(openPR) Derzeit beschäftigen sich die Münchner Bezirksausschüsse mit einem Antrag der LH München, der vorsieht, dass zukünftig jeder Bezirksausschuss verpflichtend einen Inklusionsbeauftragten benennen muss.
Dr. Claus Wunderlich, Vertreter der FDP im Bezirksausschuss Milbertshofen – Am Hart, sprach sich als Einziger auf der Sitzung des BA11 am 14. März 2018 gegen die geplante Satzungsänderung aus: „Ich finde das Anliegen als solches zwar ausgesprochen löblich. Das Thema Behinderung wird in Zukunft immer wichtiger werden, und es ist unerlässlich, sich damit auf allen Ebenen intensiv auseinander zu setzen. In meiner Zeit im Bezirkstag von Oberbayern konnte ich mich diesbezüglich aus erster Hand informieren, denn der Bezirk Oberbayern ist für die Eingliederungshilfe von Schwerbehinderten zuständig. Umso mehr wünsche ich mir, dass auch in den Bezirksausschüssen smehr Bewusstsein und Sensibilität bezüglich der spezifischen Probleme behinderter Menschen geschaffen wird. Ich halte es jedoch gerade deshalb für kontraproduktiv, die Stelle des Behindertenbeauftragten durch die Satzung quasi fest vor zu geben. Bislang wurde diese Position stets am Beginn jeder Amtsperiode vom Bezirksausschuss selbst eingesetzt. Dies setzt meiner Meinung nach ein deutlicheres Zeichen der Solidarität und ermöglicht eine breitere Diskussion, als wenn der Posten einfach so durchgewunken wird, weil er halt verpflichtend in der Satzung steht.“
Nach Anhörung aller 25 Münchner Bezirksausschüsse wird sich zunächst die Satzungskommission der LH München damit beschäftigen, bevor der Stadtrat endgültig entscheidet.








