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Welche Forschungsthemen bewegen die Menschen?

24.10.201710:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Welche Forschungsthemen bewegen die Menschen?
Die große Resonanz auf die Themenkartenaktion hat die Initiatoren am FBN positiv überrascht.  (Foto: privat)
Die große Resonanz auf die Themenkartenaktion hat die Initiatoren am FBN positiv überrascht. (Foto: privat)

(openPR) MeLa-Besucher interessieren sich vor allem für artgerechte Tierhaltung und das Tierwohl

Auf der diesjährigen 27. Fachausstellung für Landwirtschaft und Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau (MeLa) im September in Güstrow hat das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie Dummerstorf eine Aktion zur Besucherbefragung mit Themenkarten gestartet.



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Ziel der Initiative war, die Besucher unter dem Motto „Weiter so?“ nach ihrer Meinung über künftig relevante Forschungsfelder in der Milchkuh- und Geflügelhaltung zu befragen. Dazu wurden auf den Themenkarten Fakten zur Entwicklung der Milch und Eierproduktion der letzten Jahrzehnte plakativ zusammengetragen und Ausblicke aufgezeigt. Es waren keine Antworten vorgegeben. Die Auswertung hat nun ergeben, dass mehr als ein Drittel der Teilnehmer die Themen artgerechte Tierhaltung und Tierwohl hervorgehoben haben.

„Die Kartenaktion des FBN auf dem Gemeinschaftsstand der Agrarforschungseinrichtungen in MV im Rahmen dessen Gesamt-Mottos „Agrarforschung Gestern – Heute – Morgen“ hat unsere Erfahrungen bestätigt, dass immer mehr Menschen über relevante Forschungsthemen mitentscheiden und an Lösungen mitwirken wollen“, betonte FBN-Vorstand Prof. Klaus Wimmers. „Die Bürger interessieren sich stark für eine artgerechte Tierhaltung und möchten Rahmenbedingungen sehen, die den Tierhaltern auf lange Sicht ein auskömmliches Einkommen sichern.“ Man kann diese Aktion auch als einen ‚Citizen Science‘-Ansatz des FBN sehen. Dies ist nach einer repräsentativen Umfrage des Wissenschaftsbarometers 2017* in Deutschland rund 56 Prozent aller Befragten wichtig oder sogar sehr wichtig. Klima und Energie sowie Gesundheit und Ernährung werden dabei als am bedeutendsten für zukünftige Forschungsaktivitäten betrachtet.

An den vier Veranstaltungstagen haben sich mehr als 200 MeLa-Besucher an der Umfrage beteiligt. Die Frage „Welche Forschungsaspekte sind Ihnen in der Zukunft wichtig?“ wurde von 199 Teilnehmern beantwortet. „Viele Menschen wünschten sich eine Verknüpfung biologischer Forschung mit ökonomischen oder gesellschaftlichen Fragestellungen“, so Wimmers.

Auf zwei Karten wurden Aspekte und aktuelle Forschungsaufgaben moderner Tierhaltung bei Milchkühen und in der Geflügelzucht thematisiert (s. Anlage). Bei den 97 komplett ausgefüllten Karten zu Milchrindern nannten die MeLa-Besucher 32 mal Tierwohl und die artgerechte Haltung als vorrangigstes Ziel, gefolgt von Futtereffizienz und Methanreduzierung (15), Weidehaltung und ökonomischer Nachhaltigkeit (14), Langlebigkeit (13) und besserer Milchqualität (11); Mehrfach-Antworten waren möglich und erwünscht. Bei den 102 Geflügel-Karten war den Teilnehmern vor allem die artgerechte Haltung (37) wichtig sowie das Zweinutzungshuhn und somit das Überleben der männliche Küken (29), aber auch die effiziente Futterverwertung (10) dicht gefolgt von Verminderung des Antibiotikaeinsatzes, ökonomische Nachhaltigkeit und Freilandhaltung.

*Das Wissenschaftsbarometer erhebt seit 2014 jährlich Einstellungen der Bürger in Deutschland gegenüber Wissenschaft und Forschung. Die Initiatoren, die gemeinnützige Organisation „Wissenschaft im Dialog“ (WiD), setzen sich für den öffentlichen Austausch über Wissenschaft und Forschung in Deutschland ein und wollen dabei möglichst viele Menschen an den Diskussionen beteiligen. Alle Ergebnisse der Befragung 2017 sowie weitere Informationen und Hintergründe sind unter einsehbar.

Foto: privat
Die große Resonanz auf die Themenkartenaktion hat die Initiatoren am FBN positiv überrascht. Dr. Norbert K. Borowy (li.) diskutiert auf der MeLa mit einer Besucherin über neue Forschungsaufgaben in der Tierproduktion.

Anlage: Themenkarten

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 91 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen, u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 18.700 Personen, darunter 9.500 Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,8 Milliarden Euro.


Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN)
Wilhelm-Stahl-Allee 2, 18196 Dummerstorf
Vorstand Prof. Dr. Klaus Wimmers
T +49 38208-68 600
E E-Mail

Wissenschaftsorganisation Dr. Norbert K. Borowy
Wilhelm-Stahl-Allee 2, 18196 Dummerstorf
T +49 38208-68 605
E E-Mail


Quelle: idw

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