(openPR) Ethik ist letztendlich der Blick von oben auf die Dinge – der Blick, der es ermöglicht Dinge von einer höheren Ebene aus zu betrachten, andere Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen, und dadurch in die Lage versetzt zu werden im Sinne des Gesamtwohls zu handeln. Es ist die Möglichkeit die eigene Perspektive zu verlassen, nicht horizontal zu sehen und zu handeln – mit den damit verbundenen Ängsten, Sorgen, dem Kleingeist oder eben der gefärbten Sicht auf die Dinge -, sondern mit dem Gewahrsein der Gesamtsituation, die Möglichkeit für die wichtigsten Werte in seinen täglichen Entscheidungen und Handlungen zum Ausdruck zu bringen.
Die Konferenz und die Themen: Im ausverkauften Saal des Literaturhauses hielten Philosophen, Soziologen, Autoren, Medienwissenschaftler und Journalisten jeweils 20minütige Impulsvorträge. Nach den einleitenden Worten des Schirmherrn S.K.H. Ludwig Prinz von Bayern, trug Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin seine Gedanken zu der Frage vor, ob es legitim sei, Grenzen zu ziehen. Ihm folgte Juliane Leopold, die mit Dr. Petra Thorbrietz über Wahrheit und Lüge in den Medien diskutierte. Prof. Birger P. Priddat entfaltete Gedanken zu einer Sittenlehre der digitalen Welt. Prof. Dr. Richard David Precht sprach über moderne Tier-Ethik, Dr. Nadja Tschirner gab Anstöße für mehr Chancengleichheit. Axel Hacke las das heitere Vorwort seines Buches über den Anstand vor, Prof. Patrizia Nanz bot Einsichten in die Krise der Demokratie. Das Schlußwort hatte Prof. Dr. Armin Nassehi und unterhielt das Publikum gekonnt mit seinen Gedanken zur Ethisierung von Konflikten.
Die Vorträge waren nicht nur durch die Themen, sondern vor allem auch durch die verschiedenen Persönlichkeiten der Referenten, sehr divergent und bereichernd. Die Beleuchtung der Komplexität in allen Bereichen, und der Einblick in die Reichweite der Folgen unseres täglichen Tuns, legte den Zuhörern ans Herz mehr Achtsamkeit in seinem Alltag walten zu lassen. Die aufrüttelnde Frage von Armin Nassehi: „Warum scheitern wir, wenn wir doch so viel wissen?“, sollte nicht mit Ohnmacht, sondern mit Ansporn beantwortet werden. Mit dem Ansporn, die Dinge „im Kleinen“ gut zu machen: Durch mehr Ehrlichkeit, Offenheit, Wohlwollen, Güte, Liebe, Vertrauen – im Alltag. Die Veranstalter Julia Kalmund und Nina Schmid, beide Inhaber von Street Philosophy und Dr. Stephan Meier, Pächter des Cafe Luitpold und Initiator des Salon Luitpold, sind überaus zufrieden über die positiven Reaktionen, die sie aus den Reihen der Referenten und Teilnehmern erfahren haben. Weitere Konferenzen sind für 2018 geplant und können auf www.beyond-good.de ab Anfang 2018 abgerufen werden. Der Podcast zur Konferenz wird Ende November ebenfalls dort dann im Nachgang zu sehen sein.
Beyond Good GbR
Barbara Weber – Presse
www.beyond-good.de




