(openPR) Berlin, 21. März 2018
Im Rahmen ihrer großen Tournee durch Deutschland gastierte die britische Rocksängerin Bonnie Tyler an diesen Abend im Berliner Friedrichstadtpalst. Die Waliserin präsentierte einen Querschnitt ihrer über 40-jährigen Karriere.
Bonnie Tyler hatte sehr schnell mit ihren rockigen Songs das Publikum für sich gewonnen. Es waren viele ältere Menschen im Saal, die begeistert mitsangen. Aber auch viele junge Leute waren zu sehen, die bei den bekannten Hits begeistert mitsangen und dabei tanzten. Die Besucher genossen sichtbar das Konzert und feierten ihre Bonnie Tyler. Ein Mann wurde gesichtet, der sich so gar nicht bewegte, egal welcher Hit erklang. Nur durch gelegentliches Gähnen machte er klar, dass er noch lebte. Wahrscheinlich wurde er von seiner Frau gezwungen mitzukommen.
Bonnie war ganz in schwarz gekleidet und hatte darauf viel Glitzer angebracht. Ihre langen, blonden Haare hingen leicht wild runter. Da waren ihr ihre 66 Jahre gar nicht anzusehen. Doch wie heißt es so schön: Mit 66 Jahren fängt das Leben an!
Bei dieser Rockshow durften ihre großen Hits nicht fehlen. So war auch das bekannte „Lost in France“ zu hören. Hier berichtete sie, dass dieses Lied 1974 aufgenommen wurde und dann 1976 ihr erster Hit in Deutschland wurde. „It´s a heartache“ erklang auch und die Gäste sangen begeistert mit. Bonnie erzählte, dass dieser Song ihr erster Hit in den USA war. Zu dem, Lied „Total eclipse of the heart“ berichtet sie, dass diese tolle Ballade der damalige Erfolgskomponist James Diamond für sie schrieb. Als sie den Wunsch ihrer Plattenfirma vortrug, dass er für sie schreiben möge, hielten die Plattenbose sie für verrückt. Doch James Diamond tat es, genauso wie Phil Collins. „Bitter blue“ war auch so ein Knaller den Bonnie rockte. Oder auch „To love somebody“. Bonnie erzählte auch, dass sie als Teenager schon Sängerin werden wollte und mit einer Haarbürste gerne vor dem Spiegel Lieder von Tina Turner sang. Daß sie das heute noch gerne tut bewies die flotte Rock-Oma mit ihrer Version von „River deep, mountain high“. Dann folgte gleich der Tina-Turner-Welthit „Simply the best“. Hierzu erfuhren die Fans dann, dass Bonnie Tyler das Lied in den 80ern zuerst sang, aber es ein Flop war. Tina nahm den Song zwei Jahre später auf und landete einen Megaerfolg. Mit ihrer Reibeisenstimme berichtete die Rockröhre wie ihre Stimme entstand. Sie hatte in den Siebzigern eine Stimmband-OP und durfte sechs Wochen lang nicht sprechen. Leider hielt sie sich nicht daran und ihre Stimme ging kaputt. Doch das war auch ein Glück, denn diese kaputte Stimme wurde schnell ihr Markenzeichen und sorgte für eine Weltkarriere. Sie hatte in den Achtzigern hier in Deutschland produziert und arbeitete mit dem Produzenten Howard Houston zusammen. Dieser ist uns heute unter seinen richtigen Namen Dieter Bohlen sehr bekannt. Die Zugabe bestand aus ihrem Big Hit „I need a hero“. Sie verabschiedete sich dann und war weg. Leider gab es keine weitere Zugabe.
Es war sicher für alle Konzertbesucher ein sehr gelungener Abend, den die Menschen genossen. Außer der sehr ruhige gähnende Herr vom Berichtsanfang. Nicht so toll war, dass der Berichterstatter die Konzertlänge maß und nur auf 82 Minuten, ohne Pause, kam. Das lag wohl an der Vorband, die nur eine Sängerin mit Gitarre war und eine halbe Stunde auf Bonnie Tyler vorbereitete. Meiner Ansicht nach überflüssig. Mehr Bonnie Tyler wäre besser gewesen. Diese wunderbare Rocksängerin wurde als Gaynor Hopkins in Wales geboren.
Bericht: Hans Peter Sperber von Sperbys Musikplantage
















