(openPR) Fast ein halbes Jahrhundert lang war Willy Fritsch einer der beliebtesten und populärsten deutschen Filmschauspieler überhaupt. Seine Prominenz verhalf Kollegen wie Heinz Rühmann oder Romy Schneider zum Ruhm, trotzdem ist er heute gegenüber anderen Darstellern derselben Epoche fast vergessen.
Zu Unrecht, befand die Autorin Heike Goldbach und hat mehr als 40 Jahre nach seinem Tod eine umfangreiche Biografie über den Schauspieler veröffentlicht, der in Blockbustern wie dem Filmmusical "Die Drei von der Tankstelle" oder in Fritz Lang's Agententhriller "Spione" sowie mit Schlagern wie "Ich wollt', ich wär' ein Huhn" aus der Komödie "Glückskinder" zehntausende Kino-Fans zum Schwärmen brachte. Er sprach den ersten Satz im deutschen Tonfilm und war wie kaum ein anderer das Spiegelbild nicht nur der Ufa-Traumfabrik in den 1920er bis 1940er Jahren, sondern auch im Nachkriegsdeutschland eine feste Größe im deutschen Film.
Am 16. Dezember 2017 zeigt das Metropolis Kino in Hamburg am Vorabend des 100. Ufa-Jubiläums mit der satirischen Filmkomödie "Amphitryon" und Willy Fritsch in der Haupt- und Titelrolle einen der mutigsten Filme der 1930er Jahre in Deutschland. Reinhold Schünzel's Kleist-Adaption, gespickt mit witzigen Dialogen, aufwendigen Kulissen und Special Effects, nimmt als Verwirrspiel das „Menschlich-allzu-Ernste“ gehörig aufs Korn und gehört mit seiner Lächerlichmachung des Übermenschlichen zu den Filmraritäten des nationalsozialistischen Kinos.
Zur Einführung des Films stellt Heike Goldbach Passagen aus der Biografie "Ein Feuerwerk an Charme. Willy Fritsch - Der Ufa-Schauspieler" vor und erzählt nicht nur von einem der ehemals größten deutschen Filmstars, sondern auch über die Hintergründe eines außergewöhnlichen Films.











