Imprint ist ein facettenreicher Begriff. In der Wirtschat bedeutet es ein "Untergeschäft" oder eine Zweitmarke. Diese kann ein Unternehmen verwenden, um seine Waren besser zu bewerben, seinen Ruf und Image zu managen und die perfekte Marke herzustellen. Im Verlagswesen bespielsweise spielt er eine wichtige Rolle bei der Kategorisierung und der Markenbildung innerhalb der Buchbranche.
Defintion von Imprint im Verlagswesen
Im Verlagswesen bezeichnet ein Imprint eine Markenbezeichnung oder ein Label, das von einem Verlag genutzt wird, um eine bestimmte Gruppe von Publikationen zu identifizieren. Ein Imprint repräsentiert oft eine spezifische Linie oder ein Genre innerhalb eines größeren Verlagshauses. Es dient der Differenzierung und Spezialisierung im breiten Spektrum des Buchmarktes. Häufig reflektiert ein Imprint auch eine bestimmte redaktionelle Linie oder Zielgruppe.
Ziel und Zweck
Imprints werden im Verlagswesen eingesetzt, um Bücher und Publikationen unter verschiedenen Marken zu organisieren. Dies ermöglicht es den Verlagen, verschiedene Zielgruppen anzusprechen und ihre Titel effektiver zu vermarkten. Ein Imprint kann für Genres wie
- Krimi,
- Fantasy,
- Sachbuch
- oder Kinderliteratur
stehen, aber auch für eine bestimmte Qualität oder eine redaktionelle Ausrichtung.
Die Verwendung von Imprints hilft auch dabei, die Identität und den Charakter eines Buches hervorzuheben und Leserinnen und Lesern eine Orientierung im Buchmarkt zu bieten.
Imprint Beispiel
Ein bekanntes Beispiel für ein Imprint ist 'Penguin Classics' von Penguin Books, das sich auf die Veröffentlichung klassischer Literatur spezialisiert hat. Ein anderes Beispiel sind die PONS Wörterbücher als Imprint des Schulbuchverlags Klett. Diese Imprints haben sich als eigenständige Marken etabliert, die sowohl von Autoren als auch von Lesern anerkannt und geschätzt werden. Sie vermitteln eine klare Vorstellung davon, welche Art von Büchern unter diesem Label zu erwarten sind, und tragen so zur Bildung einer treuen Leserschaft bei.
Bedeutung bei anderen Unternehmen
Wenn ein Unternehmen kein Publisher ist, kann man dennoch von einem ähnlichen Ansatz zur Segmentierung des Unternehmens profitieren. Zum Beispiel wird das oft passieren, wenn ein Unternehmen ein anderes erwirbt. In diesem Fall könnte die letztgenannte Gesellschaft ihren jetzigen Namen behalten und einfach eine Tochtergesellschaft einer Holdinggesellschaft werden.
Auf diese Weise werden Marken wie Vermögenswerte behandelt und sind von den Unternehmen selbst getrennt.