(openPR) Es gibt neue Erfolge in der Krebstherapie. Das Opioid Methadon soll bei einigen Krebserkrankungen die Chemotherapie erfolgreich unterstützen. Doch angewandt wird dieses neue Mittel bei Krebspatienten kaum. Das unabhängige Verbrauchermagazin www.tipps-vom-experten.de erklärt, wieso vielen Krebspatienten die Behandlung mit Methadon verwehrt wird, wie Methadon im Kampf gegen Krebs wirkt und weshalb die Pharmaindustrie kein Interesse daran hat, Methadon in der Krebstherapie einzusetzen.
Für viele Krebspatienten gibt es einen Hoffnungsschimmer am Horizont. Ausgerechnet das Opioid Methadon, dass bisher hauptsächlich bei der Suchtbekämpfung eingesetzt wurde, soll im Kampf gegen den Krebs wahre Wunder vollbringen. Entdeckt hat das die Chemikerin Claudia Friesen 2008. Im Labor konnte sie anhand von Tumorzellen und Versuchen an Tieren feststellen, dass Methadon während einer Chemotherapie die gefährlichen Krebszellen dazu bringt, wesentlich besser auf die Behandlung anzusprechen. „Es kann so sein, dass eine Zelle zu zehn Prozent anspricht mit einem Chemotherapeutikum. Gebe ich Methadon dazu, kann ich einen hundertprozentigen Zelltod erreichen“, erklärt Friesen in einem Bericht des ARD-Magazins „Plusminus“. Trotzdem wird Methadon kaum in der Krebstherapie angewandt. Der Grund: Es gibt keine ausreichenden klinischen Studien, die eine Zulassung des Medikaments formal zulassen würde. Denn klinische Studien sind teuer und werden meistens von der Pharmaindustrie getragen. Doch Methadon ist patentfrei und somit kaum gewinnbringend für die Unternehmen.
Redaktion: Patricia Hansen









