(openPR) Aachen, den 16. Oktober 2017
Die Aachener enmodes GmbH hat am 28.09.2017 zusammen mit der Lungenklinik Köln-Merheim / Klinikum der Universität Witten/Herdecke eine Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF, https://www.bmbf.de/) in Höhe von 1.65 M Euro erhalten. Die Gelder werden für die weitere Forschungsarbeit an der RAS-Q Technologie (http://www.ras-q.com/) verwendet, mit dem Ziel, ein tragbares System zur Langzeitunterstützung der Lunge für die Behandlung der schweren chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zu entwickeln. Es soll durch das tragbare System erstmals möglich sein, die Lunge so zu unterstützen, dass eine Verbesserung der Belastbarkeit und Lebensqualität ohne Luftnot resultiert.
“Fördergeber sind schon früh auf unsere Entwicklung aufmerksam geworden”, berichtet Prof. Dr. Tim Kaufmann, Geschäftsführer und Gründer der enmodes GmbH, “schon Anfang 2016, gerade einmal ein Jahr nach der initialen Idee für RAS-Q, wurden uns zum ersten mal Forschungsgelder zur Verfügung gestellt, seinerzeit ausgereicht über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM/BMWi), um die Entwicklung eines verbesserten Prototypen voranzutreiben und weitere Versuchsreihen zu starten. Ein Jahr später war es uns möglich, in das Horizon 2020 Förderprogramm ‘EIT Health’ aufgenommen zu werden. Das wir jetzt erneut mit Fördermitteln bedacht werden, ist für uns ein äußerst positives Signal, und bestärkt uns in dem Bestreben, zügig die Marktreife der RAS-Q Technologie zu erreichen und somit Millionen Menschen mit COPD helfen zu können.”
Aktuellen Hochrechnungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge leiden weltweit mehr als 65 Millionen Menschen an COPD, sie gilt inzwischen als vierthäufigste Todesursache bei Erwachsenen (http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs315/en/).
Bis zur Markteinführung werden zwar noch ein paar Jahre vergehen, doch Herr Prof. Karagiannidis, Leiter des ECMO Zentrums der Lungenklinik Köln-Merheim, ist sich sicher: “Eine solche Technologie kann zu einem immensen Fortschritt in der Therapie der weit fortgeschrittenen COPD führen, die aktuell zum Teil nur mit einer, die Lebensqualität stark einschränkenden dauerhaften Beatmung, behandelt werden kann“.
Auch sind die Zuwendungen nicht rein altruistischer Natur. Aktuell kostet die medizinische Versorgung eines einzigen beatmeten COPD Patienten in Deutschland ca. 25.000 Euro - pro Monat. Durch RAS-Q ließen sich neben der erheblichen Verbesserung der Lebensqualität und Langzeitprognose der Patienten, auch die Kosten deutlich reduzieren.
In Aachen rechnet man damit im Jahr 2020 den ‘first in man’, also den ersten Einsatz am Menschen, mit der RAS-Q Technologie durchführen zu können. Danach ist eine Markteinführung und somit die dringend benötigte Versorgung der Patienten in greifbarer Nähe. Bis dahin arbeitet das enmodes-Team weiter unter Hochdruck.












