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Das Sparbuch für den Enkel – was passiert im Sterbefall?

Oma spart für ihre Enkel (pixabay.com)
Oma spart für ihre Enkel (pixabay.com)

(openPR) Manchmal müssen wir uns auch mit unschönen Themen beschäftigen. Dazu gehört der Tod eines Menschen. Der gehört aber zum Leben und deshalb kann man auch zu Lebzeiten über den Tod nachdenken. Das aber nur vorab. Bei uns geht es heute um das sogenannte „Oma-Sparbuch“.

Wohl die meisten Großeltern legen für ihre Enkel ein Sparbuch an. Manche Großeltern zahlen regelmäßig ein, andere immer dann, wenn sie etwas übrig haben. Schließlich will man dem Enkel, wenn er dann volljährig ist, auch einen schönen Zuschuss zum Führerschein oder zum eigenen Auto geben können.

Was aber passiert, wenn die sparende Oma plötzlich verstirbt? Das ist nicht ganz so einfach, wie man zunächst glauben könnte.

1. Oma spart auf einem Sparbuch, das ihren eigenen Namen trägt.

Hier ist die Sache eindeutig: Das Guthaben auf dem Sparbuch gehört ihr, also fließt es in die so genannte Erbmasse ein. Das bedeutet, dass das Geld unter den Erben aufgeteilt wird. Für das Enkelkind bleibt somit zunächst nichts, außer dem Anteil den die eigenen Eltern erben. Den würden sie wohl sicherlich weitergeben.

2. Oma spart auf einem Sparbuch, das den Namen des Enkels trägt.

Ihr denkt, jetzt ist es klar, wem das Geld im Todesfall des Sparers gehört? Weit gefehlt. Die Tatsache, dass das Sparbuch den Namen des Enkels trägt genügt noch nicht. Wenn der Sparer (in unserem Fall die Oma) das Sparbuch bis zuletzt in ihrem eigenen Besitz hatte, würde im Streitfall davon ausgegangen, dass sie auch die Verfügungsbefugnis über das Geld behalten wollte. Das Vermögen auf dem Sparbuch würde dann auch in die Erbmasse fließen.

3. Oma spart auf einem Sparbuch, das den Namen des Enkels trägt und das sie ihm übergeben hat.

Dieser Fall ist eindeutig. Denn wenn die Oma das Sparbuch, das sie bespart, schon ihrem Enkel gegeben hat, dann ist auch klar, wem das Geld gehört. Ein Sparbuch ist nämlich laut Gesetz ein so genanntes Namenspapier. Das heißt: Derjenige, der es in Händen hält, ist der Besitzer. Ganz gleich wessen Name auf dem Sparbuch steht.

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