(openPR) USA verpflichten Unternehmen zum Energie sparen - leider nur auf der Serverseite
München, 04. September 2006 – Das European Thin Client Forum (ETCF), Lösungsverband für Server-based Computing (SBC) und Thin Clienting, begrüßt die zunehmende Berücksichtigung des hohen Energieverbrauchs durch die Informations- und Kommunikationstechnologie. Das US-Repräsentantenhaus verabschiedete jüngst eine Gesetzesvorlage, welche Amerikaner dazu verpflichtet, „bei der Anschaffung von Servern der Energieeffizienz hohe Priorität einzuräumen“. Das ETCF stellt aber klar, dass die Server in Bezug auf den Energieverbrauch nur ein Teil des Problems sind: „Ohne die Endgeräte mit in Betracht zu ziehen, ist eine zufriedenstellende Lösung nicht möglich“, betont Jörg Hesske, Vorstandsmitglied des ETCF.
Viele Unternehmen setzen immer noch die klassischen Client/Server-Architekturen mit PCs als Endgeräten ein. Jeder PC benötigt dabei aber bis zu 300 Watt, um alle Komponenten, insbesondere CPU (Hauptprozessor), Grafikkarte und Laufwerke ausreichend versorgen zu können. Thin Clients, die beim Server-based Computing zum Einsatz kommen, erfordern während des laufenden Betriebs lediglich 12 bis maximal 60 Watt. Für ein Unternehmen mit 1.000 Mitarbeitern ergeben sich beim Einsatz von Thin Clients im Jahr – je nach Nutzungsverhalten – Einsparungen im fünf- bis sechsstelligen Kilowattstundenbereich. Bei einem kWh-Preis von 0,15 Euro lassen sich damit jährlich bis zu 92.000 Euro einsparen.
Auch die Produktionsenergie muss berücksichtigt werden
Bei der Herstellung von Thin Clients muss wesentlich weniger Energie und Material eingesetzt werden als bei PCs. Wie eine Forschergruppe der Vereinten Nationen ermittelte, verschlingt die Herstellung eines typischen Desktop-PCs Rohmaterialien vom Gewicht eines durchschnittlichen Sportwagens, noch ehe er die Fabrik verlassen hat. Die Herstellung eines Thin Client benötigt je nach Modell zwischen 50 und 70 Prozent weniger Energie und Ressourcen.
Zusätzliche Einsparungen auf der Server-Seite durch SBC
Server-based Computing mit Thin Clients bietet aber auch serverseitige Einsparpotenziale. Unausgelastete Einzel-Server-Systeme aus unterschiedlichen IT-Epochen lassen sich mit einem Server-based-Computing-Ansatz konsolidieren. Dank Emulation und Virtualisierung entsteht dabei eine einheitliche, skalierbare und wirtschaftliche Server-Umgebung. Tatsächlich sparen Unternehmen beim Einsatz von Server-based Computing mit Thin Clients sowohl Kosten beim laufenden Betrieb als auch bei der Anschaffung.



