(openPR) Winsen (Luhe), den 21.08.2017: Die Sommerferien in Niedersachsen sind schon einige Zeit vorbei, aber auch Urlauber ohne schulpflichtige Kinder kehren nach und nach aus den Ferien zurück. Für viele, die mit dem Auto außerhalb Deutschlands Ruhe und Erholung gesucht haben, heißt das: die Vignette, das Pickerl oder die Plakette für gebührenpflichtige Straßen -überwiegend Autobahnen- klebt und klebt und klebt...
Und zwar je länger, desto besser.... oder auch hartnäckiger. Das gilt natürlich auch für Aufkleber, die man vielleicht im jugendlichen Leichtsinn einmal am Kofferraum angebracht hat und deren Botschaft man nicht mehr wirklich inhaltlich teilt oder die man mit dem Kauf eines gebrauchten Fahrzeugs vom Vorgänger übernimmt. In so einem Fall kann man nur hoffen, dass der Aufkleber noch nicht allzu lang sein Dasein fristet. Unabhängig vom mühseligen Entfernen nagt auch am Lack des Fahrzeugs der Zahn der Zeit. Die Fläche unter einem Aufkleber konserviert den Originallack, die Stelle wird also glänzen, wohingegen die ungeschützten Stellen verwittern und größtenteils auch deutlich stumpfer aussehen. Da wird eine gründliche Politur eventuell nicht mehr viel helfen.
So oder so, ob Vignette an der Scheibe oder Aufkleber auf dem Lack, man benötigt stabile Fingernägel, viel Geduld und Hilfsmittel. Denn der ausgehärtete Kleber lässt das Entfernen zu einer wahren Sisyphusarbeit werden. Wer sich schon einmal mit reiner Handarbeit daran gemacht hat, weiß das. Aufkleber und Scheibe oder Lack scheinen miteinander verbunden zu sein, die Erfolge sind minimal, benötigen viel Zeit und in der Regel bleiben noch hässliche Kleber-Rückstände nach.
Man geht also lieber systematisch vor und vereinfacht sich so die Arbeit. Hat man das Glück und muss "nur" eine Vignette von der Scheibe pulen, kann man zunächst einen Föhn einsetzen. Die warme Luft (Vorsicht! Nicht zu heiß anföhnen!) schmilzt sozusagen den Klebstoff an; anschließend kann man mit dem Fingernagel, noch besser mit einen Holz- oder Plastikspatel, unter eine Ecke der Vignette ansetzen und löst diese langsam von der Scheibe. Bitte keinen Metallspaten benutzen, der die Windschutzscheibe nur zerkratzen würde! Klebereste an der Scheibe lassen sich mit Glück schon mittels Wasser, ein paar Tropfen Geschirrspülmittel und einem weichen Lappen oder Putzschwamm entfernen. Hartnäckigen, weil schon uralte Kleberesten kann hinterher mit einem Radiergummi oder Waschbenzin zu Leibe grückt werden.
Anders sieht es mit unliebsamen Aufklebern auf dem Lack aus. Da hat ein Spatel, egal ob aus Holz oder Plastik, nichts zu suchen. Kratzer wären geradezu vorprogrammiert. Am besten wäre es, das Fahrzeug mehrere Stunden in die Sonne zu stellen (ist zugegebenermaßen dieses Jahr eine nicht ganz leichte Aufgabe), um den Kleber anzuschmelzen. Wenn das nicht funktioniert oder ausreicht, nimmt man auch hier mit ganz viel Vorsicht den Föhn zu Hilfe. Zu heiße Luft kann den Lack ebenfalls schädigen, sodass der Föhn nicht zu dicht auf den Aufkleber gehalten werden darf. Dann löst man vorsichtig eine Kante mithilfe des Fingernagels. Anschließend sollte darauf geachtet werden, den Aufkleber in ganz flachem Winkel abzuziehen und nicht mit Gewalt.
Für die Entfernung von Kleberesten ist hingegen Terpentin oder Waschbenzin nicht geeignet. Alle acetonhaltigen Lösemittel oder auch essighaltige Flüssigkeiten greifen den Lack an und haben hier nichts zu suchen! Wenn warmes Wasser und Spülmittel nicht reichen, kann man einen speziellen Aufkleberentferner im Fachhandel besorgen, der den Zusatz "Für Lacke geeignet" trägt. Damit dürften dann auch die letzten Spuren beseitigt werden.







