(openPR) Berlin. - Nicht erst bei der Beendigung des Schreibens eines Buches sollte der Lektor den Feinschliff vornehmen. Unerfahrene Autorinnen und Autoren täten sich schwer, Handlungen zu entwickeln und Charaktere zu bestimmen. Das sagte Karl-Heinz Smuda. Er ist Lektor und Ghostwriter in Berlin und befasst sich mit Manuskripten aus Deutschland, Österreich und aus der Schweiz.
Smuda empfiehlt, vor dem Beginn des Schreibprozesses die Entwicklung des Stoffes mit einem texterfahrenen Profi: „Dabei bekommt die Idee eine Form, der Arbeitsprozess einen ´Fahrplan´."
Als einer der wenigen Lektoren im deutschsprachigen Raum arbeitet der Berliner Lektor tageweise mit Autorinnen und Autoren vor Ort zusammen: „Flüge sind billig, Hotels günstig!“ Doch zur professionellen Distanz gehöre es, die private Nähe auf ein Minimum zu beschränken.
Wer schreibt, brauche nicht nur Anhaltspunkte, sondern neue Ideen und vor allem die hohe Motivation, monatelang „einsam zu schreiben“, damit ein Buch entstehe, das den Anforderungen der Leser gerecht werden könne.
Selten hätten es die Autorinnen und Autoren bei solchen Diskussionen belassen. „Oftmals tragen sie sich jahrelang mit dem Gedanken, das Manuskript für ein Buch zu schreiben. Sind die Arbeitsergebnisse da, ist der erste Schritt gemacht.“
Ohne den weiteren Dialog scheitern viele angehende Schriftsteller allerdings noch. Sie haben den Arbeitsaufwand völlig unterschätzt.












