Durch die vorherrschende digitale Massenkommunikation bedarf es immer häufiger einer klaren Struktur durch Kanalisierung der Informationen. Im Bereich der Medien und des Journalismus stellt eine eigene Institution - zumeist in Form einer Person - diese Vorsortierung sicher. Redakteure oder Journalisten sind in einem Unternehmen oder einer Agentur in der Regel der erste Ansprechpartner für alle Arten von Nachrichten. Sie sichten und sortieren die Informationsflut nach bestimmten Maßgaben und entscheiden, was davon aufbereitet weitergereicht wird.
Gewissenhafte Medienkontrolle durch Gatekeeper
Die Funktion ist also klar geregelt. Wer aber fungiert nun wirklich als ein solches Kontrollorgan? Als Beispiel nehmen wir einen Redakteur in der Pressestelle eines Unternehmens. Dieser bekommt von verschiedenen Agenturen entsprechende Medieninformationen zugespielt. Ist nun er der Gatekeeper oder die vorgeschalteten Agenturen? In diesem Beispiel sind es die Agenturen. Diese entscheiden überhaupt erst, ob eine Information relevant genug ist, um Sie zu publizieren. Und damit wird bereits eine erste Kontrolle und Selektion durchgeführt.
Somit trägt ein unternehmenseigener Pressesprecher oder Journalist auch eine große Verantwortung in vielerlei Hinsicht. Zum einen muss er selbst als Gatekeeper funktionieren und die massenhaften Medienberichte gewissenhaft durchforsten, recherchieren und selektieren. Ein besonderer Fokus sollte dann zusätzlich auf alle sein Unternehmen betreffende relevante Nachrichten liegen. Nur so kann er sicherstellen, dass keine wichtigen Mitteilungen verloren gehen oder übersehen werden.