

Warum nicht?

Natürlich funktioniert Boulevard-Journalismus unter bestimmten Umständen, wie wir gesehen haben. Boulevardzeitungen sind in der Lage damit Geld zu verdienen, weil sie Anzeigen in den Zeitungen drucken und ihre Leserschaft groß genug ist.

Im Internet gibt es jedoch Inhaltsfilter. Dazu gehören Google und Facebook, die mehr oder weniger auswählen, welche Inhalte wir sehen. Diese Plattformen möchten dem Leser die bestmögliche Nutzererfahrung bieten (weil er dann eher zurückkommt). Daher legen solche Plattformen besonderen Wert auf qualitative hochwertigere Inhalte.

Wenn Sie Inhalte von schlechter Qualität bereitstellen, dann sorgen die Algorithmen dafür, dass die Inhalte eine schlechtere Sichtbarkeit bei den Nutzern erhalten. Wenn Sie wirklich hochwertige Informationen liefern, werden sich Änderungen an den Algorithmen wahrscheinlich positiv auswirken.

Insbesondere das digitale Marketing und das Content-Marketing konzentrieren sich sehr stark darauf, Vertrauen, Autorität und eine Beziehung zum Leser aufzubauen. Dadurch erhält man beim Leser Vertrauen und kann diesem kostenpflichtige Produkte oder Dienstleistungen weiterempfehlen. Dies stellt auch sicher, dass Besucher immer wieder auf diese Seite zurückkommen, um die Inhalte zu lesen und mehr Informationen zu erhalten.

OpenPR-Tipp: Qualitätsunternehmen schalten ihre Werbung meist nur auf Webseiten mit hochwertigen Inhalten. Influencer Marketing ist heute ein wichtiges Thema und gerät auch immer mehr in den Focus der Unternehmen. Durch Werbeeinblendungen kann man mit der eigenen Webseite Geld verdienen, aber die großen Firmen möchten natürlich nur auf Internetseiten mit hochwertigen Inhalten werben, auf denen sie ihre Marke vorteilhaft präsentieren können.

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