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ERC Consolidator Grant: vier Millionen Euro für UZH-Forscher

04.12.201715:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: ERC Consolidator Grant: vier Millionen Euro für UZH-Forscher
Markus Seeger, Professor am Institut für Medizinische Mikrobiologie an der UZH (UZH)
Markus Seeger, Professor am Institut für Medizinische Mikrobiologie an der UZH (UZH)

(openPR) Zwei Wissenschaftler der Universität Zürich erhalten hoch dotierte Consolidator Grants: Der Europäische Forschungsrat vergibt die Fördermittel an Prof. Daniel Moeckli, der das Spannungsverhältnis von Volkssouveränität und Rechtsstaatlichkeit in der direkten Demokratie untersucht. Prof. Markus Seeger erforscht auf molekularer Ebene den Transport von Eisen in Tuberkuloseerregern.



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Mit den Consolidator Grants fördert der Europäische Forschungsrat (ERC) talentierte Forschende, die über eine vielversprechende wissenschaftliche Erfolgsbilanz sieben bis zwölf Jahre nach ihrer Promotion verfügen. Für ihre Projekte erhalten die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler während maximal fünf Jahren bis zu zwei Millionen Euro. Entsprechend begehrt sind die hochkompetitiv vergebenen Fördermittel.

Rechtsstaatliche Grenzen der direkten Demokratie

Daniel Moeckli, Assistenzprofessor für Völkerrecht und Staatsrecht an der UZH, geht in seinem Forschungsprojekt dem Verhältnis zwischen der Souveränität des Volkes und den Prinzipien des Rechtsstaats nach. Soll das Volk über die Wiedereinführung der Todesstrafe abstimmen können? Darf ein Vorschlag zur Abstimmung gebracht werden, dessen Konsequenzen nicht absehbar sind? Soll es zulässig sein, eine Volksinitiative für Zuwanderungsbeschränkungen zu lancieren, die das internationale Recht verletzen?

Prof. Moecklis Arbeit wird die wissenschaftlichen Grundlagen zum Umgang mit einer der grössten politischen Herausforderungen der Gegenwart liefern: Wo sollen die rechtsstaatlichen Grenzen der direkten Demokratie gezogen werden? Wer soll die Einhaltung dieser Grenzen kontrollieren?

Neue Strategie zur Behandlung von Tuberkulose

Markus Seeger, Professor am Institut für Medizinische Mikrobiologie, will mit seinem Forschungsprojekt neue Angriffspunkte finden, um den Krankheitserreger für Tuberkulose (Mycobacterium tuberculosis) bei Menschen unschädlich zu machen. Aufbauend auf bisherigen Arbeiten seines Labors wird das Team die wenig bekannten Transportmechanismen untersuchen, mit denen der Erreger eisenbindende Moleküle über die Zellmembran aufnimmt.

Eisen ist für das Überleben dieses gefürchteten Erregers unerlässlich. Die Wissenschaftler erhoffen sich von der molekularen Aufklärung des Eisentransportes neue Ansätze zur Behandlung von antibiotikaresistenten Tuberkuloseerregern. Weltweit sterben jährlich rund zwei Millionen Menschen an dieser gefährlichen Infektionskrankheit.

ERC Consolidator Grants 2017

Prof. Daniel Moeckli für das Forschungsprojekt «Popular Sovereignty vs. the Rule of Law? Defining the Limits of Direct Democracy» (LIDD)
Fördersumme: 1'963’935 EUR
Institut für Völkerrecht und ausländisches Verfassungsrecht, Universität Zürich
E-Mail

Prof. Markus A. Seeger für das Forschungsprojekt «Discovery and molecular investigation of mycobacterial transporters responsible for iron acquisition» (MycoRailway)
Fördersumme: 1'999'865 EUR
Institut für Medizinische Mikrobiologie, Universität Zürich
E-Mail

Weitere Informationen:
- http://www.media.uzh.ch/de/medienmitteilungen/2017/Consolidator-Grant.html

Quelle: idw

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