Annual Recurring Revenue (ARR) bezeichnet den prognostizierten jährlichen Umsatz, der aus wiederkehrenden Einnahmenquellen eines Unternehmens gewonnen wird. Dieser Wert ist vor allem im Software-as-a-Service (SaaS)-Geschäft und anderen unternehmensbereitgestellten Abonnementservices von entscheidender Bedeutung. Er hilft dabei, die zukünftige Leistung eines Unternehmens zu messen und vorherzusagen.
Der berechnet man ARR
Um den ARR zu berechnen, muss man den Gesamtbetrag der wiederkehrenden Einnahmen in einem Jahr berücksichtigen. Falls das Unternehmen beispielsweise monatliche Abonnements anbietet, wird das monatliche Einkommen mit 12 multipliziert, um den jährlichen wiederkehrenden Umsatz zu berechnen. Einnahmen aus Verkäufen von Einzelprodukten oder einmaligen Dienstleistungen werden nicht in die Berechnung des ARR einbezogen, da sie nicht wiederkehrend sind.
Wichtige Faktoren bei der ARR-Berechnung
Es gibt mehrere Faktoren, die bei der Berechnung des ARR berücksichtigt werden müssen:
- Vertragslaufzeit: Die Länge des Abonnementvertrags hat direkten Einfluss auf den ARR. Längere Vertragslaufzeiten bedeuten in der Regel höheren ARR.
- Kundenerweiterungen: Wenn bestehende Kunden ihre Abonnements upgraden oder erweitern, erhöht dies den ARR.
- Kundenverlust: Wenn Kunden ihr Abonnement kündigen oder herunterstufen, wird der ARR reduziert.
Das ARR in der Praxis
Zum Beispiel hat Software-Firma XYZ Abonnements, die monatlich 100 Euro kosten. Sie hat 200 Abonnenten und daher einen monatlichen Umsatz von 20.000 Euro. Um den jährlichen wiederkehrenden Umsatz zu berechnen, würde die Firma den monatlichen Umsatz mit 12 multiplizieren und einen ARR von 240.000 Euro errechnen.
ARR und Geschäftsplanung
Die Kenntnis des ARR hilft einem Unternehmen, bessere finanzielle Prognosen und Geschäftspläne zu erstellen. Durch Identifizieren von Trends bei der Entwicklung des ARR kann ein Unternehmen feststellen, ob seine Einnahmen auf einem nachhaltigen Wachstumspfad sind oder ob es Anpassungen vornehmen muss, um seine Einnahmen zu steigern.
Vorteile und Kritik am ARR
Obwohl der ARR ein nützliches Instrument zur Messung und Prognose des Geschäftswachstums ist, wird er auch kritisiert. Einen Vorteil des ARR stellt die Bereitstellung einer klaren Vorhersage der Betriebseinnahmen dar, die es Führungskräften ermöglicht, fundierte Entscheidungen zu treffen. Kritiker hingegen betonen, dass der ARR kein vollständiges Bild der finanziellen Gesundheit eines Unternehmens liefert, da er einmalige Einnahmen und Ausgaben nicht berücksichtigt.
Alles, was Sie über Annual Recurring Revenue (ARR) wissen müssen
Was versteht man unter Annual Recurring Revenue?
Der Annual Recurring Revenue (ARR) ist ein wesentlicher Finanzkennwert insbesondere für Unternehmen, die sich auf abonnement- oder abo-basierte Dienstleistungen und Produkte konzentrieren. ARR misst den jährlichen wiederkehrenden Umsatz, den ein Unternehmen aus seinen Verträgen erwirtschaftet. Er gibt also Auskunft darüber, wie viel Einnahmen ein Unternehmen voraussichtlich in einem Jahr aus bestehenden Verträgen generieren wird, vorausgesetzt es gibt keine Änderungen wie Stornierungen oder Upgrades.
Wie berechnet man den ARR?
Eine klassische Berechnung des ARR konzentriert sich auf die jährlichen Einnahmen, die aus abonnementbasierten Verträgen stammen. Wenn beispielsweise ein Kunde einen Vertrag über zwei Jahre mit monatlichen Zahlungen von 100€ abschließt, wäre der ARR dieses Vertrages 1200€ (100€ x 12 Monate). Es werden keine einmaligen Gebühren oder nicht wiederkehrende Einnahmen in die Berechnung einbezogen.
Warum ist der ARR wichtig?
Der ARR ist eine nützliche Messgröße für Unternehmen, da er dabei hilft, die langfristige finanzielle Gesundheit und das Wachstum des Unternehmens zu bewerten. Er gibt Auskunft darüber, wie stabil das Geschäft eines Unternehmens ist und wie wahrscheinlich es ist, dass die Einnahmen in Zukunft bestehen bleiben. Der ARR hilft Unternehmen auch dabei, ihre Geschäftsmodelle anzupassen und ihre Ressourcen effektiv einzusetzen.
Wie unterscheidet sich ARR von MRR (Monatlich wiederkehrender Umsatz)?
Der ARR und der MRR (Monatlich wiederkehrender Umsatz) sind eng miteinander verwandt, da beide die wiederkehrenden Einnahmen eines Unternehmens messen. Der Hauptunterschied besteht darin, dass der ARR die jährlichen wiederkehrenden Einnahmen misst, während der MRR sich auf die monatlichen wiederkehrenden Einnahmen konzentriert. In der Praxis wird der ARR häufig für längerfristige Verträge verwendet und der MRR für monatliche Abo-Verträge.
Gibt es Schwächen beim ARR als Kennzahl?
Obwohl der ARR eine hilfreiche Kennzahl ist, hat er auch einige Schwächen. Eine Schwäche ist, dass der ARR dazu neigt, die Komplexität des Geschäftsmodells eines Unternehmens zu übersehen. Er berücksichtigt nicht die Kosten, die mit der Aufrechterhaltung oder dem Beitritt von Kunden verbunden sind. Darüber hinaus kann der ARR Überschusskapazitäten übersehen und nicht genau widerspiegeln, ob ein Unternehmen seine Kapazitäten effektiv nutzt.